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Crew und Katze

Pitufas Crew besteht aus Birgit, Christian und Leeloo, der Schiffskatze. Während unserer ersten Reise auf Pitufa stellten wir aber zu unserer Überraschung fest, dass noch mehr Crewmitglieder mit uns an Bord waren. Am wichtigsten zu erwähnen ist sicher unser unermüdlicher Steuermann Wayne Vaney (die Hydrovane Windsteueranlage), der durch Nacht, Regen und Sturm sicher den Kurs hält. Ebenfalls erwähnenswert ist Berti. Trotz seines explosiven Charakters und seiner stinkigen Art ist unser Bertschi Kerosin Ofen unersetzllich für die Moral der Crew.


Birgit Hackl (1978 geboren in Linz) machte ihre ersten Schritte im Sommer 1979 auf dem  Motorboot ihrer Eltern. In den folgenden Sommerferien war der Bootsurlaub, erst am Gardasee und später an der Adria, immer ein Fixtermin. Damals entstand schon die Liebe zum Wasser und zur Freiheit, die ein Boot bringt.


Christian Feldbauer (1976 geboren in Grieskirchen) erlebte eine weitgehend trockene, oder zumindest bootsfreie Kindheit. Er interessierte sich schon als Teenager für Technik und Bastelei. Eine Vorliebe, die Ausbildung und Beruf bestimmte und sich – Jahre später – nach dem Erwerb einer Gebrauchtyacht als Riesenvorteil erweisen sollte.

1995 lernten wir uns kennen und lieben, zogen zum Studieren nach Graz und entdeckten in den folgenden Jahren viele gemeinsame Hobbies: Motorradfahren, Aquarien, Tauchen und vor allem das hautnahe Kennenlernen fremder Kulturen als Rucksackreisende.


Seit 2000 gehört auch Katze Leeloo zur Familie, begleitete uns nach dem Studium bei unserem zweijährigen Auslandsaufenthalt in Schweden und England und mutierte kurz entschlossen zur Schiffskatze als 2008 ein neuer Lebensmittelpunkt in unser Leben trat: das Segeln. Obwohl Leeloo an Land gerne Mäuse im Garten fängt, stellt sie sich doch recht leicht auf das Bordleben ein. Für sie ist das Wichtigste, dass sie bei uns ist und bei allem was wir tun mit “herumgschaftln” kann. Überfahrten mit Nachtwachen gefallen ihr besonders, weil wir dann plötzlich ebenfalls nachtaktiv sind und die jeweilige Wache stundenlang für sie Zeit hat.

Weitere Info zum Segeln mit Katzen gibt es hier.

Wir hatten uns nie besonders für den Segelsport interessiert und waren auch noch nie geseglt (wenn man von Christian’s Schulsportwoche absieht) als wir mit einem (verbotenen) Bier am Strand von Hawaii saßen und von den Inselparadiesen träumten, die da draußen im weiten Pazifik nur darauf warteten, von uns entdeckt zu werden. Doch wie sollten wir dahin kommen? Die Inseln, zu denen wir wollten, waren ja nur deshalb so unverfälscht und exotisch, weil sie ohne Flugverbindung für Touristen – wie eben uns – unerreichbar bleiben. Ein Dilemma also, für das wir mit Hilfe einiger weiterer Biere schnell eine Lösung gefunden hatten: wir mussten hinsegeln.

Wieder in unserer damaligen Wahlheimat England angekommen, begannen wir gleich alles an Segelliteratur zu suchen, und binnen weniger Wochen füllten sich die Regale unserer Wohnung mit einer bunten Mischung aus Fachliteratur und Reiseberichten. Die logische Konsequenz unserer Obsession war bald die Suche nach einer geeigneten Yacht, die wir auf Mallorca fanden.

Gleich nachdem wir unser Boot erstanden hatten, segelten wir zwei Segelanfänger und natürlich Leeloo von Mallorca bis nach Pula (Kroatien). Wegen des Zeitmangels waren wir ständig unterwegs, erlebten den Alltag auf einer Fahrtenjacht, wetterten einen Sturm ab, bekamen die Strapazen des nächtlichen Wacheschiebens zu spüren und kämpften mit technischen Pannen. (siehe unseren OCEAN7-Artikel: “Ein etwas anderer erster Segeltörn“) Doch als wir nach 3 Wochen erschöpft aber glücklich in Pula ankamen, stand der Entschluss fest: Wir würden das gesicherte Leben in Österreich – zumindest vorübergehend – aufgeben und auf Pitufa eine Weltreise antreten.

Christian hatte an ein Elektrotechnik Studium an der TU Graz ein Doktorat angehängt, im Zuge dessen einen Vertrag als Assistent am Institut für Signalverarbeitung angenommen und auch nach dem Abschluss des Doktorats weiter dort gearbeitet. Das Vertragsende im Februar 2011 erschien als der ideale Termin für einen “Absprung” aus dem Berufsleben.

Birgit war nach dem Studium von Spanisch, Geschichte, Englisch und Deutsch als Fremdsprache bei verschiedenen Institutionen als Sprachtrainerin in der Erwachsenenbildung tätig – ein flexibler Job, der vielleicht auch unterwegs beim Aufbessern der Bordkasse von Nutzen sein wird. Die Sprachkenntnisse werden auf jeden Fall den Umgang mit Hafenbürokraten erleichtern.

4 Kommentare

  1. Markus Dietach sagt:

    Hallo Christian,

    ich bin durch Zufall auf eure Website gestossen.

    Es beeindruckt mich sehr, dass ihr euren Traum in die Tat umsetzt. Ich habe es leider, abgesehen von einem 1/2 Jahr in Irland, nur in Urlauben geschafft mir die Welt anzusehen.

    Ist schon schoen, dass so manche Bekannte und Freunde aus der Kindheit, auch interessante Wege gehen. Wuerde mich freuen von Dir zu hoeren.

    Beste Gruesse aus dem kalten Linz,

    Markus Dietach

    1. Christian sagt:

      Hallo Markus,
      Toll von dir zu hoeren! Ja, wir haben etwas Mut gefasst und sind davongesegelt.
      Wie gehts dir in Linz? Was machst du eigentlich? Schreib mir doch bei Gelegenheit mal ein e-mail an christian_at_pitufa.at
      Liebe tropisch heisse (aber halt auch sehr regnerische) Gruesse aus Suriname.
      Christian

  2. Gerda sagt:

    Hallo Birgit und Christian!

    Bin durch Zufall auf Eure Seite gestoßen, da ich im Internet ein Forum mit Katze an Bord suchte.
    Das was ihr schreibt, dass es Tiequälerei ist, wenn die Katze nicht zu Hause wohnt, halte ich auch für nicht richtig. Unser Kater ist auch ein weitgereister und er fühlt sich überall wohl wo wir uns aufhalten.

    Unser Kater Maxi ist 13 Jahre alt, verschmust, ganz lieb und wir wollten mit unserem Motorboot mit ihm das erste Mal zur Mecklenburger Seenplatte.

    Er ist auch fliegen gewöhnt, da wir uns 6 Monate im Winter in Teneriffa aufhalten und es überhaupt keine Umstellung für ihn bedeutet. Er fühlt sich dort sehr wohl. Unser anderer Kater ist leider seit 29.5. 2015 wie vom Erdboden verschluckt und wir wissen nicht, was mit ihm passiert ist, sind sehr traurig.

    Wir haben Maxi jetzt das Brustgeschirr angewöhnt und werden sehen, wie er sich am Boot macht. Aber ich denke, er macht das sicher mit bravour.

    Euer Bericht hat mich sehr berührt. Ich selber wohnte ja in Eisenstadt (nach wie vor Österreicherin) und bin wegen der Liebe in das schöne Bremen am wunderschönen Deich gezogen, wo unser Kater die besten Freiheiten genießt, genauso wie in Teneriffa, er ist Freigänger.

    Ich hoffe, dass wir es mit Maxi auch am Boot schaffen.

    Euch alles Gute und wünsche Euch die Umsetzung eurer Träume.
    Gerda und Arthur

  3. Doris sagt:

    Hi Christian! Bin jetzt zum 2. mal auf dieser Homepage. Hab dich gleich erkannt ;-) Finde es echt grossartig was ihr da macht. Es treibt mir die Tränen in die Augen, was alles möglich ist, wenn man es will und dann auch MACHT! Hut ab vor euch beiden, echt. Na ja, hab nur Fernweh, das ist alles….

    Ich hoffe es geht euch gut derzeit wo immer ihr auch seid.

    Viel Kraft, Ausdauer und Freude!

    Sonnige Grüsse auch hier aus Wien
    Doris

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