Am Samstag ist viel los im Dorf, überall wird Essen zubereitet, weil die strikten Christen am Sonntag kein Feuer machen dürfen, somit wird für den Tag des Herrn vorgekocht… Wir spazierten durchs Dorf, schauten zu und wurden vom Chief zum Abendessen eingeladen. Somit düsten wir heim und begannen selber zu kochen, denn man will ja nicht mit leeren Händen anrücken.
Gerade als wir ins Dingi steigen wollten, legte der Wind mit einem Squall aus West zu und wir begannen auf der Ostseite des Atolls ordentlich zu schaukeln. Ein Blick auf Windy: der Wetterbericht hatte sich spontan geändert, jetzt sagten wie plötzlich Starkwind aus NW für die Nacht voraus. Viel zu gefährlich an der Muring vorm Dorf.
Wir schrieben also dem Chief eine Entschuldigung per FB messenger, motorten mit dem letzten Licht ins geschützte Nordeck und ankerten dort. Die vorbereiteten Gerichte aßen wir dann die nächsten drei Tage selber, während es blies und regnete…
So ist das Seglerleben, der Wind bestimmt unsere Tage
Verona, eine der Lehrerinnen, gab uns gegrillten Fisch und Brotfrucht Chips mit, als wir bei ihrem Haus vorbei kamen

Daheim beim Chief wurde Kokosmilch gemacht

Taro geraspelt

und Weckerl aus Weizenmehl gerollt

Der Brotofen sieht einfach aus

hat aber Unter- und Oberhitze!

Schweinderl sind überall angebunden, das war aber für Sonntag nicht auf dem Menüplan, sondern darf noch bis Weihnachten leben…







