Fast alle Boote auf den Philippinen – vom kleinsten Segelkanu bis hin zu großen Fähren und Fischern – sind beidseitig mit Auslegern ausgestattet. Die mittelgroßen Exemplare, die praktisch allgegenwärtig sind, haben Diesel-Innenbordmotoren (meist völlig übermotorisiert), klingen wie große Traktoren und sehen aus wie wütende Spinnen, die mit high speed über das Wasser flitzen. Seit wir sie zum ersten Mal gesehen haben, nennen wir sie “Spiders“.
Man kann sich unsere Verblüffung vorstellen, als wir solche „Spinnen“ tatsächlich in einem Spinnennetz entdeckten! Es handelte sich um einen speziellen Typ von Fischereiboot, sogenannte “Basnigan”, die mit langen Bambuskonstruktionen ausgestattet sind, die angeblich dazu dienen, ein großes Fischernetz unter dem Boot ins Wasser abzusenken.





2026
01
Oct
Ausleger Boote
2026
01
Oct
Squeak ist wieder voll dienstfähig :-)
Fünf Wochen nach der Operation hat sich das Leben auf Pitufa wieder so gut wie normalisiert. Nachdem wir so lange Zeit rund um die Uhr aufpassen mussten, können Christian und ich die Katzen endlich wieder allein lassen und gemeinsam schnorcheln oder spazieren gehen. Es war eine harte Zeit für uns, voller Sorgen und mit wenig Schlaf, aber wenn wir den kleinen Squeak herumtollen sehen, sind wir froh, dass wir uns für die komplizierte, teure Operation entschieden haben und nicht für die billige Alternative: eine Amputation.
Er ist der süßeste Kater, den man sich nur vorstellen kann: schlau, sanft und schmusig.
Es ist unglaublich, wenn man bedenkt, dass er vor ein paar Monaten noch ein winziges, verlorenes, „wertloses“ Straßenkätzchen und ganz allein auf der Welt war – und jetzt ist er unser 100.000-Peso-„Bionik-Squeak“ und der Mittelpunkt unserer kleinen Familie: Minnie kümmert sich um ihn wie eine Mutter, und Smurfy ist froh, seinen Spielkameraden wiederzuhaben. Squeak darf nachts wieder raus, und so hören wir ihr wildes Galoppieren, wenn sie auf Deck Fangen spielen – mal abends, mal morgens um vier, manchmal wecken sie uns auch um zwei Uhr nachts auf. Wir sind zwar besorgt, dass etwas schiefgehen könnte, aber auch glücklich, dass sie wieder Spaß haben. Sie sind eben Katzen und haben ihren eigenen Willen
2026
01
Sep
Alles für die Katz: Squeaky hat ein gebrochenes Hinterbeinchen
Endlich waren wir aus der stinkigen Carmen-Lagune und genossen das klare Wasser; unsere Katzen fanden gleich ihre Seebeine – sie hatten weder vor dem lärmenden Motor noch vor dem Segeln Angst –, und wir freuten uns sehr, auf dem Weg nach Borneo (Malaysia) zu sein. Als das AIS ausfiel, reparierten wir es; als der Wassermacher streikte, tauschten wir die Membranen aus. Doch dann begann der Motor Öl zu verlieren – ein gröberes Problem, denn Christian kann zwar die meisten Dinge an Bord reparieren, ist aber kein gelernter Mechaniker, und wir haben auch nicht alle Ersatzteile vorrätig. Daher überlegten wir, nach Carmen zu dem Mechaniker zurückzusegeln, wo wir gerade erst ein 5000er Service an unserem Yanmar machen hatten lassen.
Am Samstagabend spielten wir mit allen drei Katzen an Deck Fangen und Verstecken, danach gingen wir ins Bett und verbrachten eine ruhige Nacht vor Anker. Doch in der früh war gleich etwas merkwürdig: Minnie sprang aufs Bett, um uns fürs Frühstück zu wecken, und Smurfy wartete in der Küche – von Squeak fehlte jedoch jede Spur, obwohl er normalerweise der Erste ist, der lautstark sein Frühstück einfordert. Ich rief ihn, keine Antwort. Ich hastete durch das ganze Boot – kein Squeak. Schnell auf Deck, mittlerweile verzweifelt, keine Antwort. Ich befürchtete schon, er sei in der Nacht über Bord gegangen. Jetzt in heller Panik suchten wir das Boot noch einmal ab, und diesmal wurden wir fündig: Er lag zusammengerollt hinter einem Segel in der Bugkabine. Er versuchte aufzustehen, fiel aber sofort wieder um, sein linkes Hinterbeinchen knickte weg.
Die Wettervorhersage kündigte stetigen Südwind für die 40 Seemeilen nach Carmen an; also setzten wir die Segel (ohne den Motor zu starten – der war wegen des Ölverlusts nur für Notfälle gut) und rauschten unter Schmetterling die Küste von Cebu hinauf. Nach unserer Ankunft am Nachmittag kam unsere Freundin Pam von windvet.com zu uns an Bord und führte gemeinsam mit Matthias – einem weiteren Freund im Ankerfeld, der vor seinem Seglerleben Orthopäde für Menschen war – eine erste Untersuchung durch. Beide waren sich einig, dass Squeak geröntgt werden musste. Wir telefonierten herum, konnten aber keine am Sonntag geöffnete Klinik finden. Am Montag machten wir uns mit dem Taxi auf die Suche nach Hilfe; nach Besuchen bei drei Tierärzten in drei verschiedenen Orten fanden wir schließlich eine Praxis, die über ein Röntgengerät verfügte und auch Betäubungsmittel hatte. Bis dahin hatten wir noch auf eine einfache Bänderzerrung gehofft – Squeak war so tapfer gewesen, war auf drei Beinen herumgehumpelt und hatte sich ansonsten ganz normal bewegt –, doch als das Bild auf dem Bildschirm erschien, wurde es still im Raum: Der Oberschenkelknochen war nicht nur gebrochen, sondern auch völlig verschoben.
Der örtliche Tierarzt überwies uns an einen auf Orthopädie spezialisierten Tierarzt in Cebu City; also mieteten wir am nächsten Tag ein Auto und brachten den kleinen Kater in die Stadt, in eine beeindruckende, hochmoderne und überaus exklusive Klinik. Der äußerst kompetent wirkende Tierarzt führte eine gründliche Untersuchung sowie weitere Röntgenaufnahmen und ein großes Blutbild durch. Er erklärte sich bereit, den Oberschenkelbruch mittels Platte und Schrauben zu versorgen – allerdings nicht sofort, da noch Vorbereitungen getroffen werden mussten; wir erhielten einen Termin für den nächsten Tag, Mittwoch. Er wollte Squeaky zwar in der Klinik behalten, doch wir wussten, dass der Kleine vor all den fremden Menschen schreckliche Angst haben würde. Also nahmen wir den armen, zitternden Squeak wieder mit nach Hause – wo Minnie schon sehnsüchtig wartete; sie machte sich große Sorgen um ihren kleinen Squeak und putzte ihn von Kopf bis Pfote, um ihn zu trösten, noch bevor er überhaupt aus dem Transportkorb klettern konnte.
Am nächsten Morgen gab es für Squeak kein Frühstück; es ging wieder in die Stadt (während Minnie an der Reling stand und ihm hinterherheulte), und dann mussten wir ihn in der Klinik lassen. Am Nachmittag endlich der Anruf: Alles war gut verlaufen, die Platte war eingesetzt, und der Patient wachte bereits auf. Er sollte zwei Tage lang Infusionen mit Schmerzmitteln und Antibiotika erhalten, und am Freitag durften wir ihn endlich nach Hause holen (diesmal fuhr ich mit dem Bus hin – eine dreistündige Fahrt – und mit dem Taxi zurück, noch einmal drei Stunden im dichten Verkehr…).
Gekostet hat die OP samt Klinikaufenthalt etwa 1.300 Euro – mehr als wir in Europa gezahlt hätten und definitiv mehr als sich Normalverbraucher auf den Philippinen (und ehrlich gesagt eigentlich auch mehr als wir uns nach dem Werftaufenthalt) leisten können.
Squeaky ist sehr tapfer und erholt sich gut – eigentlich sogar ein bisschen zu gut, denn er läuft und rennt schon wieder herum („nur nicht zu schnell und nirgendwo dagegen laufen“, hatte der Tierarzt gesagt). Deshalb sind wir den ganzen Tag hinter ihm her, um auf den kleinen roten Kater aufzupassen, während seine Knochen heilen. Er frisst wie ein kleiner Wolf und ist glücklicherweise ein sehr geduldiger Patient: Er sieht zu, wie ich morgens und abends eine Spritze mit Schmerzmitteln und eine weitere mit Antibiotika-Sirup aufziehe, und er läuft weder weg noch protestiert er, wenn ich ihn am Nacken fasse, um ihm die Medikamente ins Maul zu geben… Damit er sich die Fäden nicht herausreißt, muss er eine Halskrause tragen (die wir ihm beim Fressen, beim Putzen sowie beim Spielen am Morgen und Abend abnehmen), was er geduldig über sich ergehen lässt.
Wir hatten auch eine Kunststoffbox gekauft, in der Hoffnung, ihn dort nachts und während unserer Abwesenheit unterbringen zu können. Doch leider dreht er völlig durch, sobald wir ihn einsperren. In der ersten Nacht stellten wir die Box zu uns ins Bett, aber er versuchte, sich einen Fluchttunnel durch die Matratze zu graben… Wir änderten unseren Plan und sichern ihn stattdessen mit Harness am Bett, sodass er zwischen uns schlafen kann, aber die Leine hindert ihn daran auf den Boden zu springen (1 Meter wäre zu hoch; der Tierarzt gab uns ein Limit von einem halben Meter). Mit dieser Lösung ist er zufrieden; er kuschelt sich an uns und schnurrt viel. Morgens meldet er sich, wenn er muss (gegen 5 Uhr – eine durchaus akzeptable Zeit, um der ganzen Tiger-Bande das Frühstück zu servieren).
Das größte Risiko ist unser hoher Niedergang. Er darf in den nächsten vier Wochen nicht die 1,60 m nach unten springen; deshalb schließen wir den Niedergang, wenn wir morgens und abends mit der ganzen Meute an Deck sind. Minnie kümmert sich rührend um Squeak und überschüttet ihn mit Liebe, während Smurfy grantelt und eifersüchtig ist – wir versuchen also, ihm mehr Aufmerksamkeit zu schenken, und in den wenigen Pausen dazwischen erledigen wir ein paar Arbeiten am Boot
Unser oberstes Ziel ist es nun, den kleinen Squeak sicher zu halten während die Knochen heilen. Alle Cruising-Pläne sind auf Eis, und wir haben wieder offiziell auf den Philippinen eingeklariert.
Vor dem Unfall: quietschvergnügte Matrosen und Helfer
Minnie hat sich beim Zurücksegeln um Squeak gekümmert:
2026
19
Aug
Baba Bertie! Mehr Solar und Induktionsherd…
Wir waren jetzt ein weiteres Monat im „Projektmodus“, während wir an der Boje vor der Werft liegen. Wir haben jeden Tag von früh bis spät gearbeitet, um Pitufa endlich wieder von einer Baustelle in ein Segelboot zu verwandeln…
Erinnert ihr euch an unseren alten Bertschie-Petroleumkocher? Er hatte jede Menge Charakter, neigte aber dazu, Flammen und Ruß zu spucken. Nach 15 Jahren haben wir uns endlich von ihm getrennt und ein glänzendes Induktionskochfeld eingebaut ![]()
Dafür mussten wir zunächst weitere Solarpaneele installieren – doch wohin damit? Wir entschieden uns für ein reines Solar-Bimini: Wir demontierten das alte Bimini aus Sunbrella-Stoff samt Edelstahlgestänge und ließen stattdessen einen Aluminiumrahmen über das Cockpit schweißen. Dann bestellten wir zwei große Solarpaneele in China (auf den Philippinen war nichts zu bekommen – wegen Trumps Krieg, den damit einhergehenden hohenTreibstoffpreisen und deswegen einer enormen Nachfrage nach Solarmodulen…). Eines kam zertrümmert an, wir mussten weitere fünf Wochen auf Ersatz warten, aber DANN konnten wir unser Solardach endlich fertigstellen.
Christian verstärkte den Außenrahmen mit Aluminium-Winkelprofilen, die gleichzeitig als Barriere für ein Regenwassersammelsystem dienen. Da sich die große Fläche bedenklich durchbog, setzte er in der Mitte noch ein weiteres Winkelprofil ein. Anschließend dichteten wir alles mit lebensmittelechtem Silikon ab, um ein trockenes Cockpit zu haben UND Trinkwasser sammeln zu können. Der letzte Schritt war der Einsatz unserer Nähmaschine „Miss Pfaff”, um Seitenteile für das Dach zu nähen; diese halten Sonne und Regen ab, wenn wir vor Anker liegen, und schützen unterwegs vor Meeres-Spray.
Auch im Innenraum herrschte immer noch Baustellen-Atmosphäre: Wir mussten Solarkabel verlegen sowie ein neues Ladegerät und einen neuen 3-kW-Inverter installieren, der mit superdicken Kabeln mit den Batterien verbunden wurden. Es herrschte pures Chaos – die Katzen liebten es. Jeden Tag gab es ein neues Staufach zu erkunden sowie Kisten und allerlei Dinge zu inspizieren ![]()
Jetzt sind wir endlich fertig und können das Boot in Segelmodus bringen!!
2026
05
Aug
Fotos unserer 3 Schiffskatzen!
Neue Crew
Während Pitufa in der Werft war, wohnten wirin einem Hotel. Nach einem Monat kam eine wilde, kleine Streunerin wie in Wirbelwind in unser Leben und ein Monat später stolperte noch ein verlassenes Katzenbaby daher. Wir konnten die zwei einfach nicht zurücklassen (obwohl wir nicht wissen, wie wir genug Futter und Streu bunkern sollen...) und somit sind Minnie Mouse und Squeaky jetzt mit uns an Bord!
(23 Fotos)
2026
04
Aug
Neue Crew: Minnie Mouse und Squeaky!
Smurfy genoss seine Zeit im Lav Garden Hotel; er verstand sich gut mit den dortigen Katzen (ebenfalls Schiffskatzen) und lieferte sich gelegentlich Raufereien mit streunenden Katern. Doch eines Tages, als wir drei gerade oben im Hotelgarten einen Sundowner genossen, stürmte eine winzige Streunerin auf uns zu: Sie attackierte und verjagte Smurfy und forderte lautstark FUTTER, FUTTER, FUTTER von uns!
Wir waren zwar beeindruckt von ihrem wilden Kampfgeist, wollten sie aber keinesfalls in der Nähe unseres Zimmers (und des verängstigten Smurfy) haben; als sie versuchte, uns zu folgen, spritzte ich sie daher mit dem Gartenschlauch ab. Das kalte Wasser ließ sie jedoch völlig unbeeindruckt, und fortan streunte sie um unser Zimmer herum und schrie ununterbrochen lautstark nach FUTTER.
Bald entdeckte sie die Klappe im Moskitonetz des Fensters, die wir für Smurfy angebracht hatten. Ich versuchte zwar, sie abzuwehren, indem ich meine Hand über die Öffnung hielt, doch sie erkämpfte sich – knurrend und fauchend – den Weg ins Zimmer.
Sobald sie drinnen war, wurde sie ruhig und scheu – sie war es offensichtlich nicht gewohnt, sich in einem Haus aufzuhalten. Ich gab nach und fütterte sie – direkt neben Smurfy, während ich beide streichelte und ihr erklärte, dass sie lieb zu unserem Kater sein müsse, wenn sie bleiben wolle. Wie durch ein Wunder schien sie das zu verstehen und begann, Smurfy um den Finger zu wickeln: Sie spielten Fangen, lieferten sich kleine Scheinkämpfe und sie putzte ihn sogar. Unser eigenwilliges, schwieriges Einzelkind hatte eine Freundin gefunden, also beschlossen wir, die Kleine bei uns aufzunehmen. Wir nannten sie Minnie Mouse – wegen ihrer mausgrauen Farbe und ihres winzigen Körperbaus: wir konnten es kaum glauben, als der Tierarzt sie auf mindestens ein Jahr schätzte, obwohl sie nur 2,6 kg (!) wog. Aufgrund von Mangelernährung im Fötus- und Kätzchenalter würde sie nicht über die Größe eines Kätzchens hinauswachsen.
Nachdem sie ein Zuhause gefunden hatte, ging Minnie kaum noch nach draußen; sie blieb Tag und Nacht meist drinnen und begleitete uns nur, wenn wir auf der Terrasse saßen oder einen Spaziergang im Garten machten. Trotz ihrer engen Bindung an uns wollte sie nicht gestreichelt werden – nicht gerade ideal (da auch Smurfy kein Schmuser ist), aber wir akzeptierten ihre Persönlichkeit.
Einen Monat später, während eines unserer regelmäßigen Abendspaziergänge mit den Katzen, hörten wir ein lautes Quieken und entdeckten einen schmutzig-weißen Fleck unter einigen Büschen. Ein Kätzchen – winzig, schmutzig und mit nur einem Stummelschwanz. Wir hatten Mitleid mit ihm, wollten aber nicht noch eine weitere Katze anlocken; deshalb versuchten wir, ihn weit oben auf dem Grundstück zu füttern. Doch der Kleine war anfangs zu ängstlich, um sich dem Futter zu nähern, also ließen wir es einfach dort stehen. Am nächsten Abend quiekte er wieder – nach Futter, nach seiner Mutter, nach Hilfe. Wir begannen, ihn regelmäßig zu füttern, und natürlich folgte er uns bald bis zum Zimmer, entdeckte die Katzenklappe, steckte sein kleines Köpfchen hindurch und erhaschte einen Blick auf das Katzenparadies: Smurfy und Minnie, die auf dem Bett faulenzten, während im Hintergrund ihre Futternäpfe warteten… Squeaky wollte ein Stück von diesem Himmel. Wiederum versuchten wir, die eindringende Schnauze abzuwehren, und wiederum scheiterten wir. Smurfy schien unbeeindruckt, er war sich wohl nicht sicher, was dieses winzige Wesen ohne Schwanz eigentlich war. Minnie hingegen reagierte wie jemand, der es auf ein Rettungsfloß geschafft hat und andere Schwimmer mit einem Paddel abwehrt: Sie biss und kratzte, wann immer sich das Kätzchen ihr näherte.
In den ersten Tagen versteckte sich das Kätzchen hauptsächlich unter dem Bett und huschte nur zu den Fütterungszeiten quietschend hervor. Schließlich gelang es uns, ihn zu berühren – zwei Tage später kletterte er bereits auf unseren Schoß, schlief in unserem Bett, kuschelte sich an uns und schnurrte wie verrückt, sobald er etwas Aufmerksamkeit bekam. Endlich eine Kuschelkatze! Trotz seines Charmes konnten wir ihn nicht behalten, also machte ich mich auf die Suche nach einem Zuhause – ein aussichtsloses Unterfangen in einem Land voller streunender Katzen. Wir brachten ihn zum Tierarzt, um ihn entwurmen und impfen zu lassen; der Tierarzt schätzte sein Alter auf zwei Monate (seine Augen hatten noch einen Hauch von Babyblau, begannen aber gerade, sich orange zu färben).
Da standen wir nun, plötzlich mit drei Katzen statt einer. Ich wusste, dass wir keine von ihnen zurücklassen könnten, aber wie sollten wir das logistisch bewältigen? Wie konnten wir sie ausreichend füttern? Wo sollten wir all das Katzenstreu lagern, und würden sie sich darauf einigen, alle das selbe Klo zu benutzen? Wir hatten Smurfys Katzentoilette mit ins Hotel genommen, aber er hatte sie überhaupt nicht mehr benutzt, seit wir ihn nach den ersten zwei Tagen in den Garten gelassen hatten. Squeaky sah das Katzenkisterl, kletterte hinein und machte (zu unserem großen Erstaunen) sein großes Geschäft darin. Er wurde von selbst stubenrein, ganz ohne unser Zutun! Von da an bestand er darauf, sein Geschäft nur noch in der Toilette zu verrichten, und wir konnten ihn nicht mehr dazu bewegen, in den Garten zu pinkeln. Minnie folgte seinem Beispiel und begann ebenfalls, gelegentlich das Katzenkisterl zu benutzen…
In den ersten Tagen versteckte sich das Kätzchen hauptsächlich unter dem Bett und kam nur zu den Fütterungszeiten fiepend hervor. Schließlich gelang es uns, ihn zu berühren – zwei Tage später kletterte er bereits auf unseren Schoß, schlief in unserem Bett, kuschelte sich an uns und schnurrte wie verrückt, sobald er etwas Aufmerksamkeit bekam. Endlich eine Schmusekatze! Trotz seines Charmes konnten wir ihn nicht behalten, also machte ich mich auf die Suche nach einem Zuhause – ein vergebliches Unterfangen in einem Land voller streunender Katzen. Wir brachten ihn zum Tierarzt, um ihn entwurmen und impfen zu lassen; der Tierarzt schätzte sein Alter auf zwei Monate (seine Augen hatten noch einen Hauch von Babyblau, begannen aber gerade, sich orange zu färben).
Wir wollten Minnie Mouse kastrieren lassen, konnten dies aber nicht tun, solange wir alle noch gemeinsam in einem einzigen Hotelzimmer wohnten. Es wäre unmöglich gewesen, die Kater nach einer Operation vom Spielen und Raufen mit Minnie abzuhalten, und wir konnten auch nicht die Katzenklappe schließen, um sie drinnen zu behalten, ohne die Kater auszusperren. Deshalb warteten wir mit der Operation bis zur letzten Woche an Land. Dann zog Christian mit den Katern auf die *Pitufa* um, während ich nach der Operation noch eine Weile mit Minnie im Hotel blieb.
Als ich Minnie vom Tierarzt zurückbrachte – noch benommen von der Betäubung und mit Schmerzen von der Operation –, kuschelte sie sich an mich und schnurrte zum ersten Mal, seit wir sie kannten. Sie brauchte Hilfe, war anhänglich und dankbar für meine ständige Zuwendung; seither ist sie unglaublich verschmust geblieben.
Drei Tage später zogen auch wir auf die *Pitufa* um. Minnie vergaß völlig, auf ihre frische Wunde zu achten, und begann die Umgebung zu erkunden – wobei sie lautstark alles kommentierte, was sie entdeckte, sichtlich aufgeregt und glücklich. Sie war bereits trächtig gewesen, als sie kastriert wurde, und irgendwie muss sie gespürt haben, dass sie sich eigentlich um Kätzchen hätte kümmern sollen; denn plötzlich überschüttete sie unsere Kater mit mütterlicher Liebe und Aufmerksamkeit, leckte ihre Ohren und kümmerte sich wie eine Mutter um Squeaky.
Für Squeaky ist das ganze Boot ein einziger großer Spielplatz. Er freut sich riesig, wenn er eines von Smurfys alten Spielzeugen entdeckt, und flitzt eigentlich den ganzen Tag herum, um alles zu erkunden und zu spielen. Smurfy ist der Einzige, der mit der Umstellung vom Hotel auf das Boot Schwierigkeiten hat. Er vermisst es, durch sein riesiges Revier zu streifen, und kann uns und den Kleinen gegenüber ziemlich mürrisch sein. Wir hoffen, dass ihm sein neues Rudel dabei hilft, seine Enttäuschung und Langeweile zu überwinden…
2026
31
Jul
Wieder daheim auf Pitufa!
Nach 4 Monaten mit Pitufa in der Werft und uns im Hotel, sind wir jetzt endlich wieder an Bord! Es sind noch hundert Sachen fertig zu machen, rundherum schaut’s aus und wir tragen durch Bunkerkäufe noch zum allgemeinen Chaos bei, aber wir sind einfach nur erleichtert und glücklich wieder daheim zu sein ![]()
Das Landleben is echt nix für uns
Damit’s ganz sicher nicht fad wird, haben wir jetzt neue Crew! Ich werde sie euch, liebe Freunde und Mitleser, bald ausführlich vorstellen.





2026
20
Jul
Die Philippinen sind schön…WENN…
…WENN man gut im Wegschauen ist.
Wenn man das blaue Meer bewundert (und die Unmengen Müll ignoriert, die die Flüsse ins Meer tragen).
Wenn man die lustigen, bunten Busse und Dreiradler beobachtet (und nicht auf die Staubwolken und den Rauch achtet, der über der Straße hängt).
Wenn man bei den billigen, kleinen Essenstandln einkauft (und die räudigen, hungrigen Straßenkatzen und -hunde nicht sieht).
Wenn man in die glänzenden Shopping Malls geht (und die ausgestreckten Hände der bettelnden Kinder nicht beachtet und den Obdachlosen, der eine zerquetschte Frucht vom Asphalt kratzt und seine Finger ableckt).
Wenn man mit der lächelnden Reinigungsfrau trascht (und sie nicht fragt wieviel sie verdient: 400 Pesos am Tag, das sind etwa 6 Euro).
Ich hab keinen Filter. Ich sehe alles, ich nehme alles auf und es zieht mich nach unten. Manchmal fühle ich mich so schwer und traurig, dass ich es fast nicht durch den Tag schaffe.
Somit ermuntern wir Leute die Mistkübel zu verwenden, nehmen Streuer auf, geben unseren Arbeitern Trinkgeld und versuchen unser Bestes.

2026
13
Jul
Alle großen Projekte auf Pitufa fertig!
Seit Pitufa zurück im Wasser ist, hatten wir noch keinen Tag frei:
Christian installierte zwei riesige Solarpaneele, die statt unserem alten Bimini ein Dach über dem Cockpit bilden. Dummerweise kam eins davon zerbrochen an, wir haben’s aber trotzdem installiert, während wir auf den Ersatz warten. Wieder eine Komplikation und Verzögerung…

Küche und Bad haben hübsche, neue Arbeitsflächen bekommen:



Dann haben wir das Vorstag getauscht: natürlich ging auch hierbei nichts glatt. Erst wollte das alte Stag nicht heraus (eine wohlmeinende Seele in Grenada hat alles mit Sikkaflex verklebt…), dann stellte sich heraus, dass das neue Stag ein Eizerl zu kurz war. Am Ende haben wir alles wieder raufgebracht, aber es hat einen ganzen Tag gedauert und zwischendurch sind wir ein paar Mal verzweifelt. Dank vieler helfender Hände (merci Thomas und Soraya für einen ganzen Arbeitstag) waren wir am Abend dann doch fertig.




AND we finally got rid of our old kerosene oven, ripped everything out of the gimballed oven to turn it into storage, did a thorough cleaning and installed an induction stove in the stainless steel plate!



Natürlich bleiben noch ein Dutzend kleinerer Jobs, aber die großen Projekte sind alle fertig!!
2026
26
Jun
Auf dem Trockenen
Das Boot hier an Land zu bringen, ist ein ziemliches Abenteuer: Bei Voll- oder Neumond (wenn die Gezeiten besonders hoch sind) fährt man in ein Gestell im seichten Wasser; bei Niedrigwasser wird dieses Gestell dann die Rampe hinaufgezogen, damit man am Boot arbeiten kann. Um wieder ins Wasser zu gelangen, läuft das Ganze in umgekehrter Reihenfolge ab…
Im Laufe der letzten 18 Jahre hatten sich bei uns etliche Schichten Antifouling angesammelt. Normalerweise war es meine Aufgabe, die losen Partien abzuschleifen, und dann haben wir einfach die nächste Schicht aufgetragen… Diesmal nutzten wir die Gelegenheit und engagierten ein ganzes Team von Arbeitern, die etwa zwei Wochen damit verbrachten, Pitufa bis auf die Epoxid-Schicht herunterzuschleifen – erst von Hand, später mit einem Exzenterschleifer und schließlich noch einmal mit Winkelschleifer und Exzenterschleifer für den Feinschliff.
Wir konnten hier auf den Philippinen unser geliebtes „Carboline Alloy Plus“-Antifouling nicht bekommen (das einzige Antifouling für Aluminium, das bei uns bisher über Jahre hinweg funktioniert hat). Schließlich entschieden wir uns für das einzige verfügbare Produkt für Aluminium: Nexeon 710. Laut Hersteller PPG handelt es sich um ein „innovatives, kupferfreies Antifouling mit extrem geringem Reibungswiderstand“, das jedoch hauptsächlich bei Frachtschiffen zum Einsatz kommt. Wir sind gespannt, wie es sich bewähren wird.
Christian nutzte die Gelegenheit zudem, um das Wellenlager zu überprüfen – es war wie immer interessant, den Propeller herunter zu bekommen ![]()






2026
13
Jun
Lackierarbeiten fertig!!
Unsere beiden Maler Genesis und Jay Ar haben zweieinhalb Monate lang sechs Tage die Woche an Pitufa gearbeitet. Jetzt sind sie fertig und – ehrlich gesagt – sie fehlen mir ein bissl. Besonders während Christians einmonatiger Abwesenheit haben sie mir bei all den Arbeiten geholfen, die ich mit meinen Rippen nicht schaffe: Sachen schleppen, Pakete abholen, etc. Vielen Dank!
Sie begannen draußen (mit dem Schleifen und Streichen von Deck, Cockpit und Transom) und lackierten anschließend sämtliches Holz unter Deck, von der Achterkabine bis zur Vorderkabine, inklusive Schränke und Boden. Zum Schluss schliffen, spachtelten und strichen sie unseren (vormals) undichten Wassertank (wir verwendeten eine spezielle lebensmittelechte Tankfarbe).
Am letzten Tag baten wir sie, ihr Kunstwerk zu signieren ![]()






2026
26
May
Schiffskatze an Land
Für Smurfy ist das Leben an Land eine ziemliche Herausforderung: Katzenfreunde (und -feinde) finden, auf Bäume klettern, nachts herumstreifen – alles ist neu für ihn. Normalerweise machen wir früh morgens einen gemeinsamen Spaziergang, dann verbringt er den Tag schlafend in unserem Hotelzimmer, abends gehen wir noch einmal spazieren und nach dem Abendessen verschwindet er für die Nacht – auf geheimnisvollen Missionen, die nur Katzen kennen.
Zum Glück verstehen sich die vielen hier lebenden und streunenden Katzen recht gut, und es ist faszinierend, ihr Verhalten, ihre Beziehungen und ihre Hierarchien zu beobachten. Smurfy hat ein paar Bekannte, die er beim Vorbeigehen kurz beschnuppert, zwei Freunde, mit denen er spielt, und ein paar Feinde, die er anheult, aber Kämpfe sind selten. Es hilft wohl, dass Smurfy größer ist als die meisten anderen (dank seiner proteinreichen Ernährung von klein auf) und überraschend gutmütig gegenüber anderen Katzen (wer hätte das gedacht, nachdem er uns so gerne haut).
Aus irgendeinem komischen Grund haben die zahlreichen Hunde, die hier leben durchziehen, panische Angst vor Katzen und machen einen großen Umweg, sobald sie eine Katze sehen. Smurfy hat das sofort überknausert und jagt mit Begeisterung Hunde – egal wie groß sie sind.
2026
10
May
Rundumerneuerung
Wir sind jetzt schon fast zwei Monate in Zekes Werft in Carmen. Die Arbeit geht gut voran: Deck, Transom und Cockpit wurden kurz vor Beginn der Regenzeit fertig (puh!) und erstrahlen jetzt in neuem Glanz. Wir haben ein neues Bimini-Gestänge aus Aluminiumrohren schweißen lassen und unser treuer Yanmar-Motor hat sein 5000-Stunden-Service bekommen.
Jetzt geht die Arbeit unter Deck weiter: Wir konnten unsere Maler behalten (obwohl andere Cruiser sie uns wegschnappen wolllten
). Die beiden haben auf Deck zuverlässige und qualitativ hochwertige Arbeit geleistet, und jetzt lackieren sie innen weiter! Wir haben die Achterkabine und die Nasszelle komplett ausgeräumt (wir haben alle Sachen aus den Kasteln in den Salon geräumt – es ist kein Zentimeter Platz mehr frei und alles stapelt sich hoch), und sie haben dort eine Woche lang geschliffen und lackiert. Sobald die Achterkabine fertig ist, verlagern wir sämtliches Klumpert dorthin, arbeiten weiter im Salon und schließlich muss alles, was sich in der Vorderkabine bis unter die Decke stapelt, in den Salon umziehen – ihr könnt euch das Chaos vorstellen. Und wir haben eine Menge Zeug: In 15 Jahren an Bord haben wir alles angesammelt, was wir für unsere Arbeit, Hobbys, unser selbstgebrautes Bier, Ersatzteile, Material und natürlich Segel brauchen…
In der Zwischenzeit hat unser Tischler gerade damit begonnen, die Kombüse auseinander zu reissen, um neue Arbeitsflächen und eine neue, bessere Lösung für die Deckel unseres Toplader-Kühlschranks einzubauen.
Die Nachfrage übersteigt das Angebot an Arbeitskräften, und die Ersatzteilbestellung gestaltet sich schwierig und zeitaufwendig. Viele Bootsbesitzer kommen mit großen Projekten hierher und lassen ihre Boote komplett überholen. Als wir ankamen, waren wir daher etwas schockiert als wir hörten, dass viele der Segler bereits seit Monaten – in manchen Fällen sogar Jahren – hier waren. Wir überlegten kurz, einfach den Hut drauf zu hauen und zu flüchten, aber Pitufa brauchte dringend die umfassende Sanierung, die wir schon jahrelang aufgeschoben hatten.
Jetzt sind wir froh, dass wir das große Projekt angegangen sind! Es wird zwar noch eine Weile dauern, aber im Endeffekt wird sie wie neu aussehen ![]()







2026
07
May
Hürdenlauf für jede Erledigung auf den Philippinen
Kennst ihr den Queen-Song „I’m Going Slightly Mad“? Ich summe und singe ihn in letzter Zeit immer öfter vor mich hin. Ich bin ein schneller und effizienter Mensch, somit macht es mich wahnsinnig, wie umständlich und zeitaufwändig sich jede kleinste Erledigung auf den Philippinen gestaltet.
Hier ein Beispiel: Ich habe seit einiger Zeit Probleme mit meinen Augen. Nach einer Laserkorrektor vor 20 Jahren bin ich langsam wieder kurzsichtig geworden. Dazu kommen massive Glaskörpertrübungen und Schleier vor den Augen sowie eine beginnende altersbedingte Weitsichtigkeit. Das verursacht mir Kopfschmerzen und macht es mir unmöglich, am Computer zu arbeiten, somitb wollte ich einen Spezialisten aufsuchen, um die Behandlungsmöglichkeiten zu besprechen.
Ich rief in einer Klinik in Cebu an und bekam einen Termin für letzten Mittwoch um 11:30 Uhr. Also war ich um halb neun unten an der Straße, um auf den Bus zu warten, weil die Fahrt über die holprige und staubige Straße bis zum Stadtrand etwa anderthalb Stunden dauert. Dann braucht man noch einmal eine halbe Stunde im Stop-and-Go-Verkehr bis in die Stadt und schließlich noch einmal eine Stunde, um von einem Stadtteil Cebus zum anderen zu gelangen.
Ich kam also um 11 Uhr in der Klinik an, nur um zu erfahren, dass der Arzt heute in einer anderen Filiale Patienten behandle – diesmal nahm ich ein Taxi. Um 11:30 Uhr wurde mir dann gesagt ich sollte mich anstellen, um eine Nummer zu bekommen. Dann hieß es: „Kommen Sie um 14 Uhr wieder.“ Ich vertrieb mir zwei Stunden in der Gegend (keine Zeit für irgendwelche Erledigungen in anderen Stadtteilen), kam um 14 Uhr wieder, wartete bis 15 Uhr, bis ich endlich aufgerufen wurde. Eine oberflächliche Untersuchung, Augentropfen zur Pupillenerweiterung, wieder eine Stunde Wartezeit, dann um 16 Uhr eine weitere Untersuchung und den Rat, mir eine Lesebrille zu besorgen – nicht gerade die fachkundige Meinung, die ich mir erhofft hatte. Außerdem war an diesem Tag kein Optiker in der Klinik, also wurde ich gebeten, ein anderes Mal wiederzukommen. Toll, mitten im Berufsverkehr und mit einem weiteren Bus nach Carmen kam ich erst um 20:30 Uhr heim: 12 Stunden verschwendet.
Wozu überhaupt Termine vereinbaren, wenn es doch eine Warteschlange gibt? Warum nicht einfach telefonisch Termine vergeben, im 20-Minuten-Takt, damit man wie in jedem anderen Land pünktlich zum Arzt kommt?
Am nächsten Tag wurde ich recht schnell vom Optiker bedient, bekam mein Brillenrezept, suchte mir ein Gestell aus und wollte mit Karte zahlen, was aber nicht möglich war, obwohl die Praxis Kartenzahlung akzeptiert – nur eben nicht für Brillen. Die Geldautomaten in der Nähe funktionierten nicht, also gab ich auf.
Ein weiterer Versuch bei einem anderen Optiker näher an Carmen war erfolgreicher. Nach etwa zwei Stunden konnte ich mir endlich die Gläserqualität aussuchen, “beraten” von zwei Damen, die hinter dem Tresen kichernd den Eindruck erweckten, dass sie ihre Preislisten selber gerade erst das erste Mal durchschauten… Meine Frage, ob sie mir Tageslinsen bestellen könnten, führte zu einer halben Stunde Telefonate: Ja, sie könnten bestellen, aber nur in großen Mengen; nein, eigentlich nur zwei Packungen; nein, die seien nicht verfügbar; und ob ich denn „ein Beispiel meiner vorherigen Linsen“ hätte? Was bitte für ein Beispiel? „Vielleicht ein Foto von der Box?“, fragten sie. Das war der Moment, wo ich mich umdrehte, um nach der verstecken Kamera zu suchen.
Aber nein, kein Witz. Nur der ganz normale Wahnsinn auf den Philippinen…





2026
24
Apr
Wasserspender gegen Wegwerf-Plastikflaschen
Auf Pitufa machen wir unser Wasser mit Sonnenenergie und trinken natürlich auch das selbst produzierte Wassermacherwasser, somit kaufen wir nie Trinkwasser. Nachdem ich viel zu viele Plastikflaschen als Müll im Meer treiben sehe und kleine Inseln buchstäblich mit Plastikmüll bedeckt sind, ist der Verzicht auf Einwegflaschen für mich fast schon eine Religion. ![]()
Deshalb machte ich mir Sorgen, wie wir als Landratten mit Pitufa in der Werft an Trinkwasser kommen würden. Zum Glück gibt es hier überall Wasserspender! Im Hotel und in der Werft bestellen wir jede Woche Austauschcontainer für nur etwa einen Euro. Selbst auf den Straßen der Stadt sieht man Leute, die ihre Wasserflaschen an Automaten für ein paar Pesos auffüllen! Es gibt separate Müllcontainer für Plastikflaschen und Aluminiumdosen, und ich habe sogar gesehen, wie arme Leute diese aus den normalen Mülltonnen geholt haben. Es muss also Recyclingzentren geben, die das Material ankaufen.
Ja, es gibt trotzdem noch viel Müll auf den Straßen, aber Wasserspender und Pfand auf Flaschen sind schon große Schritte hin zu einer saubereren Umwelt!


































