deen

2026
31
Jul

Wieder daheim auf Pitufa!

Nach 4 Monaten mit Pitufa in der Werft und uns im Hotel, sind wir jetzt endlich wieder an Bord! Es sind noch hundert Sachen fertig zu machen, rundherum schaut’s aus und wir tragen durch Bunkerkäufe noch zum allgemeinen Chaos bei, aber wir sind einfach nur erleichtert und glücklich wieder daheim zu sein :-)
Das Landleben is echt nix für uns ;-) Damit’s ganz sicher nicht fad wird, haben wir jetzt neue Crew! Ich werde sie euch, liebe Freunde und Mitleser, bald ausführlich vorstellen.




2026
20
Jul

Die Philippinen sind schön…WENN…

…WENN man gut im Wegschauen ist.
Wenn man das blaue Meer bewundert (und die Unmengen Müll ignoriert, die die Flüsse ins Meer tragen).
Wenn man die lustigen, bunten Busse und Dreiradler beobachtet (und nicht auf die Staubwolken und den Rauch achtet, der über der Straße hängt).
Wenn man bei den billigen, kleinen Essenstandln einkauft (und die räudigen, hungrigen Straßenkatzen und -hunde nicht sieht).
Wenn man in die glänzenden Shopping Malls geht (und die ausgestreckten Hände der bettelnden Kinder nicht beachtet und den Obdachlosen, der eine zerquetschte Frucht vom Asphalt kratzt und seine Finger ableckt).
Wenn man mit der lächelnden Reinigungsfrau trascht (und sie nicht fragt wieviel sie verdient: 400 Pesos am Tag, das sind etwa 6 Euro).
Ich hab keinen Filter. Ich sehe alles, ich nehme alles auf und es zieht mich nach unten. Manchmal fühle ich mich so schwer und traurig, dass ich es fast nicht durch den Tag schaffe.
Somit ermuntern wir Leute die Mistkübel zu verwenden, nehmen Streuer auf, geben unseren Arbeitern Trinkgeld und versuchen unser Bestes.

2026
13
Jul

Alle großen Projekte auf Pitufa fertig!

Seit Pitufa zurück im Wasser ist, hatten wir noch keinen Tag frei:
Christian installierte zwei riesige Solarpaneele, die statt unserem alten Bimini ein Dach über dem Cockpit bilden. Dummerweise kam eins davon zerbrochen an, wir haben’s aber trotzdem installiert, während wir auf den Ersatz warten. Wieder eine Komplikation und Verzögerung…

Küche und Bad haben hübsche, neue Arbeitsflächen bekommen:



Dann haben wir das Vorstag getauscht: natürlich ging auch hierbei nichts glatt. Erst wollte das alte Stag nicht heraus (eine wohlmeinende Seele in Grenada hat alles mit Sikkaflex verklebt…), dann stellte sich heraus, dass das neue Stag ein Eizerl zu kurz war. Am Ende haben wir alles wieder raufgebracht, aber es hat einen ganzen Tag gedauert und zwischendurch sind wir ein paar Mal verzweifelt. Dank vieler helfender Hände (merci Thomas und Soraya für einen ganzen Arbeitstag) waren wir am Abend dann doch fertig.




AND we finally got rid of our old kerosene oven, ripped everything out of the gimballed oven to turn it into storage, did a thorough cleaning and installed an induction stove in the stainless steel plate!



Natürlich bleiben noch ein Dutzend kleinerer Jobs, aber die großen Projekte sind alle fertig!!

2026
26
Jun

Auf dem Trockenen

Das Boot hier an Land zu bringen, ist ein ziemliches Abenteuer: Bei Voll- oder Neumond (wenn die Gezeiten besonders hoch sind) fährt man in ein Gestell im seichten Wasser; bei Niedrigwasser wird dieses Gestell dann die Rampe hinaufgezogen, damit man am Boot arbeiten kann. Um wieder ins Wasser zu gelangen, läuft das Ganze in umgekehrter Reihenfolge ab…
Im Laufe der letzten 18 Jahre hatten sich bei uns etliche Schichten Antifouling angesammelt. Normalerweise war es meine Aufgabe, die losen Partien abzuschleifen, und dann haben wir einfach die nächste Schicht aufgetragen… Diesmal nutzten wir die Gelegenheit und engagierten ein ganzes Team von Arbeitern, die etwa zwei Wochen damit verbrachten, Pitufa bis auf die Epoxid-Schicht herunterzuschleifen – erst von Hand, später mit einem Exzenterschleifer und schließlich noch einmal mit Winkelschleifer und Exzenterschleifer für den Feinschliff.
Wir konnten hier auf den Philippinen unser geliebtes „Carboline Alloy Plus“-Antifouling nicht bekommen (das einzige Antifouling für Aluminium, das bei uns bisher über Jahre hinweg funktioniert hat). Schließlich entschieden wir uns für das einzige verfügbare Produkt für Aluminium: Nexeon 710. Laut Hersteller PPG handelt es sich um ein „innovatives, kupferfreies Antifouling mit extrem geringem Reibungswiderstand“, das jedoch hauptsächlich bei Frachtschiffen zum Einsatz kommt. Wir sind gespannt, wie es sich bewähren wird.
Christian nutzte die Gelegenheit zudem, um das Wellenlager zu überprüfen – es war wie immer interessant, den Propeller herunter zu bekommen ;-)




2026
13
Jun

Lackierarbeiten fertig!!

Unsere beiden Maler Genesis und Jay Ar haben zweieinhalb Monate lang sechs Tage die Woche an Pitufa gearbeitet. Jetzt sind sie fertig und – ehrlich gesagt – sie fehlen mir ein bissl. Besonders während Christians einmonatiger Abwesenheit haben sie mir bei all den Arbeiten geholfen, die ich mit meinen Rippen nicht schaffe: Sachen schleppen, Pakete abholen, etc. Vielen Dank!
Sie begannen draußen (mit dem Schleifen und Streichen von Deck, Cockpit und Transom) und lackierten anschließend sämtliches Holz unter Deck, von der Achterkabine bis zur Vorderkabine, inklusive Schränke und Boden. Zum Schluss schliffen, spachtelten und strichen sie unseren (vormals) undichten Wassertank (wir verwendeten eine spezielle lebensmittelechte Tankfarbe).
Am letzten Tag baten wir sie, ihr Kunstwerk zu signieren :-)





2026
26
May

Schiffskatze an Land

Für Smurfy ist das Leben an Land eine ziemliche Herausforderung: Katzenfreunde (und -feinde) finden, auf Bäume klettern, nachts herumstreifen – alles ist neu für ihn. Normalerweise machen wir früh morgens einen gemeinsamen Spaziergang, dann verbringt er den Tag schlafend in unserem Hotelzimmer, abends gehen wir noch einmal spazieren und nach dem Abendessen verschwindet er für die Nacht – auf geheimnisvollen Missionen, die nur Katzen kennen.

Zum Glück verstehen sich die vielen hier lebenden und streunenden Katzen recht gut, und es ist faszinierend, ihr Verhalten, ihre Beziehungen und ihre Hierarchien zu beobachten. Smurfy hat ein paar Bekannte, die er beim Vorbeigehen kurz beschnuppert, zwei Freunde, mit denen er spielt, und ein paar Feinde, die er anheult, aber Kämpfe sind selten. Es hilft wohl, dass Smurfy größer ist als die meisten anderen (dank seiner proteinreichen Ernährung von klein auf) und überraschend gutmütig gegenüber anderen Katzen (wer hätte das gedacht, nachdem er uns so gerne haut).

Aus irgendeinem komischen Grund haben die zahlreichen Hunde, die hier leben durchziehen, panische Angst vor Katzen und machen einen großen Umweg, sobald sie eine Katze sehen. Smurfy hat das sofort überknausert und jagt mit Begeisterung Hunde – egal wie groß sie sind.




2026
10
May

Rundumerneuerung

Wir sind jetzt schon fast zwei Monate in Zekes Werft in Carmen. Die Arbeit geht gut voran: Deck, Transom und Cockpit wurden kurz vor Beginn der Regenzeit fertig (puh!) und erstrahlen jetzt in neuem Glanz. Wir haben ein neues Bimini-Gestänge aus Aluminiumrohren schweißen lassen und unser treuer Yanmar-Motor hat sein 5000-Stunden-Service bekommen.

Jetzt geht die Arbeit unter Deck weiter: Wir konnten unsere Maler behalten (obwohl andere Cruiser sie uns wegschnappen wolllten ;-) ). Die beiden haben auf Deck zuverlässige und qualitativ hochwertige Arbeit geleistet, und jetzt lackieren sie innen weiter! Wir haben die Achterkabine und die Nasszelle komplett ausgeräumt (wir haben alle Sachen aus den Kasteln in den Salon geräumt – es ist kein Zentimeter Platz mehr frei und alles stapelt sich hoch), und sie haben dort eine Woche lang geschliffen und lackiert. Sobald die Achterkabine fertig ist, verlagern wir sämtliches Klumpert dorthin, arbeiten weiter im Salon und schließlich muss alles, was sich in der Vorderkabine bis unter die Decke stapelt, in den Salon umziehen – ihr könnt euch das Chaos vorstellen. Und wir haben eine Menge Zeug: In 15 Jahren an Bord haben wir alles angesammelt, was wir für unsere Arbeit, Hobbys, unser selbstgebrautes Bier, Ersatzteile, Material und natürlich Segel brauchen…

In der Zwischenzeit hat unser Tischler gerade damit begonnen, die Kombüse auseinander zu reissen, um neue Arbeitsflächen und eine neue, bessere Lösung für die Deckel unseres Toplader-Kühlschranks einzubauen.

Die Nachfrage übersteigt das Angebot an Arbeitskräften, und die Ersatzteilbestellung gestaltet sich schwierig und zeitaufwendig. Viele Bootsbesitzer kommen mit großen Projekten hierher und lassen ihre Boote komplett überholen. Als wir ankamen, waren wir daher etwas schockiert als wir hörten, dass viele der Segler bereits seit Monaten – in manchen Fällen sogar Jahren – hier waren. Wir überlegten kurz, einfach den Hut drauf zu hauen und zu flüchten, aber Pitufa brauchte dringend die umfassende Sanierung, die wir schon jahrelang aufgeschoben hatten.
Jetzt sind wir froh, dass wir das große Projekt angegangen sind! Es wird zwar noch eine Weile dauern, aber im Endeffekt wird sie wie neu aussehen :-)




2026
07
May

Hürdenlauf für jede Erledigung auf den Philippinen

Kennst ihr den Queen-Song „I’m Going Slightly Mad“? Ich summe und singe ihn in letzter Zeit immer öfter vor mich hin. Ich bin ein schneller und effizienter Mensch, somit macht es mich wahnsinnig, wie umständlich und zeitaufwändig sich jede kleinste Erledigung auf den Philippinen gestaltet.

Hier ein Beispiel: Ich habe seit einiger Zeit Probleme mit meinen Augen. Nach einer Laserkorrektor vor 20 Jahren bin ich langsam wieder kurzsichtig geworden. Dazu kommen massive Glaskörpertrübungen und Schleier vor den Augen sowie eine beginnende altersbedingte Weitsichtigkeit. Das verursacht mir Kopfschmerzen und macht es mir unmöglich, am Computer zu arbeiten, somitb wollte ich einen Spezialisten aufsuchen, um die Behandlungsmöglichkeiten zu besprechen.

Ich rief in einer Klinik in Cebu an und bekam einen Termin für letzten Mittwoch um 11:30 Uhr. Also war ich um halb neun unten an der Straße, um auf den Bus zu warten, weil die Fahrt über die holprige und staubige Straße bis zum Stadtrand etwa anderthalb Stunden dauert. Dann braucht man noch einmal eine halbe Stunde im Stop-and-Go-Verkehr bis in die Stadt und schließlich noch einmal eine Stunde, um von einem Stadtteil Cebus zum anderen zu gelangen.

Ich kam also um 11 Uhr in der Klinik an, nur um zu erfahren, dass der Arzt heute in einer anderen Filiale Patienten behandle – diesmal nahm ich ein Taxi. Um 11:30 Uhr wurde mir dann gesagt ich sollte mich anstellen, um eine Nummer zu bekommen. Dann hieß es: „Kommen Sie um 14 Uhr wieder.“ Ich vertrieb mir zwei Stunden in der Gegend (keine Zeit für irgendwelche Erledigungen in anderen Stadtteilen), kam um 14 Uhr wieder, wartete bis 15 Uhr, bis ich endlich aufgerufen wurde. Eine oberflächliche Untersuchung, Augentropfen zur Pupillenerweiterung, wieder eine Stunde Wartezeit, dann um 16 Uhr eine weitere Untersuchung und den Rat, mir eine Lesebrille zu besorgen – nicht gerade die fachkundige Meinung, die ich mir erhofft hatte. Außerdem war an diesem Tag kein Optiker in der Klinik, also wurde ich gebeten, ein anderes Mal wiederzukommen. Toll, mitten im Berufsverkehr und mit einem weiteren Bus nach Carmen kam ich erst um 20:30 Uhr heim: 12 Stunden verschwendet.

Wozu überhaupt Termine vereinbaren, wenn es doch eine Warteschlange gibt? Warum nicht einfach telefonisch Termine vergeben, im 20-Minuten-Takt, damit man wie in jedem anderen Land pünktlich zum Arzt kommt?

Am nächsten Tag wurde ich recht schnell vom Optiker bedient, bekam mein Brillenrezept, suchte mir ein Gestell aus und wollte mit Karte zahlen, was aber nicht möglich war, obwohl die Praxis Kartenzahlung akzeptiert – nur eben nicht für Brillen. Die Geldautomaten in der Nähe funktionierten nicht, also gab ich auf.

Ein weiterer Versuch bei einem anderen Optiker näher an Carmen war erfolgreicher. Nach etwa zwei Stunden konnte ich mir endlich die Gläserqualität aussuchen, “beraten” von zwei Damen, die hinter dem Tresen kichernd den Eindruck erweckten, dass sie ihre Preislisten selber gerade erst das erste Mal durchschauten… Meine Frage, ob sie mir Tageslinsen bestellen könnten, führte zu einer halben Stunde Telefonate: Ja, sie könnten bestellen, aber nur in großen Mengen; nein, eigentlich nur zwei Packungen; nein, die seien nicht verfügbar; und ob ich denn „ein Beispiel meiner vorherigen Linsen“ hätte? Was bitte für ein Beispiel? „Vielleicht ein Foto von der Box?“, fragten sie. Das war der Moment, wo ich mich umdrehte, um nach der verstecken Kamera zu suchen.
Aber nein, kein Witz. Nur der ganz normale Wahnsinn auf den Philippinen…




2026
24
Apr

Wasserspender gegen Wegwerf-Plastikflaschen

Auf Pitufa machen wir unser Wasser mit Sonnenenergie und trinken natürlich auch das selbst produzierte Wassermacherwasser, somit kaufen wir nie Trinkwasser. Nachdem ich viel zu viele Plastikflaschen als Müll im Meer treiben sehe und kleine Inseln buchstäblich mit Plastikmüll bedeckt sind, ist der Verzicht auf Einwegflaschen für mich fast schon eine Religion. ;-)
Deshalb machte ich mir Sorgen, wie wir als Landratten mit Pitufa in der Werft an Trinkwasser kommen würden. Zum Glück gibt es hier überall Wasserspender! Im Hotel und in der Werft bestellen wir jede Woche Austauschcontainer für nur etwa einen Euro. Selbst auf den Straßen der Stadt sieht man Leute, die ihre Wasserflaschen an Automaten für ein paar Pesos auffüllen! Es gibt separate Müllcontainer für Plastikflaschen und Aluminiumdosen, und ich habe sogar gesehen, wie arme Leute diese aus den normalen Mülltonnen geholt haben. Es muss also Recyclingzentren geben, die das Material ankaufen.
Ja, es gibt trotzdem noch viel Müll auf den Straßen, aber Wasserspender und Pfand auf Flaschen sind schon große Schritte hin zu einer saubereren Umwelt!

2026
02
Apr

Primer auf Deck und andere Wartungsarbeiten

Unsere zwei Lack-Experten von Zeke’s Boatyard machen tolle Fortschritte: nach zwei Schichten Primer haben sie das Deck mit Filler ausgeglichen, der jetzt wieder geschliffen wird, bevor eine weitere Schicht Primer drüber kommt.
In der Zwischenzeit holen wir alle Schritte nach, die wir in den letzten Jahren an Bord verpasst haben und machen mit vollgestopften Dreiradlern und Minibussen Wege ins nahegelegene Danao, wo arme Leute in zusammengeschusterten Standln allerhand Waren und Reparaturen anbieten, daneben glänzende Shopping Malls voller klimatisierter Luxusgüter.
Ein Ausflug in die nächste größere STadt Cebu bedeutet etwa anderthalb Stunden mit dem Bus ohne Stoßdämpfer durch alle Schlaglöcher der Welt, an Tagen mit viel Verkehr kann’s auch mal 4 Stunden dauern (wie uns leidgeprüfte Segler erzählt haben).
Neben Wartungen an Pitufa nehmen auch wir die Gelegenheit für Check-Ups wahr!






2026
28
Mar

Werftprojekte in Zeke’s boatyard: Deck

Als wir Pitufa kauften, hatte der Vorbesitzer den Rumpf gerade neu lackieren lassen, das Deck aber noch nicht. Er gab uns einen kleinen Rabatt und die bereits gekaufte Farbe. Nach der Überfahrt nach Kroatien legten wir los – und verzweifelten bald. Einige Stellen ließen sich leicht entfernen, der Rest war jedoch unmöglich: Die rutschfeste Lackschicht war steinhart, der Filler zäh wie Beton und die Grundierung hatte sich einfach ins Metall eingegraben und widersetzte sich jedem Mittel. Wir versuchten es mit Erhitzen, mit chemischem Abbeizer – nichts half. Wir gaben unser Bestes (und viel Schweiß) mit unseren Winkelschleifern, schafften es, den Lack vom Achterdeck und Cockpit zu entfernen, und dann war Schluss. Wir dachten, wir würden nie losfahren, wenn wir bei diesem Projekt feststeckten, und segelten letztendlich mit halbfertigen Lackarbeiten los. Bei einem Aluminiumboot ist der Lack nur kosmetisch, die blanken Stellen waren (noch) nicht groß genug, um im nassen Zustand darauf auszurutschen, somit verschoben wir das Projekt immer wieder.

Endlich sind wir in einer Werft, wo wir uns an größere Projekte machen können. Wir kamen vor zwei Wochen bei Zeke’s boatyard in Carmen (Philippinen) an und besprachen unsere lange Liste an Projekten mit Zeke. Die Aufträge werden nach dem Prinzip „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“ vergeben, daher ist hier etwas Geduld gefragt. Es ist unerlässlich, jeden Morgen um 7 Uhr beim Briefing dabei zu sein, wo die Aufgaben, Bestellungen und Arbeiter für den Tag eingeteilt werden. Viele Segler hier warten schon seit Monaten (manche sogar seit Jahren!) auf große Projekte.

Bisher geht es bei uns recht schnell voran: Nach nur zwei Tagen hatten wir bereits einen Liegeplatz im Hafenbecken, wo die Arbeiten beginnen können (später müssen wir an Land). Es war eine ziemliche Herausforderung, Pitufa in das enge, überfüllte Becken zu manövrieren, aber alles ging gut ;-) Am nächsten Tag begannen bereits zwei Arbeiter mit dem Deckprojekt: Idealerweise hätten wir das Deck sandstrahlen lassen, aber das ist hier nicht möglich, daher wird es von Hand geschliffen. Unsere beiden Arbeiter haben sieben volle Tage harter Arbeit in brütender Hitze und staubiger Umgebung geleistet, um Pitufa wieder zum Glänzen zu bringen und ihr blankes Aluminiumdeck freizulegen! Ohne sie hätten wir das nie geschafft.

Endlich sind wir auf einer Werft, wo wir uns an größere Projekte machen können. Wir kamen vor zwei Wochen bei Zekes Werft in Carmen (Philippinen) an und besprachen unsere lange Liste an Projekten mit Zeke. Die Aufträge werden nach dem Prinzip „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“ vergeben, daher ist hier Geduld gefragt. Es ist unerlässlich, jeden Morgen um 7 Uhr beim Briefing dabei zu sein, um die Aufgaben und Arbeiter für den Tag einzuteilen und die Bestellungen zu koordinieren. Viele Segler hier warten schon seit Monaten (manche sogar seit Jahren!) auf uns und arbeiten an großen Projekten.

Unser schwimmendes Zuhause ist natürlich völlig verstaubt, überall liegt Werkzeug herum und es herrscht eine extreme Sauna-ähnliche Hitze, da alle Luken geschlossen sind. Unmöglich, dort zu leben. Zum Glück haben wir ein wirklich nettes Zimmer in Gehdistanz zur Werft gefunden – mit Garten, Restaurant und sogar einem Swimmingpool! Eine grüne Oase fernab von Staub, Lärm und dem Chaos der Werft…





2026
19
Mar

Einklarieren in Surigao (Philippinen)

Surigao genießt den Ruf, einer der freundlichsten Häfen der Philippinen zu sein. Wir hatten unsere pre-arrival Dokumente an mehrere Dutzend E-Mail-Adressen geschickt und sollten uns mit einer Mitarbeiterin des Tourismusbüros treffen, die uns zu allen Ämtern begleiten würde. Das taten wir auch, und alle waren tatsächlich sehr freundlich, aber es dauerte den ganzen Tag. Zum einen, weil die Zollbeamten anderthalb Stunden brauchten, um alle Dokumente, die ich zuvor zweimal ausgefüllt hatte, handschriftlich zu kopieren (und ja, es gibt mehrere Kopierer im Büro), aber hauptsächlich, weil uns die Mitarbeiterin des Tourismusbüros zum Mittagessen in ein Restaurant auf der anderen Seite der Stadt, weit weg von den Beamten, führte ;-) Es regnete den ganzen Tag in Strömen, aber mit einem lautstark knatternden Tricycle (das Hauptverkehrsmittel) sahen wir praktisch die ganze Stadt (und zwar mehrmals).

Am nächsten Tag gingen wir einkaufen und waren positiv überrascht von der Auswahl in den Supermärkten. Der Markt hatte tolles, frisches Obst und Gemüse, und wir aßen an einem kleinen Stand verschiedene Kleinigkeiten zum Mittagessen (für nur 2 Euro!). Surigao ist laut und es war nass und gatschig, als wir dort waren (also kein besonders guter subjektiver Eindruck), aber es liegt nicht viel Müll auf den Straßen und wir haben sogar Recyclingcontainer für verschiedene Materialien gesehen :-)



2026
12
Mar

15% Rabatt auf alle Pitufinos!

Während langer Nachtwachen ist der Pitufino mein bester Freund: dank Christians Bootsdaten-Gateway kann ich gemütlich auf der Couch sitzen und hab trotzdem alle Instrumente auf dem Smartphone im Blick. Ich sehe AIS Ziele, kann Änderungen in der Windrichtung und – stärke beobachten und sogar den Autopiloten fernsteuern! Klar gehe ich trotzdem alle 10 bis 15 Minuten ins Cockpit, um nach Lichtern, Squalls, etc. einen Rundumblick zu machen.

2026
10
Mar

Törn zu den Philippinen

860 Seemeilen waren unser weitester Törn seit Langem. Seit wir unseren Smurfy haben, vermeiden wir Überfahrten, die länger als ein oder zwei Tage sind, weil er sehr ungeduldig und gelangweilt wird und wir ständig aufpassen müssen, dass er keinen Blödsinn anstellt – wie zum Beispiel auf das Bimini zu springen, während das Boot heftig schaukelt… Unsere Sorgen waren unbegründet, denn das Wetter war so schlecht, dass ihm kalt und etwas mulmig war, und nur dann wird er kuschelig (normalerweise hält er wenig von Körperkontakt). Auf diesem Törn bekamen wir mehr schlumpfige Zärtlichkeit als sonst in einem Monat – eine Kuschelkatze auf dem Schoß ist die stürmische Segelei wert ;-)

Letztendlich dauerte der gefürchtete Langstreckentörn nur 6 Tage, dank starkem Wind und einer freundlichen Strömung. Es war sportliches Segeln mit vielen Squalls, Manövern und sintflutartigem Regen, aber es war schön zu sehen, wie die Meilen in Rekordzeit dahinflogen, während Pitufa ihr bestes Etmal seit der Atlantiküberquerung schaffte: 168 Seemeilen in 24 Stunden sind sehr beeindruckend für unser kleines, aber schweres Boot mit klassischem Design und kurzer Wasserlinie :-)



2026
06
Mar

Fotos von Sorol

Sorol, Mikronesien

Unser letzter Stopp in Mikronesien war bei einem unbewohnten Atoll weit weg von Nachbarn - einer der wenige Orte mit großen Seevogelkolonien! Sogar bodennistende Arten wie Maskentölpel, Weißbauchtölpel und Tropikvögel, die sonst überall durch menschliches "Ernten" ausgerotten wurden. Leider sahen wir auf 2 der Motu Warane (von den Japanern ausgesetzt, sehr schlau), somit haben weder Vogel- noch Schildkröteneier eine Chance dort (wir sahen viele Spuren). Wir beobachteten die Vögel aus der Ferne, um sie nicht zu stressen. Die Unterwasserwelt war auch toll, mit viel Diversität und einer irren Biomasse! So schön, wenn Fischis angstfrei in die Kamera schauen ;-)

(26 Fotos)

Older posts «