deen

2021
25
Okt

Gerade genug Tourismus

Die meisten Leuten werden zustimmen, dass Massentourismus und die damit einhergehende Umweltverschmutzung und -zerstörung schlecht für die Natur ist. Ein gewisses Maß an öko-freundlichem Tourismus ist hingegen gut für den Umweltschutz:
Sobald Wildtiere eine Touristenattraktion darstellen, macht man mehr Dollar mit ihnen so lange sie leben und posieren, als wenn man sie schießt und isst (oder schlimmer, exportiert). Fakarava ist einer der Orte, die eine gute Balance haben: nur ein paar Tauchbasen und Pensionen an Land. Obwohl die Einheimischen in den meisten Ecken der Lagune immer noch harpunieren, merkt man doch, dass die von Touristengruppen besuchten Riffe verschont bleiben. Wir sind gerade bei einem nahe gelegenen Korallenkopf geschnorchelt – eine unglaubliche Diversität und Menge an Fischen. Wie ein Aquarium! Und nachdem die Fischis nicht gejagt werden, schauen sie ohne Angst in die Kamera :-) Wenn nur mehr von den Tuamotus Tauchshops und ein paar Touristen hätten…

2021
23
Okt

Stürmische Ankunft

Wir raten Neuankömmlingen in den Tuamotus immer, dass sie ihre Ankunft bei einem neuen Atoll für den Morgen timen sollen. Dann heißts den Pass beobachten und erst bei idealen Bedingungen soll man hineinfahren (Wind und Strömung in der gleichen Richtung, Abschnitte mit starker Strömung seitlich umfahren, etc.). Natürlich waren wir schneller unterwegs als geplant (wir segelten 6 bis 7 Knoten in Wind 25 + von der Seite), natürlich erreichten wir Fakarava weit nach Einbruch der Dunkelheit um 22 Uhr und natürlich wollten wir nicht die ganze Nacht abwarten. Somit hörten wir nicht auf unsere guten Ratschläge, sondern fuhren trotzdem in den Pass. Der Nordpass ist riesig, wir sind schon ein Dutzend Mal hinein gefahren, aber es war doch ein Adrenalinkick im Dunkeln die Wellen hinunter zu surfen, mit nur dem Blinkelicht neben dem Pass als Anhaltspunkt zum Peilen. Alles ging gut und wir fanden mit Hilfe von GPS Tracks und Satellitenbildern gleich neben dem Pass einen sandigen Ankerfleck.

2021
22
Okt

Nordwind

Wir sind gestern ein wenig zu früh losgesegelt und hatten einen langsamen Start (was uns recht oft passiert), aber der Wind hat bald zugenommen und wir segeln im Halbwind über 6 Knoten in ca. 20 Knoten Nordwind. Wir haben uns für einen Kurs zwischen den Atollen entschieden, bei dem wir oft im Wellenschatten sind, somit ist es recht gemütlich. Der Wetterbericht sagt aber stärkeren Wind für heute voraus, vielleicht müssen wir bald reffen.

2021
21
Okt

Ostwärts

Die vorherrschende Windrichtung im Passatwindgürtel ist Ost. Die Atollkette der Tuamotus erstreckt sich östlich von Tahiti. Um diese zu erreichen, und um die Kette entlang ostwärts zu hüpfen, bieten sich Winddreher an, die von vorbeiziehenden Trögen oder Tiefs verursacht werden. Wir sind erst eine kurze Weile in Tikehau und möchten gern noch ein bissl bleiben, aber der Wetterbericht zeigt ein zweitägiges Wetterfenster mit Nordwestwind – eine zu gute Chance, um sie vorbei gehen zu lassen… Somit segeln wir heute Richtung Fakarava los!

2021
18
Okt

Angekommen in Tikehau

Wir sind vor zwei Tagen nach einem rauhen, letzten Segeltag mit Wind über 20 Knoten (und wenn man hart am Wind hinein prescht fühlt sich das gleich noch mehr an) angekommen, sind mit dem ersten Licht durch den Pass gesegelt und waren froh, dass wir von einem früheren Besuch noch GPS Spuren hatten. So bald in der Früh steht die Sonne noch so niedrig über dem Horizont, dass man unter der glitzerenden Oberfläche die Korallenköpfe nicht ausmachen kann, somit ist einem GPS Track gaaanz genau zu folgen, die einzige Art die geschützte Lagunenseite sicher zu erreichen.

Es hat die ganze Zeit geblasen, aber wir haben das Vorsegel zwischen zwei Squalls herunter gebracht, es zwischen 2 Squalls halbwegs getrocknet und so können wir es heute reparieren: während des rauhen Törns wurde die Naht einer früheren Reparatur herausgerissen – heute nähen wir das Dacron auf jeden Fall mit einer Doppelnaht nieder ;-)

2021
15
Okt

Langsamer Start

Wir hatten einen langsamen Start, weil der Wind mit Verspätung einsetzte, somit geht sich Makatea nicht bei Tageslicht aus. Wir haben deshalb einen Kursänderung auf Tikehau vorgenommen. Der Wind ist jetzt stetig aus OSO und wir machen 5 Knoten. 108 Meilen noch!

2021
14
Okt

Auf See!

Endlich geht’s wieder los! Kein Facebook mehr, kein Internetsurfen, nur mehr Emails und Blog Posts (die automatisch auf FB gepostet werden) UND viel Blau, Türkis, Fischis, Haichens und hoffentlich ein paar Wale! Die kleine Insel Makatea liegt voraus, wir sollten morgen ankommen.

2021
14
Okt

Samtpfoten im Tierheim Linz

Das Tierheim Linz bietet unser Buch über Leeloo jetzt auch zum Verkauf: 5 Euro vom Verkaufspreis von 15 Euro gehen als Unterstützung ans Tierheim. Wenn ich an all die verstoßenen Samptpfoten denke, die dort auf neue Familien warten, tut mir das Herz weh… Wenn ihr überlegt, ein fellnasiges Familienmitglied aufzunehmen, kauft keine Katzerl oder Welpen von einem Züchter, sondern schaut euch erst einmal im Tierheim um. Die Tiere dort wünschen sich nichts mehr als eine neue Chance auf ein glückliches Leben…
Vielen Dank ans Team des Tierheim Linz: https://www.tierheim-linz.at/

2021
14
Okt

Auf Samtpfoten Richtung Tierschutz

Dr. Schneck, unser Tierarzt in Graz, hat uns vor unserer Abreise dabei geholfen alle Impfungen, Zertifikate und Titerbestimmungen zeitgerecht hinzubekommen und stand uns auch unterwegs als Ferndoktor immer mit gutem Rat zur Seite. Jetzt liegt “Auf Samtpfoten Richtung Horizont” in seiner Ordination in der Elisabethstr. 18 in Graz auf. Vom Verkaufspreis von 15 Euro pro Buch gehen 5 Euro an den Tierschutz. Danke Dr. Schneck!

https://www.tierarzt-schneck.at/

2021
11
Okt

Wir verlassen Tahiti

…nur fuer einen Huepf hinueber nach Moorea, also kein richtiger Toern, aber zumindest ein netter Segeltag: flache See, eine stetige Brise und obwohl die normalerweise automatisierten Handgriffe etwas laenger dauerten als sonst, lief alles gut!

2021
04
Okt

Unser Artikel über Atollpässe im Cruising World Magazin

Cruising World ist seit 30 Jahren eins der renommiertesten Segelmagazine der Welt, somit ist es fast eine Ehre, dass wir in der aktuellen Ausgabe wieder einen Artikel haben :-) “Tackling the Pacific Atoll Passes” erklärt die Vielzahl der Faktoren, die die Strömungsverhältnisse in Pässen beeinflussen und gibt Tips und Tricks, wie man sicher in Lagunen hinein und auch wieder heraus kommt.

2021
03
Okt

Wir schreiben jetzt auch für Boating New Zealand!

Wir haben bereits eine schöne Liste von prestigeträchtigen Segelmagazinen in denen unsere Artikel regelmäßig publiziert werden, aber jetzt gibt’s Artikel made on Pitufa auch Downunder! Boating New Zealand, Neuseelands meistverkauftes und umfangreichstes Segelmagazin hat in der Oktoberausgabe einen unserer Artikel über die Tücken von modernen Navigationshilfen beim Segeln. “Blinded by Tech” warnt davor, dass auch die modernste Gerätschaften ordentliche Seemannschaft, eine Wache oder einen Ausguck nicht ersetzen können ;-)

Birgit Hackl, Christian Feldbauer: Blinded by Tech, Boating New Zealand, Oct. 2021, p. 124–127.

2021
02
Okt

Artikel über unsere Schiffskatze im All-at-Sea-Magazin

Birgit Hackl, Christian Feldbauer: Ten Years Cruising with a Ship’s Cat, All At Sea Caribbean, Oct. 2021, p. 52–54. Download the whole magazine for free.

2021
21
Sep

Wale!

Von Juli bis November kommen Buckelwale bis hier herauf nach Franz. Polynesien. Die Weibchen suchen den Schutz von Lagunen, wo sie ungestört von großen Räubern (und hoffentlich auch Menschen) ihre Babies zur Welt bringen können. Während dieser Zeit sieht man an Außenriffen, in Pässen und manchmal sogar an Ankerplätzen Gruppen von Walen. Wegen des Lockdowns waren wir heuer stationär und hatten erst heute unsere erste Walbegegnung der Saison! Wir haben die Gruppe nur von weitem gesehen, ein paar Rücken, dann riesige Schwanzflossen beim Abtauchen… Hoffentlich haben wir Glück und sehen noch mehr dieser beeindruckenden Riesen aus der Nähe!

2021
11
Sep

Hausverstand

Fr. Polynesien ist jetzt seit 2 Wochen im Lock-down. Geringe Impfraten führten zu einer Explosion der Fälle, sobald die Delta Variante hier ankam und ein Lock-down war unvermeidlich. Wir stimmen absolut zu, dass Maßnahmen zur Ausbreitung des Virus notwendig sind. Ja, es macht Sinn Gruppensport und Sportveranstaltungen zu verbieten, aber was soll es bringen, Surfer und Paddler, die alleine am Meer sind zu schikanieren? Letzte Woche hat die Polizei allen Ernstes Surfer kontrolliert, ob sie wohl brav ihr (nasses) Formular mit dabei haben. Man DARF nämlich Sport machen, aber nur mit Formular. Was soll es bringen, die Öffnungszeiten von Geschäften einzuschränken, wenn dann mehr Leute gleichzeitig in die Läden rennen? Die Polizei stoppt Autos und Fußgänger, um zu kontrollieren, ob sie wohl brav ihre Formulare mithaben. Ich habe nicht gesehen, dass sie sich zwischen zwei Kontrollen, die Hände desinfizieren. Impfstationen, die keine Termine ausgeben, führen dazu, dass Ungeimpfte gemeinsam Schlange stehen.

In dieser Situation wäre wirklich Hausverstand von Seiten der Behörden und von Seiten der Leute gefragt. Menschansammlungen meiden, Masken tragen und Hände waschen ist nicht so schwierig.
Wir versuchen derweil uns aus all dem rauszuhalten, Selbstisolation auf unserer autarken Nussschale ist angesagt ;-)

Ältere Beiträge «