deen

Dez
11

Nasse Matratze

Der Törn war bis jetzt grau, windig und regnerisch. Normalerweise haben wir die Luke über der Achterkabine beim Segeln offen, wenn es nicht allzu rauh ist, aber dieses Mal hatten wir wegen dem Regen nur einen Mini-Spalt mit einer Gummimatte auf der Wetterseite offen. Heute Morgen hörten wir einen Platsch gefolgt von einem Wusch – eine dieser Wellen, die unbedingt anders sein müssen als alle anderen war irgendwie über die Reling gebrochen und das Cockpit war voller Wasser. Erst nachdem wir dort aufgetrocknet hatten, fanden wir heraus, dass durch den kleinen Lukenspalt genug Wasser ins Schlafzimmer gefunden hatte, um das Bett einzuweichen… Das ist das erste Mal insgesamt, dass uns so ein Malheur passiert und wir haben keine Idee, wie wir die riesige, schwere und wabbelige Latexmatratze waschen und wieder trocken kriegen sollen…

Dez
09

Schwerer Abschied

Wir machen uns gerade fertig, um nach Rapa Iti zu segeln, weil ein (wackeliges) Wetterfenster in Sicht ist. Gestern haben wir noch einmal unsere einheimischen Freunde besucht und sind mit säckeweise Früchten und Gemüse beschenkt worden… Wir würden gern Weihnachten mit ihnen verbringen, aber die Zyklonsaison hat begonnen und wir müssen uns auf den Weg nach Osten machen.

Dez
08

Article on Anchoring in All-at-Sea Magazine

Birgit Hackl, Christian Feldbauer: Anchoring Games: Part One–Material and Basic Maneuvers, All At Sea Caribbean, December 2018, p. 30–34. Free download from allatsea.net.

Nov
27

Wir genießen Raivavae

Wir sind schon zum dritten Mal auf Raivavae, aber dieses Mal haben wir erstmals Glück mit dem Wetter – Sonne macht einen Riesenunterschied…
Wir teilen unsere Zeit zwischen Schreib-/Bootsprojekten und Freizeit mit Freunden auf. Vor drei Tagen sind wir auf den Mt. Hiro, den höchsten Berg der Insel, gewandert: 8 Cruiser hinter einander ;-)
Um zum Weg zu gelangen, mussten wir durch einen privaten Garten. Anstatt sich über die Besitzstörung zu beklagen, erwarteten uns die Hausbewohner schon mit einem Sack Litschis, Bananenstauden und Tarowurzeln als Geschenk, als wir nach einer superschönen Wanderung mit atemberaubenden Ausblicken wieder zurück kamen.

Aus Tahiti und Moorea hören wir immer öfter Berichte über Diebstähle und Vandalismus bei Cruisern – scheinbar haben manche Einheimische die vielen Segelboote satt.

Hier kommen noch nicht viele Segler her und jedes Mal, wenn wir vom Boot gehen, haben wir eine nette Begegnung. Gestern sind wir mit dem Dingi an Land gefahren, wo unsere Freunde von Avatar gerade ihre Klappräder für eine Inselrundfahrt auspackten. Dummerweise hatte eins der Räder einen Patschen. Eine junge Polynesierin, die mit uns getratscht und die Szene beobachtet hatte, brachte ganz selbstverständlich ihr eigenes Rad aus der Garage und borgte es unseren Freunden. Heute gingen wir frühmorgens in ein kleines Geschäft, fragten nach Baguettes (ausverkauft) und kauften dann ein paar andere Kleinigkeiten. Auf dem Weg nach draußen reichte uns die Verkäuferin plötzlich doch ein Baguette – sie hatte es von ihrem privaten Vorrat genommen und lehnte lächelnd jede Bezahlung ab.

Diese kleinen, spontanen Gesten machten das Leben auf abgelegenen polynesischen Inseln so nett und angenehm…

Nov
21

Weather forecasts for cruising in and around French Polynesia

I’ve just put a page on our blog that, on the one hand, summarizes all weather forecasts we’re using on Pitufa. It includes weather bulletins, surface-analysis charts, cyclone warnings, El-Niño discussions, and of course all Saildocs codes. On the other hand, the page also embeds all those current forecasts, so it may be a convenient all-in-one weather site for cruisers in French Polynesia. If you have any recommendations for other forecasts, let me know and might add it to the page.

The link to this site is www.Pitufa.at/weather-fp/.

Nov
17

Das Ende unseres Abenteuertörns

Am Donnerstag sind wir nach einer schnellen Segelnacht (trotz Leichtwindvorhersage) in Raivavae angekommen. Gerade als wir auf den Pass zufuhren begann es zu schütten wie aus Kübeln, die hohe Insel war komplett in den Wolken versteckt und wir waren froh, dass wir einer alten GPS Spur zu einem Ankerplatz folgen konnten, wo wir schon vor 4 Jahren waren. Am nächsten Morgen kam dann die Sonne heraus und der Nebel verzog sich von den steilen Klippen und schroffen Bergen, die Raivavae zu einer der hübschesten Inseln in Französisch Polynesien machen.

Wir haben uns hier mit unseren Freunden auf Avatar getroffen, haben Einkäufe ausgetauscht, die wir für sie in Rarotonga und sie für uns in Tahiti erledigt haben, gingen gleich noch gemeinsam wandern und verbrachten dann einen ausgelassenen Abend mit (zu viel) essen, trinken und tratschen. Nach 4 Monaten allein unterwegs war’s schön, wieder einmal Gesellschaft zu haben…

Mit unserer Ankunft in Raivavae haben wir unseren Erkundungstörn abgeschlossen: 4 Monate lang neue Destinationen, unbewohnte Inseln, verrückt-schwierige Ankerplätze, unglaubliche Wildtierbegegnungen, ungezählte schlaflose Nächte am Boden bei rauhen Bedingungen, superfreundliche Einheimische an wenig besuchten Orten — dieser Törn war eine fantastische Erfahrung, wir haben viel gelernt und uns mehr getraut als wir je für möglich gehalten hätten. Jetzt ist es aber wieder ganz angenehm an einem vertrauten Ort zu sein, mit geschützten Ankerplätzen, Zeit für Projekte und netter Gesellschaft.

Nov
15

Wir verlassen Tubuai

Am Ende hatten wir noch eine sehr schöne Zeit in Tubuai, der Ankerplatz im Westen war so ruhig, dass wir gut arbeiten konnten und dann haben wir noch einen netten Polynesier beim Autostoppen kennen gelernt. Er bot an, uns auf den Mt Pahatu zu führen (wir hatten’s alleine nicht geschafft) und es stellte sich heraus, dass es wirklich keinen Weg gibt — aber Opa Viri machte einen für uns mit seiner Machete ;-)

Heute Mittag sind wir mit Nordostwind los gesegelt. Der Törn nach Raivavae (105 Seemeilen) führt uns über den südlichen Wendekreis, wir verlassen also offiziell die Tropen.

Nov
11

Endlich ein ruhiger Ankerplatz

Gleich nach unserer Ankunft ankerten wir beim Hauptdorf auf der Nordseite. Wir versuchten’s im Hafen mit einer Heckleine und schaukelten furchtbar, probierten’s vor dem Hafen und rollten erbärmlich. Das Riff auf der Nordseite ist überspült und so kommt zur Windsee eine Dünung hinzu, die aus SW gebeugt wird und zur Misere beiträgt. Nur die Nordseite ist kartografiert und in Segelbüchern wird nur dieser eine Ankerplatz erwähnt. Wir schauten uns also Satellitenbilder an, waren uns aber nicht sicher, ober wir’s durch die trübe, seichte Lagune schaffen würden.

Bei starker Südostwindvorhersage fuhren wir mit Pitufa ganz langsam um das Nordwestkap auf die geschützte Westseite. Die geringste Tiefe, die wir sahen war 3 m (wir haben 2,1 Tiefgang).

Hier haben wir jetzt endlich einen ruhigen Ankerplatz — das kleine Abenteuer hat sich also gelohnt…

Nov
07

Auf den höchsten Berg von Tubuai

Gestern wars sonnig, somit überkamen wir den inneren Schweinehund und wurden aktiv, obwohl wir vom Törn noch müde waren – in den Austral muss man schönes Wetter nutzen, man weiß nie wie lange es anhält…

Wir gingen zum Gemeindeamt, bekamen keine Karte, aber vage Ratschläge für Wanderungen. Wir wollten per Autostopp ins Inselinnere und waren erstaunt, wie viele Autos vorbei zischten ohne stehen zu bleiben. Endlich blieb ein Auto mit drei Generationen Frauen stehen, die uns bis zum Beginn des Wanderwegs auf den Taitaa, den höchsten Berg, mitnahmen. Dem Weg zu folgen war viel einfacher als erwartet: in zwei Wochen steigt hier ein Sport-Event und wir mussten nur den roten Pfeilen für den Lychee-Lauf hinauf auf den Kamm folgen.
Irgendwann hörten wir ein lautes Motorengeräusch den Berg herauf kommen und bereiteten uns darauf vor, uns mit einem Grabensprung in Sicherheit zu bringen. Die Lärmquelle ließ aber auf sich warten und irgendwann kam ein Traktor der Gemeinde in Sicht, der den Weg noch glatter für die Läufer mähte. Der Fahrer winkte uns hinauf, wir kletterten neben ihm auf die Kotflügel und klammerten uns fest, während das Vehikel bergwärts rüttelte und schüttelte.

Der Fahrer setzte uns ab wo der Weg in einen Fußpfad übergeht und wir wanderten einen weiteren steilen Kamm hinauf zum höchsten Gipfel von Tubuai, auf dem riesige Felsen prekär über einander gestapelt liegen. Beim Blick zurück über den Kamm waren wir sehr dankbar für die unerwartete Mitfahrgelegenheit… Gemäß der Anweisung des Gemeindearbeiters kletterten wir auf der anderen Seite den Berg hinunter, wo der Weg fast vertikal nach unten geht – der Lychee-Lauf wird die armen Athleten ordentlich fordern…

Wir kamen nach mehr als 4 Stunden Wanderung zu Pitufa zurück. Heute morgen war’s bedeckt, der Gipfel von Wolken versteckt und wir waren froh, dass wir den blauen Himmel gestern genutzt haben. Carpe Diem!

Nov
06

Photos of Rurutu

Rurutu, Australinseln

Spektakuläre Klippen und Tropfsteinhöhlen, Traumstrände, Bergwandern, Buckelwale und unglaublich freundliche Leute -- Rurutu hat all das und mehr! Wir verbrachten 3 tolle Wochen dort im Oktober 2018.

(72 Fotos)

Nov
04

Nervige Ankunft in Tubuai

Wir sind heute Morgen nach einer unerwartet windigen Nacht (20 Knoten mit Böen bis 30 anstatt der vorhergesagten 12 Knoten) und probierten zwei Ankerplätze gleich gegenüber vom Pass aus. Die eine war unerträglich rollig, bei der zweiten blieben wir schon beim Ankern im Sand stecken… Wir gaben auf und motorten zum Dorf (die Lagune ist seicht, trüb und schwierig zum Navigieren. Jetzt ankern wir hinter dem Wellenbrecher und halten uns mit einer Heckleine zu einer Untiefenmarkierung in die Wellen – endlich ist es ruhig genug zum Schlafen.

Nov
03

Noch ein paar Wandertage

Während der letzte drei Tage war es immer noch windig, somit blieben wir in der Bucht von Avera, wo wir ziemlich schaukelten, aber zumindest sicher waren. Die Sonne kam wieder heraus und wir erkundeten die letzten paar Ecken der Insel, die wir noch nicht kannten: wir machten eine Strandwanderung von Avera nordwärts, wo wir eine spektakuläre Grotte fanden, wanderten dem Kamm entlang südwärts und heute besuchten wir noch einmal das Hauptdort Moerai. Der Hafen sieht immer noch furchterregend aus und wir sind froh, dass wir es rechtzeitig hinaus geschafft haben…

Im Hafen sind immer zwei Hunde unterwegs, die uns oft begleiteten, als wir noch drüben vor Anker lagen. Heute haben sie sich gefreut, uns wieder zu sehen und sind gleich den ganzen Weg zu einem Ausblickspunkt nördlich von Moerai mit uns gewandert, wo wir ein Picknick machten. Glücklicherweise haben wir immer ein Sackerl mit Katzenfutter mit, das unsere verwöhnte Prinzessin verweigert hat und somit konnten wir auch für die Wuffsis ein Picknick bereit stellen ;-)

Morgen dreht der Wind laut Vorhersage erst nordöstlich und dann nördlich, für uns die Gelegenheit wieder einen Hoppser nach Osten zu machen. Das nächste Ziel ist die Nachbarinsel Tubuai.

Okt
31

Schlechtwetter

Wir sind jetzt seit 5 Tagen wegen Schlechtwetter nicht vom Boot gekommen. Es hat geschüttet, der Wind hat mit 30 Knoten (54 km/h) geblasen und Böen bis 50 Knoten (90 km/h) haben am Boot gerüttelt. Wir haben uns ein bissl selber leid getan, bis wir jetzt gelesen haben, dass Europa von viel schlimmerem Wetter mit furchtbaren Überschwemmungen, Murenabgängen und Schneechaos in Österreich und Italien getroffen wurde…

Okt
31

Photos of Maria (Austral Islands)

And here’s yet another one:

Maria, Australinseln

Die westlichste der Australinseln ist ein wahres Naturjuwel. Wir ankerten am Außenriff dieses winzigen Atolls, dessen Motus dicht mit endemischem Wald bewachsen und Refugium für viele Vogelarten sind.

(47 Fotos)

Okt
30

Revierinfo zu Rurutu

Wir haben einen kleinen Cruising Guide zu Rurutu (Australinseln) geschrieben. Diesem Link folgen, um ihn zu lesen.

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