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Cruising-Info zu Tubuai

Tubuai ist eine hohe Insel mit zwei vulkanischen Bergketten und einer Lagune mit einem weiten, gut markierten Pass im NW. Wir verbrachten im November 2018 zwei Wochen dort. Segler müssen bei der Gendarmerie einchecken, auch wenn sie von einer anderen Insel Französisch Polynesiens ankommen (so wie überall auf den Australinseln).

Ankern und Navigation

In den meisten Segelführern wird nur ein Ankerplatz erwähnt und zwar vor dem Hauptort Mataura auf der Nordseite der Lagune. Dieser kann auf einem markierten Kanal erreicht werden, die restliche Lagune ist unkartographiert und großteils seicht.

Auf der Karte sieht eine kleine Einbuchtung im Saumriff direkt gegenüber vom Pass so aus, als ob man dort Schutz bei Ostwind finden könnten, somit versuchten wir dort gleich nach unserer Ankunft zu ankern S 23°21.04′ W 149° 30.267′. Sogar an einem ruhigen Tag (leichter Ostwind, niedrige Dünung aus SW) wird die Dünung irgendwie um die Insel gedrückt, baut sich im Pass auf und wir rollten miserabel. Das Becken weiter am Ufer (mit einem kleinen Dock) stellte sich als zu seicht für unseren 2,1 m Tiefgang heraus.

Wir segelten zum Dorf, aber leider stellte sich heraus, dass das Außenriff auf der Nordseite so tief unter Wasser ist, dass die Ozeandünung (sogar die übliche aus SW) fast ungehindert in die Lagune kommt. Wir ankerten erst hinter dem Dock (S 23° 20.53′ W 149° 28.55′), weil wir uns besseren Schutz bei ONO Wind erwarteten, aber wir rollten wieder genauso erbärmlich. Wir versuchten auch außerhalb des Docks zu ankern, aber dort war’s genauso ungemütlich (S 23° 20.34′ W 149° 28.18′).

Wir nutzten einen sonnigen Tag, um die unkartografierte Lagune westwärts vom Pass zu erkunden und suchten vorsichtig nach einem befahrbaren Kanal ums Nordwestkap der Insel, wo sich der Flughafen befindet. Wir verwendeten Satelitenbilder (wie immer, wenn wir solche Abenteuer wagen), doch es stellte sich heraus, dass einige Stellen, die wir auf den Bildern für Korallen gehalten hatten, nur algenbewachsene Sandflecken waren. Die schwierigste Stelle war gleich am Anfang: bei S 23° 21.00′ W 149° 30.54′ mussten wir im Zickzack um einige seichte Bänke und Korallenköpfe manövrieren, dann folgte ein generell seichter Streifen bei S 23° 21.38′ W 149° 31.28′ (3 – 4 m), doch beim Flughafen wurde der Kanal tiefer (6 – 9 m) und wir ankerten südlich vom Flughafen auf S 23° 22.54′ W 149° 31.74′ ( 5 m tief, eine dünne Sandschicht über Korallenplatten). Dieser Ankerplatz ist bei Wind von SO über O bis NO gut geschützt und wir saßen einen starken Südostwind dort aus.

Einkaufen

Tubuai ist eine große, fruchtbare Insel mit viel Landwirtschaft. Bei Standln an der Straße gibts Salat, Kraut, Tomaten, Gurken und sogar Karotten und Erdäpfel, die in diesem gemäßigten Klima gedeihen. Im Hauptort gibts einen großen Supermarkt und viele ‘Snacks’, wo man Mittagessen kann. Die Apotheke (die einzige in den Australinseln und den Gambier) liegt nahe am Hafen östlich vom Hauptdorf.

Aktivitäten

Ein gut ausgeschnittener Weg führt zum höchsten Berg Taitaa. Am besten beginnt man die Wanderung auf der Route traversiere (der Straße quer über die Insel N-S), von dort wandert man eine Forststraße entlang auf den Kamm ostwärts. Ein Fußpfad führt auf den Gipfel, wo man tolle Aussicht hat. Auf der anderen Seite führt ein steiler Weg hinunter zur Küste, die man nahe am College (östlich vom Dock) erreicht. Im November findet ein Marathon statt (‘Lychee raid’), somit sind die Wege das ganze Jahr über gut sichtbar mit roten Pfeilen markiert, was sehr hilfreich ist, wenn man ohne Führer unterwegs ist.

Klimadiagramm für Tubuai (für größere Version auf Bild klicken)

Eindrücke von unserem Besuch

Tubuai, Australinseln

Im Oktober 2018 besuchten wir Tubuai. Wir brauchten eine Weile, bis wir einen gemütlichen Ankerplatz gefunden hatten, aber dann genossen wir die schönen Wanderungen und trafen nette Einheimische.

(24 Fotos)

Spenden

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