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2011
24
Jun

Unsere ersten zwei Wochen

Heute gibt’s einmal einen laengeren Blog-Eintrag, weil wir die erste Stadt mit I-Net Cafe seit Pula angelaufen haben. Nach einer Woche an idyllischen Ankerplaetzen in einsamen Buchten und vor winzigen Inselchen liegt Pitufa in der Bucht vor der historischen Altstadt von Primosten. Es war auch an der Zeit, wieder einmal in die Zivilisation zurueckzukehren – wir hatten schon kein Gemuese mehr, dafuer stapelten sich vier Muellsackerl im Bad…

Wir wohnen nun seit einem Monat auf unserem Boot, sind seit zwei Wochen unterwegs und haben uns alle drei gut eingelebt. Die Adria zeigt sich von ihrer sanftesten und sonnigsten Seite und wir haben unseren Alltag an ihre variablen, leichten Winde angepasst. Vormittags ist meist Flaute, da erledigen wir die verschiedensten Arbeiten (Basteleien am Boot, Uebersetzungen oder einfach nur Haushalt), sobald Mittags eine Brise einsetzt, setzen wir die Segel. Verlaesst uns unterwegs mal der Wind, machen wir einfach eine Badepause, denn im Gegensatz zu den vielen Yachten, die eilig an uns vorbeimotoren, haben wir keine dringenden Termine und keinen Stress (langsam ueberknausern wir das, aber so ein Umdenken geht nicht von heute auf morgen ;-) ). Sobald sich der Wind abends legt, ankern wir an der naechstgelegenen Moeglichkeit. Obwohl trotz Vorsaison ganz schoen viele Boote unterwegs sind, fuehrt uns der Wind (oder eher der Mangel an ebensolchem) jeden Tag an huebsche, einsame Plaetze.

Leeloo geht’s auch gut. Tagsueber pendelt sie zwischen verschiedenen Schlafplaetzen hin und her, verliert warme Unterwolle in rauhen Mengen (obwohl wir sie bei jeder Gelegenheit buersten, ist das Boot voller Haare und ich bin staendig auf Lurchjagd ;-) ) und setzt im Gegenzug Speck an – eine vernuenftige Vorbereitung auf den Atlantik :-)

Nachdem ihr in den letzten Tagen das Boot offensichtlich zu langweilig wurde, haben wir sie vor drei Tagen auf ihren ersten Landgang mitgenommen. Der ist eher ungluecklich verlaufen: das Inselchen war viel zu felsig, wir mussten sie ueber spitze Felsen und Tuempel tragen und dann verbrachte sie ihren ersten Landausflug versteckt unter einem Felsen. Sie war heilfroh, als wir zurueckgefahren sind und konnte es gar nicht erwarten, ueber Pitufa’s Reling zurueck an Bord zu hoppsen. Unser gestriger Ankerplatz war wesentlich besser fuer einen Landgang geeingnet – eine kleine Insel, keine menschlichen Bewohner, dafuer hunderte Moewen. Wir landeten das Schlauchboot an einem sanften Kiesstrand und Leeloo konnte selbst an Land klettern. Dort wanderte sie dann durchs stachelige Unterholz und beschnuffelte alles verzueckt.

Heute feiern wir unseren 16. Jahrestag. Ein halbes Leben sind wir schon zusammen, haben viel gemeinsam erlebt und gesehen – wir sind gespannt auf alles, was der gerade begonnene, neue Lebensabschnitt uns bringen wird.
Morgen geht’s weiter suedwaerts. Wir wollen unserem “System” treu bleiben, uns nach dem Wind richten und moeglichst wenig motoren.

2 Kommentare

  1. hermine hackl sagt:

    Herzlichen glückwunsch

    alles alles GUTE für die nächsten 16 jahre

  2. Marion und Peter sagt:

    Hi ihr drei,

    mia winschn eich a ois Guade fiad nextn Joah, feiads schen!

    Nochdema beide kan Kompjuta ghobt haum, mödma uns hiazn eat wieda. Schene Büdln hobts scho gmocht, mia woín meah segn.

    Bussi
    Marion und Peda

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