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2011
11
Sep

La Graciosa

Wir sind jetzt seit 2 Tagen in einer Bucht an der Suedseite von La Graciosa. Obwohl die Kanarischen Inseln fuer jeden Pauschaltouristen innerhalb weniger Stunden fuer wenig Geld erreichbar sind, empfanden wir bei unserem ersten Atlantik-Landfall doch einen gewissen “Entdeckerstolz” als die Silhouetten der Inseln aus dem Dunst auftauchten. Die in Schwarz-, Braun- und Rottoenen leuchtenden, fast vegetationslosen Berge auf La Graciosa und dem gleich gegenueberliegenden Lanzarote erwecken ausserdem den Eindruck, dass wir bis zum Mars gesegelt sind. Das Wetter ist recht kuehl und es weht staendig ein kuehler Nordwind, der dunkle Wolken mit sich bringt. Trotzdem sind wir gestern schwimmen gegangen. Das erste Mal seit Sardinien vor ueber einem Monat (!), in der Zwischenzeit bot sich nie die Gelegenheit. (In der Marina in Melilla war das Wasser zu schmutzig, in Gibraltar zu kalt und bei den Ueberfahrten war die See zu rauh.)

Gestern war ein 3D Tag, das steht fuer domestic duty day und klingt viel motivierender als “Putztag”. Jetzt ist das Boot wieder so richtig sauber. Am Abend haben wir dann mit Leeloo einen Landausflug gemacht. Die Umstaende waren ideal: ein flacher Sandstrand zum sanften Anlanden mit dem Dinghi, die Badegaeste waren schon alle weg und der fast volle Mond erleuchtete den Ausflug. Leeloo mag unser Schlauchboot. Wenn es auf Deck festgezurrt ist, klettert sie gerne darunter und sobald es hinter dem Heck im Wasser treibt, beobachtet sie es oft stundenlang. Gestern wollte sie Christian schon alleine ins Schlauchboot nachhoppsen. Weil Pitufas Heck aber sehr hoch ist (ca. 1,70m), haben wir sie doch erst ins Katzengeschirr gezwaengt und runtergehoben. Bei der Fahrt stand sie als Galionsfigur am Bug und war an allem sehr interessiert. Nachdem wir das Dinghi hoch auf den Strand gezogen hatten, warteten wir ab, bis sie den Mut fand, alleine aus dem Schlauchboot zu huepfen und dann erkundete sie (vorsichtshalber mit Leine) den Sand und die stacheligen Buesche und dann wanderten wir mit ihr ein Stueckchen landeinwaerts.

Nach einer halben Stunde wollte sie von sich aus aber wieder heim, hoppste brav ins Schlauchboot, maunzte aufgeregt, sobald wir uns Pitufa naeherten. Beim Anlegen waere sie uns dann aber fast ins Wasser gefallen, weil sie unbedingt alleine ueber die Badeleiter hochklettern wollte — bei den grossen Stufenabstaenden, dem hohen Heck und dem zusaetzlich ueber die Reling gespannten Netz ein viel zu gefaehrliches Unterfangen. Ich hob die protestierende Katze also hoch und half ihr beim Aufstieg.

Wieder zu Hause kam dann der unangenehme Teil des Landausflugs: Pfoten und Fell laesst sie sich nur unter Protestschreien mit einem nassen Fetzen entsalzen ;-)

1 Kommentar

  1. hermine hackl sagt:

    Tapfere Schiffskatze LeeLoo !!!!

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