deen

«

»

2015
03
May

Stilles Wanderparadies

Raivavae ist eine kleine Insel, die Kuestenstrasse, die um die Insel fuehrt misst nur 23 km. Es gibt zwei ‘route traversiere’ (Wege quer ueber die Insel von Nord nach Sued) und wir sind letzte Woche beide gegangen. Die Wege fuehren den Kamm hinauf durch ueppige Vegetation, grosse Taro Felder und unzaehlige Bananenplantagen (wer kann sooo viele Bananen essen??). Die Landschaft erinnert sehr an die Gesellschaftsinseln und auch das ‘Ia orana’, das die freundlichen Einheimischen aus ihren Gaerten rufen. Wieder unten an der Kuestenstrasse, wanderten wir der Suedkueste entlang wo sich bunte Haeuschen mit manikuerten Gaerten aneinander reihen und sich huebsche Ausblicke auf die schmale Lagune und die Motus am Aussenriff bieten. Wir hatten gehofft, einen Teil der Strecke Autostoppen zu koennen, aber die einzigen Fahrzeuge, die vorbeikamen waren Fahrraeder, obwohl wir bei fast jedem Haus ein geparktes Auto stehen sahen. Somit marschierten wir halt weiter bis zum Ostkap und dann an der Nordostkueste entlang, wo die Klippen der Bergkette vertikal himmelwaerts streben.
Wir hatten gehoert, dass man von dieser Seite zum Mount Hiro (dem hoechsten Berg) wandern kann und nachdem wir die Ausblicke auf die Gipfel bewundert hatten, beschlossen wir, uns einfach beim erstbesten Haus zu erkundigen, wo gerade ein Mann den Rasen maehte. Ob er wuesste, wo der Weg anfaengt? Die Antwort war nur ein kurzes ‘oui’ und ein strahlendes Grinsen. Aber wo genau? Hier! Was, hier in diesem Dorf? Nein, genau hier! Mit einem noch breiteren Grinsen fuehrte er uns um das Haus herum, zu einem schmalen Trampelpfad, der dort ins Dickicht fuehrt. Was fuer ein Zufall, dass wir genau beim richtigen Haus nachgefragt hatten… Wir werden dieses etwas anspruchsvollere Unternehmen naechste Woche angehen.

Jetzt ist das Wochenende da und wir erwarteten das selbe bunte Treiben, das wir von den Gambier gewohnt sind, wo Fischerboote in die Lagune duesen, Kinder vom Dock springen, junge Leute ihre Autoradios auf volle Lautstaerke drehen, Familien den Tag am Strand mit Sonnenbaden und Schwimmen verbringen oder Picknicks zu den Motus mitnehmen und der Geruch von Gegrilltem in der Luft haengt. Aber hier gibt’s keine Spur von all dem. Es ist fast unheimlich ruhig, nur der Klang von Kirchenglocken durchbricht die Stille – verschiedenste Konfessionen kaempfen um die Seelen der Einheimischen… Franzoesische Cruiser, die die Zyklonsaison hier verbracht haben, haben uns gerade erzaehlt, dass es sogar verboten ist, am Sonntag mit dem Boot in der Lagune herum zu fahren.

Leave a Reply

Your email address will not be published.