Olimarao Atoll ist klein und hat ein fast durchgehendes Barriereriff, somit rechneten wir mit einem ruhigen Ankerplatz. Leider ist das Riff so tief, dass Dünung von allen Seiten drüber schwappt und bei Flut schaukelten wir erbärmlich in Kreuzseen, obwohl wir Heckleinen in verschiedene Richtungen zum Ausrichten in die Dünung ausprobierten. Wir schliefen im Endeffekt meist im Überfahrtsmodus (also einer auf der Couch und einer auf einer Matratze am Boden) und während einer Nacht schlug der Kiel bei Ebbe stundenlang auf den Sandboden auf – da hatten wir dann doch etwas zu seicht geankert…
Wir sind jetzt im Nordostpassatgürtel und es bläst meist stark mit entsprechenden Wellen.

Egal, es war den Aufwand und mangelnden Komfort wert, denn wir konnten magische Stunden beim Schnorcheln mit großen Fischschwärmen im Seichten und den diese jagenden Raubfischen verbringen
Olimarao ist unbewohnt, aber die Leute auf Elato haben uns erzählt, dass sie (und die Nachbarn aus Lamotrek) zum Schildkrötenjagen dorthin fahren. Offensichtlich waren die Raubzüge sehr effizient, denn wir haben keine einzige Schildkröte mehr gesehen (und das ist kein saisonales Problem, weil bei den benachbarten Atollen viele unterwegs waren). Was auch fehlt sind Seegurken (da war vielleicht ein Chinesisches Schiff zum Ernten hier) und Papageienfische sind auch keine mehr da (vielleicht zu viele Besucher zum Speerfischen), obwohl die angeschlagenen und algenüberwachsenen Korallen dringend Putzer brauchen könnten
Die Hauptinsel mit dem Ankerplatz für Ost und Nordostwind ist hübsch, nicht nur Palmen sondern auch Laubbäume mit vielen Noddie Nestern.

Wir fanden eine verlassene Kirche und viel zu viel Plastikmüll im Wald. Wir verbrannten so viel wir konnten und hoffen, dass nachfolgende Segler ebenfalls ihr Schärflein beitragen werden.


Leider knabbert Erosion an der Küste: wo Google Images noch einen vorgelagerten Sandstrand zeigen, schlagen die Wellen jetzt schon gegen die Bäume. Wir sahen dutzende Stämme versunken vor dem Ufer und die nächste Reihe ist auch schon horizontal – sogar während wir dort waren (mit hoher Flut bei Neumond und etwas Süddünung) fielen schon wieder die nächsten Bäume um. Traurig Küstenerosion und steigendes Meeresniveau so in action zu sehen:








