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2020
17
Okt

Gemischte Gefühle

Wir sind jetzt drei Wochen hier und unsere Eindrücke sind etwas gemischt. Wir haben uns sehr gefreut, 50 nistende Weißbauchtölpel Paare zu finden (mehr als irgendwo sonst in den Tuamotus, was an sich traurig ist) und einige endemische Strandläufer. Die meisten der kleinen Motus in der Biosphäre haben nur Büsche und Bäume als Vegetation, aber auf einigen wenigen wurden doch irgendwann Kokospalmen gepflanzt und dort haben wir Überreste von Copra-Camps gefunden (verbrannte Bäume und Plastikmüll)…

Bei unserem Besuch im Dorf wurden wir superfreundlich empfangen und hatten den Eindruck, dass die Leute sehr nett mit ihrer heimischen Fauna umgehen: eine zahme Schildkröte und zwei Ammenhaie bettelten uns im Hafen um Fischreste an und Eilseeschwalben hüpften uns praktisch auf die Hand. Doch als wir dann den Pass schnorchelten, waren wir erst von den gesunden Korallen begeistert, fanden dann aber Schildkröten und Haie in den Fischreusen, die beide Seite des Passes absperren. Fischreusen sind nie toll für ein kleines Öko-System, weil Fische in großen Mengen herausgespeert werden (meist für den Export nach Tahiti), was kaum als nachhaltige Nutzung funktionieren kann. Die Einheimischen haben uns versichert, dass Schildkröten und Haie als Beifang wieder freigelassen werden, aber warum würden sie die Fallen dann mit so großen Eingängen bauen?

1 Kommentar

  1. Martin Drache sagt:

    … Es ist toll, daß Ihr Euch um derartige Dinge kümmert! Es sollte mehr cruiser geben die das tun!
    Wir brauchen vmtl noch 2 Jahre – dann habt Ihr Verstärkung… ;-)
    Cu
    Martin

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