deen

2020
24
Nov

Neue Fotogalerie!

Reste ungestörter Natur in den Tuamotus

Einige Impressionen unserer Suche nach Wildtieren und Wildnis in den Tuamotus. Nur wenige Flecken sind von der immer noch wachsenden, zerstörerischen Kopraindustrie und Ausbeutung ohne Nachhaltigkeit verschont geblieben. Wir dokumentieren, berichten und versuchen Bewusstsein zu fördern.

(58 Fotos)

2020
23
Nov

10 Fun Ways To Flood A Bilge…

Birgit Hackl, Christian Feldbauer: 10 Fun Ways To Flood A Bilge, All At Sea Caribbean, November 2020, p. 38–42. Download the whole magazine for free or read the online version of this article.

2020
19
Nov

Schon wieder in Tahiti

Wir sind letzte Nacht in Tahiti angekommen und mussten die letzten paar Meilen motoren, weil uns die Brise ein bissl zu bald ausging… Derzeit schaut’s so aus, als ob wir nächstes Wochenende ein Wetterfenster zu den Australinseln bekommen, somit werden wir versuchen alle unsere Reparaturen (Zahnreparatur, Segelreparatur) schnell zu erledigen. Dann fallen uns sicher noch ein paar Besorgungen ein (so ist das immer in Tahiti), aber wir wollen so schnell wie möglich wieder weg.

2020
18
Nov

Gennaker

Heute Morgen ist der Wind auf 5 bis 9 Knoten gefallen und Pitufa ist unter ausgebaumter Genua und Groß als Schmetterling nur mehr dahin getorkelt. Wir haben unseren GEnnaker ausgepackt und haben eine Stunde herumgewurstelt, bis wir endlich alles vorbereitet hatten. Jetzt fliegt Pitufa unter der gelb-blauen Riesenblase dahin und es ist so ruhig, dass Leeloo ins Cockpit gekommen ist, um zu checken, ob wir schon geankert haben. Pitufa’s Niedergangsstiege ist ca. 1.80 hoch und fast vertikal – eine heftige Kletterpartie für eine 20jährige Katze ;-)
Noch 66 Seemeilen!

2020
18
Nov

Fast wie vor Anker

Es geht immer noch langsam, aber gemütlich voran. Zwischendurch rollen wir ein wenig, aber meist fühlen wir uns fast wie vor Anker. Ich hab in zwei Tagen zwei Artikel geschrieben und jetzt arbeite ich an einer Fotogalerie für unseren Blog. Christian ist beim Korrekturlesen meines Romans und programmiert zwischendurch. Ein richtiges Kontrastprogramm zu unseren letzten Törns (da sind wir die Wände entlang geklettert, Kochen war Extremsport mit ballistischen Zutaten und die meiste Zeit sind wir nur seekrank herum gelegen und haben versucht, nicht vom Sofa zu fallen ;-) Noch 140 Seemeilen!

2020
17
Nov

Gemütlicher Trip

Wir sind gemütlich vor dem Wind unterwegs. Die Brise reicht nur für etwa 4 Knoten Geschwindigkeit, aber wir beschweren uns nicht. Gerade segeln wir durch einen kleinen Squall, es schüttet, aber die Sonne scheint und wir segeln durch ein Regenbogentor :-) Noch 175 Seemeilen!

2020
16
Nov

Unterwegs nach Tahiti

Die Pläne von Seglern sind immer im Sand geschrieben und das Wetter und andere äußere Umstände ändern sie ständig. Wir sind heute früh durch den Pass von Tahanea gefahren mit dem Ziel Tubuai (Austral Inseln). Als wir das Vorsegel ausgerollt haben, haben wir gesehen, dass die Liekleine die Hinterkante des Segels durchgescheuert hat – hart am Wind könnten wir das Segel somit nicht richtig trimmen und würden außerdem mehr Schaden anrichten. Wir haben deshalb den Kurs Richtung Tahiti geändert, das können wir vor dem Wind erreichen. Ich geh dort zum Zahnarzt (eine lose Plombe reparieren), dann holen wir die Nähmaschine heraus, reparieren das Segel und düsen mit dem nächsten Wetterfenster weiter zu den Austral. Wir werden nur für die notwendigsten Wege an Land gehen – die Covid-Rate explodiert gerade in Papeete… 255 Seemeilen bis Tahiti!

2020
16
Nov

Unser neuer Rutland Windgenerator

Unser alter Rutland Windgenerator verstarb nach 11 Jahren treuen Dienstes im letzten April auf den Gambier Inseln, als wir es verabsäumten ihn während eines 60 Knoten Squalls festzubinden (ein blöder Fehler, aber der Wetterbericht hatte nichts so Starkes vorhergesagt, es war mitten in der Nacht und als wir endlich aufstanden, und ihn bei Regen und Sturm mit einem Lasso einfingen, war es schon zu spät…).

Wir mochten den Rutland sehr, weil er klein ist und sehr leise – nichts schlimmer als die heulenden Monster, die manche Segelboote am Heck haben. Obwohl er nicht allzu viel Energie produziert, hilft er nachts doch konstant mit und an grauen, windigen Tagen bewahrt er uns davor, den Motor einschalten zu müssen, um die Batterien zu laden. Wir haben deshalb das Nachfolgermodell 914i gleich wieder bestellt, letzte Woche ist er endlich angekommen und jetzt brummt er schon brav auf unserm Geräteträger!

2020
15
Nov

Ein Squall nach dem anderen

In Tahiti ist die Covid Situation jetzt ähnlich schlimm wie in Europa. Anfangs bemühten sich die Leute sehr um Vorkehrungen, doch dann brachten die internationalen Flüge einfach zu viele Fälle ins Land (interessanterweise waren’s hauptsächlich Politiker und administratives Personal, die Covid-positiv ankamen…)

Es gibt jetzt eine nächtliche Ausgangssperre in Tahiti und Moorea, aber der Verkehr zwischen Inseln läuft uneingeschränkt und somit werden auch immer mehr Fälle von abgelegenen Inseln gemeldet. Sehr besorgniserregend…

Wir haben das (leicht touristische) Fakarava vorgestern verlassen. Die 50 Seemeilen zum (unbewohnten) Tahanea waren länger (wir mussten 6 mal aufkreuzen) und rauher als erwartet. Wir haben einen Squall nach dem anderen hart am Wind geritten und sind erst um Mitternacht angekommen. Ohne Mond war’s stockdunkel und es war leicht aufregend Pitufa mit 3 Knoten einlaufender Strömung durch den Pass zu steuern…

Als Belohnung für den sportlichen Segeltag haben wir gestern beim Schnorcheln gleich 3 Mantarochen getroffen :-)

We left (slightly touristy) Fakarava yesterday and the 50 nm to (uninhabited) Tahanea turned out to be longer (we had to tack 6 times) and rougher than expected. We were riding one squall after the other and reached Tahanea at midnight. Steering through the pass in a moonless night with 3 knots of ingoing current was a bit exciting…

2020
08
Nov

Mein historischer Roman

Ich hab gerade einen historischen Roman über die Tahitianischen Frauen, die von den Meuterern der Bounty verschleppt wurden, bevor sie sich ein Versteck im Pazifik gesucht haben. Das Thema ist allseits bekannt und wurde dutzende Male beschrieben/verfilmt, aber mein Buch erzählt die historischen Ereignisse frech und modern aus der Sicht der Frauen.
Das Schreiben war der leichte Teil (nur 2 Jahre Arbeit und 120.000 Wörter), jetzt kommt der schwierige Teil: einen Verlag in Australien, US oder UK finden ;-)

2020
05
Nov

Jäger und Sammler…

An einigen abgelegenen Gegenden Französisch Polynesiens gibt es noch eine eine Fülle von Fisch, Krabben und Muscheln an den Riffen und Kokoskrabben auf den Inseln. Die Ressourcen von solch winzigen Ökosystemen sind aber sehr begrenzt und Überfischung bzw. übermäßiges Bejagen wird gleich zum Problem, wenn Einheimische ohne Gedanken an Nachhaltigkeit Beutezüge machen.

Viel zu oft verfallen auch Cruiser in diese Jäger und Sammler Mentalität und genießen das ‘wilde Leben’. Sie bedienen sich nicht nur an der Natur, sondern füllen auch noch ihre Gefriertruhen an ‘weil es gar so viel gab’. Können wir uns nicht einfach an Wildtieren erfreuen, speziell in dem Wissen, dass sie schon überall ausgerottet werden?

Auch wenn man ‘nur eins’ nimmt — pro Jahr kommen hunderte Jachten durch dieses Gebiet und man stelle sich die Auswirkungen vor, wenn jede Crew nur einen Zackenbarsch, nur eine Languste und nur eine Kokosrabbe erlegt. Es ist so viel schöner an einem Riff schnorcheln zu gehen, wo sich die Fische nicht in Panik vor Menschen verstecken…

Polynesier sind wunderbar großzügig, aber es empfiehlt sich dankend zu verneinen (und zu erklären warum), wenn man winzige Kokoskrabben oder weibliche Langusten angeboten bekommt.
Am besten ist es nur Fotos mitzunehmen und nur Fußabdrücke zu hinterlassen, damit auch jene, die in unserem Kielwasser segeln noch Wildtierbegegnungen genießen können!

Coconut crab

2020
05
Nov

Schutz von Seevögeln

Uns sorgen die schwindenden Vogelpopulationen in Französisch Polynesien sehr. Einheimische brennen Inseln nieder, um noch mehr Kokosplantagen anzulegen, aber auch Segler vertreiben durch gedankenloses Verhalten die Wildtiere von den letzten verbleibenden ‘wilden’ Motus.

Cruiser, die das Glück haben, vor einem dieser Motus mit Büschen, Laubbäumen und kreisenden Vögeln zu ankern, sollten nur mit Vorsicht auf Erkundung gehen: Rotfußtölpel, Fregattvögel, Noddie-Seeschwalben und Feenseeschwalben bauern ihre Nester auf Ästen. Folgen einem winzige, neugierige Spatzen-ähnliche Vögelchen, dann hat man seltene, endemische Tuamotu Strandläufer entdeckt…

Weißbauchtölpel, Maskentölpel und Tropikvögel nisten am Boden, sind deshalb am verwundbarsten und von den meisten Orten schon verschwunden. Nur winzige Kolonien mit Eilseeschwalben und Russ-Seeschwalben verbleiben noch.

Wenn man vor einem Vogelmotu ankert sollte man…
- keine Feuer an Land anzünden
- keine Beachparties veranstalten
- Hunde nicht laufen lassen
- nicht Kite-surfen gehen.

Ein harmloser Strandspaziergang kann Elterntiere lang genug verscheuchen, um für ein kleines Küken tödlich zu enden…

Junge Tölpel sind sehr neugierig und stürzen sich mit Begeisterung auf Fischköder. Wenn solche in der Luft sind, sollte man die Leine am besten sofort einrollen!

Mehr Info zur Vogelwelt Polynesiens auf der Seite der Ornithologengesellschaft www.manu.pf

Brown Booby

2020
04
Nov

Gute Infrastruktur in Fakarava

Wir bleiben meist nicht sehr lang in Fakarava, weil es eines der größten Atolls ist (und somit sind die Wege zu geschützten Ankerplätzen sehr weit, wenn der Wind dreht) und es ist ein bissl zu viel los für unseren Geschmack (Tauchtouristen, Charterkatamarane), aber wir müssen zugeben, dass es wirklich ein sehr praktischer Ort ist: Das Versorgungsschiff kommt jeden Mittwoch und die Supermärkte haben ein großes Sortiment, lokal angebautes Gemüse ist erhältlich, beim Yachtservice gibts gratis Internet und man hat im ganzen Atoll Handyverbindung…
Heute bringt das Versorgungsschiff hoffentlich unser lang erwartetes Paket. Ein Dinghy, ein Windgenerator, Schaumstoff für ein neues Sofa, Stoff für Salonbezüge und Katzenfutter für Leeloo!

2020
25
Okt

Katzensorgen

Wir haben uns schlimme Sorgen gemacht, als Leeloo vor fünf Wochen plötzlich eine Blutung im Glaskörper ihres linken Auges hatte – gerade nachdem wir in den Tuamotus angekommen waren… Wir versuchten eine Ferndiagnose von verschiedenen Vets zu bekommen und bestellten Medikamente zum Senken des Augendrucks aus Tahiti. Nach einem Dutzend Telefonanrufen bei Vets, Apotheken, eine Geldüberweisung auf der Post und einem Tag Warterei am Flughafen hatten wir die Tropfen, aber würden sie ihr helfen? Weitere Blutungen folgten, das Auge wurde blind, aber Leeloo hat sich wieder erholt. So ein geriatrisches Crewmitglied ist ein ganz schöner Aufwand, aber glücklicherweise ist sie ein zähes, altes Mädel…

2020
19
Okt

Zurück im Dorf

Bei unserem zweiten Besuch im Dorf haben wir schon das Gefühl, die meisten Gesichter zu kennen (kein Wunder, es wohnen auch nur 65 Leute hier) und wurden wie lang vermisste Freunde begrüßt. Wir haben mit dem Bürgermeister und dem Polizisten gesprochen, ihre Bemühungen die unberührten Motus zu schützen noch einmal gelobt und versucht einen Eindruck zu vermitteln, wie rar und wertvoll solche Wildnis mittlerweile ist (nachdem die Leute hier kaum reisen, wissen sie ja nicht, dass auf anderen Atollen gar keine Natur mehr übrig ist…).

Dann haben wir in der Schule eine kleine Präsentation über einheimische Tierarten und die Verwundbarkeit eines so winzigen Ökosystems gegeben. Die Kinder waren super nett und interessiert (eine Klasse für 5 bis 10jährige), wir bekamen viele Ahs und Ohs bei jedem Vogelfoto – sie kannten aber nur die am meisten verbreiteten Arten und wir haben die Namen für die selteneren Spezies zusammen gelernt (Französisch, Tahitianisch und Paumotu).
Dann gings weiter mit der Rolle von Bäumen auf Korallenatollen. Glücklicherweise gibts hier noch einige Motus mit Wald, der noch nicht niedergebrannt und in Palmplantagen umgewandelt ist. Keine Bäume heißt kein Kompost und kein Platz für Nester, ohne Vögel kein Dünger für die Motus und fehlende Nährstoffe für Korallen, ohne Korallen keine Fische, ohne Fische kein Essen. Ich glaube die (sehr vereinfachte) Moral von der Geschicht, ist hängen geblieben ;-

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