deen

2021
21
Sep

Wale!

Von Juli bis November kommen Buckelwale bis hier herauf nach Franz. Polynesien. Die Weibchen suchen den Schutz von Lagunen, wo sie ungestört von großen Räubern (und hoffentlich auch Menschen) ihre Babies zur Welt bringen können. Während dieser Zeit sieht man an Außenriffen, in Pässen und manchmal sogar an Ankerplätzen Gruppen von Walen. Wegen des Lockdowns waren wir heuer stationär und hatten erst heute unsere erste Walbegegnung der Saison! Wir haben die Gruppe nur von weitem gesehen, ein paar Rücken, dann riesige Schwanzflossen beim Abtauchen… Hoffentlich haben wir Glück und sehen noch mehr dieser beeindruckenden Riesen aus der Nähe!

2021
11
Sep

Hausverstand

Fr. Polynesien ist jetzt seit 2 Wochen im Lock-down. Geringe Impfraten führten zu einer Explosion der Fälle, sobald die Delta Variante hier ankam und ein Lock-down war unvermeidlich. Wir stimmen absolut zu, dass Maßnahmen zur Ausbreitung des Virus notwendig sind. Ja, es macht Sinn Gruppensport und Sportveranstaltungen zu verbieten, aber was soll es bringen, Surfer und Paddler, die alleine am Meer sind zu schikanieren? Letzte Woche hat die Polizei allen Ernstes Surfer kontrolliert, ob sie wohl brav ihr (nasses) Formular mit dabei haben. Man DARF nämlich Sport machen, aber nur mit Formular. Was soll es bringen, die Öffnungszeiten von Geschäften einzuschränken, wenn dann mehr Leute gleichzeitig in die Läden rennen? Die Polizei stoppt Autos und Fußgänger, um zu kontrollieren, ob sie wohl brav ihre Formulare mithaben. Ich habe nicht gesehen, dass sie sich zwischen zwei Kontrollen, die Hände desinfizieren. Impfstationen, die keine Termine ausgeben, führen dazu, dass Ungeimpfte gemeinsam Schlange stehen.

In dieser Situation wäre wirklich Hausverstand von Seiten der Behörden und von Seiten der Leute gefragt. Menschansammlungen meiden, Masken tragen und Hände waschen ist nicht so schwierig.
Wir versuchen derweil uns aus all dem rauszuhalten, Selbstisolation auf unserer autarken Nussschale ist angesagt ;-)

2021
08
Sep

“Auf Samtpfoten Richtung Horizont” gibt’s jetzt als E-Book!!

Für alle jene, unter Leeloos vielen Fans, die sich abseits von Zustell-Services befinden, gibt’s jetzt eine Version für den Kindle!
Normalerweise ist das Internet hier in Franz. Poly viel zu teuer für große Projekte, aber während des Lock-down hat Vini (der lokale Mobilnetzbetreiber) Datenvolumen verschenkt – und ich hab’s gleich für diesen guten Zweck aufgebraucht ;-) Das E-Book ist auf Amazon erhältlich.

2021
05
Sep

Und ewig lockt der Horizont–Yachtrevue September

Birgit Hackl, Christian Feldbauer: Und ewig lockt der Horizont–Zehn Jahre unter Segeln, Yachtrevue, Sep. 2021, Vorschau online.

2021
27
Aug

Fotos von Haien

Wir lieben Haie! Hier sind ein paar Eindrücke von unseren Begegnungen und Erfahrungen mit verschiedenen Spezies.

Wir lieben Haie!

Haie werden in vielen Teilen der Welt wegen ihrer Flossen und ihres (billigen) Fleischs gejagt. Hier in Französisch Polynesien sind Haie geschützt, trotzdem kommen immer wieder illegale Haifischfänger hierher. Einheimische Fischer töten sie als vermeintliche Konkurrenz und besorgte Eltern tun das gleiche, weil sie um badende Kinder besorgt sind. Große Haiarten (weiße Haie, Tigerhaie) sind tatsächlich für Menschen gefährlich, auch wenn sich weltweit nur wenige Unfälle ereignen. Die Riffhaie, die wir in den Lagunen treffen sind neugierig und harmlos. Größere Haiarten (Zitronenhaie, Tigerhaie, Hammerhaie, Weißspitzenhaie) sind hier selten geworden und üblicherweise nur dann aggressiv, wenn Blut im Wasser ist (also beim Speerfischen)

(18 Fotos)

2021
21
Aug

Neuer Lockdown in Tahiti und auf den Gesellschaftsinseln

Die Regierung hat auf eine Inzidenzrate von 2700 Fällen/100.000 Einwohner, überfüllte Spitäler und volle Intensivstationen jetzt endlich mit einem neuen Lockdown für 2 Wochen reagiert. Er ist ein wenig vage formuliert: die Leute dürfen trotzdem in die Arbeit fahren und Einkaufen gehen (notwendige Güter). Die internationalen Grenzen bleiben offen, der Verkehr zwischen Inseln ist auf “wichtige Gründe” limitiert (dafür gelten aber alle Geschäfts- und Familienmotive). Touristen werden nicht aufgefordert das Land zu verlassen, sondern können sogar nach wie vor einfliegen (ist Urlaub ein wichtiges Motiv zum Reisen??), müssen aber laut Text auf ihren Hotelzimmern, oder in ihren Schiffskabinen bleiben?!
Yachten finden (noch) keine Erwähnung in den Bestimmungen. Wir hoffen, dass die Seglergemeinde die Restriktionen respektiert und keine Aufmerksamkeit auf sich zieht. Sonst kommen vielleicht wieder Restriktionen wie beim ersten Lockdown, damals war Schwimmen verboten, nur eine Person pro Boot durfte kurz zum Einkaufen an Land, etc. Solche Bestimmungen zielen gefühlsmäßig weniger darauf ab, die Verbreitung von Covid einzuschränken, als den Leute das Leben zu vergällen. Das gleiche gilt natürlich für Einheimische, wenn sie laut Regeln nicht fischen oder ihr va’a paddeln dürfen – Aktivitäten bei denen man wohl kaum das Virus verbreiten kann.
Auf der Lagune sieht man heute keine Ausflugs- oder Fischerboote. Schauen wir hinaus auf die sonst verkehrserstickte Küstenstrasse, so scheint es, dass etwas weniger Autos unterwegs sind, aber immer noch sehr viele. Wir werden sehen, wie sich die Dinge entwickeln.

2021
17
Aug

Ein Buch über unsere Schiffskatze!

Unsere Leeloo war von Anfang auf unserer Reise mit dabei und hat eine klaffende, katzenförmige Lücke hinterlassen, als sie uns im März für immer verlassen hat. Jetzt teilen wir Erinnerungen der letzten 21 Jahre und über 100 süße Fotos mit euch! “Auf Samtpfoten Richtung Horizont” enthält viele Anekdoten und Ratschläge zum Reisen mit Katzen. Zu bestellen ist es auf Amazon!
Wegen des Farbdrucks ist es teurer als das letzte Buch in schwarz-weiß, aber die herzigen Bilder brauchten Farbe…

2021
14
Aug

4 Meter hohe Dünung

Wir ankern in einem gut geschützten Teil der Lagune im S von Tahiti. Vor uns donnert eine 4 m hohe Dünung in riesigen Brechern wie Lawinen gegen das Riff, hinter uns brodelt der tiefe Teil der Lagune wie ein Wildwasserbach mit Strudeln und stehenden Wellen. Pitufa wird vor Anker hin und her gewirbelt, aber wir schaukeln nur ein klein wenig.
Von Freunden haben wir gehört, dass weiter oben am Ankerplatz vor der Marina Dinghies umgedreht werden, Boote in der Marina werden gegen das Dock gedrückt und zumindest eine Mooring ist schon gebrochen…
Dünung aus Südwest ist im Winter hier normal, aber 4 Meter sind schon etwas extrem!

2021
06
Aug

Neue Covid Welle in Franz. Polynesien

489 neue Fälle in den letzten 24 Stunden (und das bei einer Gesamtbevölkerung von nur 270.000, das sind 406 in der 7-Tage Inzidenz), 1837 aktive Fälle und die Intensivstation des Krankenhauses in Papeete ist voll!

Während der ersten Welle letztes Jahr blieben die Zahlen niedrig, dann war Franzl. Poly geschlossen und praktisch Covidfrei. Jetzt sind seit zwei Monaten die Grenzen für Flugtouristen wieder offen und obwohl die Sicherheitsmaßnahmen am Flughafen sehr strikt erschienen, wurde die Delta Variante eingeschleppt und breitet sich rapide aus.

Leider ist erst etwa ein Drittel der Bevölkerung geimpft – nach einem enthusiastischen Start verloren die Leute das Interesse und erst jetzt mit der Angst vor der Delta Variante steigen die Impfzahlen wieder.

Wir ankern ganz allein in einer ruhigen Ecke von Süd-Tahiti, mussten aber gestern die 30 km hinauf nach Papeete für einen Termin. Wir haben die ganze Zeit über üblichen Vorsichtsmaßnahmen aufrecht erhalten (Maske, Desinfektionsmittel), uns aber trotzdem entschlossen, per Daumen zu reisen (mit Pitufa motoren dauert mangels Wind ewig, im Bus sind noch mehr Fremde und wegen der Klima-Anlage holt man sich wenn schon nicht Covid, dann zumindest einen ordentlichen Schnupfen).

Erstaunlicherweise ist Autostoppen so einfach wie immer und beim Tratschen mit den Fahrern bekamen wir den Eindruck, dass die Leute zumindest wieder vorsichtiger werden und die Gefahr ernster nehmen.

2021
04
Aug

Endlich wieder neue Fotos!

Winter 2021

Wir verbringen die kühlsten Monate des Jahres (Juli und August) am liebsten bei den hohen, bergigen Gesellschaftsinseln, wo man Schutz vor dem Mara'amu (kalter, starker Südostwind) findet. Wir haben intensiv an unseren Projekten gearbeitet und waren als Ausgleich zwischendurch Wandern oder Schnorcheln.

(40 Fotos)

2021
30
Jul

Ein neuer Garten unter der Sprayhood!

Normalerweise waechst unter unserer Sprayhood ein richtiger Dschungel, aber als wir das Boot einen Monat alleine liessen, mussten wir den Garten aufgeben. Jetzt hab ich wieder neu angepflanzt und bald koennen wir Ruccola, Jungziebel, Minze, Basilikum und Cilantro ernten! Die Chilis und Paprika brauchen noch ein bissl laenger ;-)

2021
26
Jul

Artikel in der Bezirksrundschau Eferding/Grieskirchen

Ein toll gemachter Artikel in einer regionalen Zeitung – vielen Dank an die Bezirksrundschau

2021
15
Jul

Artikel in der “Krone”

Wieder ist ein Artikel über uns in einer österreichischen Zeitung!
Die Krone ist Österreichs meistgelesene Zeitung, aber leider nicht die am besten recherchierte. Die vielen Hoppalas im Artikel sind nicht auf Versprecher unsererseits im Interview zurückzuführen. Unsere liebe Leeloo war ganz sicher kein Schiffskater, sondern eine sehr weibliche Prinzessin ;-)

Sie bewerben sehr nett unsere Bücher, behaupten aber diese wären im Buchhandel erhältlich. Stimmt so nicht, aber es gibt “Richtung Horizont” bei
Amazon
und unser Jugendbuch “Anker auf und los” ist hier zu finden.

2021
14
Jul

Wir sehen uns zum ersten Mal Tahiti genauer an…

“Tahiti” heisst fuer uns normalerweise Reparaturen, Einkaufen, Arztbesuch und dann nix wie weg. Dieses Jahr haben wir uns entschieden, einmal ein bisschen laenger zu bleiben und uns mehr davon anzusehenb. Es ist jetzt ohnehin Winter und somit die perfekte Zeit fuer die Gesellschaftsinseln (zu kalt zum Schnorcheln in den Tuamotus und viiiieeeel zu kalt fuer die Australinseln oder Gambier – mehr Info in unserem Artikel “Die besten Reisezeiten der verschiedenen Inselgruppen Franz. Polynesiens” in der “Fuer Cruiser” Sektion).

Sobald wir weg vom Grossraum Papeete (und Faaa und Punaauia) kamen, fanden wir huebsche, einsame Ankerplaetze in den Lagunen. Einige Paesse sind knifflig (besonders bei hoher Suedduenung), aber wir die schoene, bergige Silhouette Tahitis im Hintergrund ist ein wenig Navigation wert!

2021
14
Jul

Beinahe-Katastrophe

Wenn die Riffe abgestorben sind, überwachsen grobe, hässliche Turbinaria Algen die Felsen. Eine deprimierender Anblick. Oft schwimmen große Flecken abgerissener Algen auf der Oberfläche. Hässlich, stinkig und nervig, wenn der Außenborder sie ansaugt.

Heute brachten sie Pitufa an den Rand einer Katastrophe: Wir motorten zu einem neuen Ankerplatz in der Lagune, als Christian plötzlich bemerkte, dass der Auspuff kein Kühlwasser mehr ausspuckte. Der wassergekühlte Motor war am überhitzen!
Die Temperaturanzeige war noch unter 90°C, noch kein Alarmpiepsen. Ein schneller Blick aufs Echolot – 20 m, seicht genug zum Ankern. Ein panischer Blick zum Riff – weit genug weg. Wir ließen sofort den Anker fallen und schalteten den Yanmar aus.

Als erste Maßnahme öffneten wir den Seewasserfilter – voller Pflanzenteile. Schnell geputzt. Dann füllten wir einen Kübel mit Seewasser, steckten einen Schlauch an, um den Motor aus dem Kübel ansaugen zu lassen, sollte er kein Seewasser durch den Filter ansaugen können. Wir starteten den Motor, halbherziges Spucken aus dem Auspuff, Kübel leer – Motor aus!
Ein paar mehr Algen im Filter, noch einmal putzen, noch einmal Motor starten – dieses Mal spuckte er brav Seewasser. Problem gelöst. Uff.

Die Situation hätte leicht mit einem ruinierten Motor oder/und Pitufa auf dem Riff enden können. Wir hatten dreifaches Glück: wäre Christian nicht am Heck gesessen, hätte er den fehlenden Wasserstrahl nicht bemerkt. Wär die Lagune viel tiefer gewesen, hätten wir nicht ankern können. Drittens waren wir weit genug vom Riff und hatten trotz starkem Wind genug Reaktionszeit.

Was lässt sich aus der Aktion lernen? Wir haben schon einen korbartigen Schutz außen am Rumpf über den Wassereinlass des Wassermachers geklebt, sodass dieser keine Algen, Plastiksäcke, Quallen, etc. ansaugen kann. Das nächste Mal in der Werft, bekommt der Kühlwassereinlass auch so einen Korb. Außerdem: immer einen Sicherheitsabstand zu Untiefen halten, die Temperaturanzeige des Motors im Blick behalten und bereit sein, schnell zu reagieren…

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