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2024
07
Apr

Levuka, Fidschis alte Hauptstadt

Levuka wurde in den 1830ern von Sandelholz- und Seegurkenhändlern gegründet und wurde Fidschis erste Hauptstadt, aber nur für kurze Zeit (1874-1883), denn wegen der umliegenden, steile Berge fehlte Potential für Wachstum und so ging die Ehre an Suva weiter. Levuka fiel in einen Dornröschenschlaf und wurde 2013 Unesco Weltkulturerbe.

Wir kamen letzte Woche hier an und waren gleich von den bunten, kleinen Holzhäuschen im Kolonialstil verzaubert. Entlang der Beach Street ist quasi alles superlativ: die älteste Polizeistation Fidschis, das älteste Hotel, die erste Schule, etc. Aus der Nähe sieht man allerdings, wie das nass-tropische Klima den Holzbauten zusetzt: Algen und Schimmel auf den Fassaden und das Holz rottet vor sich hin und müßte bald einmal renoviert werden, sonst fällt das Weltkulturerbe bald um.

Es ist eine quirlige, kleine Stadt mit vielen Supermärkten und Geschäften (keine Ketten), Souvenir-Shops, Marktstandln, ein paar Restaurants, einem Cafe und (jetzt kommts) einer Bar! Sogar am Ostersonntag war fast alles geöffnet… Taxis cruisen auf der (einen) Küstenstraße und bunte Trucks bringen Leute aus Dörfern rund um die Insel in die Stadt. Hinter der Altstadt ziehen sich Siedlungen die steilen, bewaldeten Hänge hinauf und dahinter ragen die Berge in den Himmel – uns hat’s ein wenig an die Marquesas in Fr Poly erinnert.

Levukas Lage an der Ostseite der Insel Ovalau macht es Segelbooten nicht leicht, denn der Ankerplatz vor der Stadt ist nur von einem Riff geschützt und den vorherrschenden Ostwinden ausgesetzt. Bei Passatwind ist das sicher eine sehr schaukelige Erfahrung (also den Großteil des Winters über) und dann muss auch das Anlanden mit dem Dingi auf der Außenseite des kommerziellen Docks interessant sein… Jetzt im Sommer gibt es lange Phasen ohne Wind und wir haben so eine Flaute genutzt, um auf der spiegelglatten Lagune gleich außerhalb der Stadt zu ankern. Wir haben Pitufa sogar einen Tag lang auf einem Sandfleck am Außenriff geparkt und waren schnorcheln: Wir waren positiv überrascht, dass die Korallen in sehr gutem Zustand sind – fast nichts gebleicht! Wir trafen auch halbwegs viele Fischis und sogar zwei neugierige Weißspitzenriffhaie, immer ein Highlight und selten hier in Fidschi :-)
Hier sind mehr Fotos von Levuka und Umgebung!

Levuka

Fidschis erste Hauptstadt wurde zum Weltkulturerbe erklärt und durchaus einen Besuch wert! Süße, kleine Häuser im Kolonialstil und eine entspannte Atmosphäre. Wir verbrachten bei ruhigem Wetter im April 2024 ein paar Tage vor der Stadt vor Anker.

(20 Fotos)


2024
07
Apr

Ein neues AllAtSea Magazin, ein neuer Pitufa Artikel!

In der April Ausgabe von AAS gibt’s schon wieder einen Artikel von uns, dieses Mal über die Vor- und Nachteile von saisonalem Cruisen!

2024
18
Mar

Lagune in grau

Nach einigen sonnigen Sommermonaten, schlägt die Regenzeit jetzt doch zu und statt in 50 Schattierungen zwischen Grün und Blau, schimmert Kadavus Lagune in eintönigem Grau ;-)
Bei uns sammelt sich feuchtes Zeug (Kleidung, Handtücher, etc.) und nichts trocknet aus, unter Deck dampft es bei geschlossenen Luken und der Schimmel wächst wie die sprichwörtlichen Schwammerl. Leider zeigen die Wetterberichte, dass die Konvergenzzone samt Regen weiter über Fidschi hängen bleibt und mit einer aktiven MJO (Madden-Julian-Oscillation) im Pazifik ist auch das Zyklonrisiko erhöht.

2024
13
Mar

In jeder Ausgabe von AllAtSea ein Artikel von uns

Obwohl wir nur kurze Zeit in der Karibik verbrachten, schreiben wir immer noch für das populäre Magazin AllAtSea dort! In der Jännerausgabe war ein Artikel über Hobbies an Bord (Never bored aboard), im Februar gab’s eine Aufforderung Papageienfische zu schützen (Protect Parrotfish) und jetzt im März habe ich gerade unser Loblied auf unsere Hydrovane Windsteueranlage im aktuellen Magazin entdeckt (Ode to the hydrovane)!
Wer in der Karibik unterwegs ist, kann das Magazin bei den meisten Bootszubehörläden gratis mitnehmen, oder sonst kann man AllAtSea auch GRATIS downloaden!
Ich werd so schnell ich kann schreiben, damit auch in den weiteren Ausgaben heuer Artikel von Pitufa zu finden sind ;-)

2024
08
Mar

Ich schäme mich, ein Mensch zu sein

Wenn ich den Riffen hier beim Bleichen und Sterben zusehen muss, schäme ich mich zur Spezies Mensch zu gehören. Fische schauen zu uns Schnorchlern hinauf, der kleine Clownfisch, der sich in seiner gebleichten, sterbenden Anemone zu verstecken versucht, die Chromis im algenüberwachsenen Skelett einer Hirschgeweihkoralle – sie wissen nicht, warum ihr Riff stirbt. Aber ich weiß es.
Wegen Überfischung, Erosion, Umweltverschmutzung und natürlich globaler Erwärmung. Alles verursacht von einer Spezies: uns (und schiebt die Schuld jetzt nicht auf furzende Kühe, weil die ebenfalls von Menschen gezüchtet werden). Jeder Fisch, jeder Wurm, jedes noch so mindere Wesen spielt seine Rolle im Ökosystem, nur wir glauben, dass wir über allen Regeln stehen und das Recht haben, den Ozean und den ganzen Planeten zu zerstören. Nur weil wir immer mehr, mehr und noch mehr wollen.
Mehr Komfort, mehr Profit, mehr Luxus, mehr Essen für immer noch mehr Menschen.
Wenn die Leute einmal stehen bleiben könnten und reflektieren was sie eigentlich brauchen, würden sie vielleicht weniger nehmen, statt immer mehr, mehr, mehr.

Tur mir leid, dass ich so negativ bin, aber obwohl wir uns an jeder Ecke mit gesunden Korallen erfreuen, uns damit trösten, dass ein halbtoter Korallenstock ja noch halb am Leben ist, darauf bauen, dass sich manche Korallenarten anpassen können und bei jedem Grad Abkühlung auf eine Erholung angeschlagener Stöcke hoffen, hab ich Angst, dass wir uns nur etwas vormachen. Die Riffe sterben mit einer solchen Geschwindigkeit, es ist einfach herzzerreissend. Ja, die Natur hat ein enormes Potential zur Adaption, aber nicht wenn die Veränderungen so schnell und so extrem kommen.

2024
28
Feb

20% Rabatt auf alle Pitufinos diese Woche!

Falls ihr auf die Boot Tulln kommt, schaut beim Pitufino Stand vorbei für Demonstrationen aller Features! Wir werden leider nicht dort sein, aber unser Kollege in Österreich. Wir geben 20% Messerabatt, haben dieses Angebot aber auch auf den Online shop www.currently-marine.com erweitert, also minus 20% für alle diese Woche!!

2024
26
Feb

Wieder beim Astrolabe Riff!

Nach einer anstrengenden Woche in Suva sind wir jetzt wieder draußen aus dem Hafen und zurück beim Astrolabe Riff! Die Lagune schützt nicht nur die Hauptinsel Kadavu, sondern auch mehrere kleine Inseln im Norden davon. Hier ist Pitufa vor Anker bei den Alacrity Rocks mit der Westseite von Ono im Hintergrund :-) Hier kann man nur an ganz ruhigen Sommertagen ankern…

2024
10
Feb

Noch am Leben

Genau heute um diese Zeit vor einem Jahr mussten wir im Südpass von Matuku durch eine reissende Strömung um unser Leben schwimmen, nachdem wir mit einem einheimischen Boot einen Unfall hatten. Wir schafften es irgendwie durch die Brecher und konnten uns eine Stunde am Wrack festhalten, bis wir endlich gerettet wurden. Der arme Maikeli hat nicht überlebt und heute sind unsere Gedanken bei ihm und seiner Witwe und Tochter…
Das letzte Jahr war das härteste meines Lebens und ich leide immer noch unter den Nachwirkungen des Unfalls, aber wir haben überlebt und wir sind dankbar, dass wir noch hier sind. Immer noch Richtung Horizont segeln können.

2024
01
Feb

Wartungen und Reparaturen

Ein Segelboot will ständig Liebe und Aufmerksamkeit, unsere Pitufa ist da keine Ausnahme. Einer der Reissverschlüsse an der Sprayhood ist ausgerissen, somit haben wir unsere Schatzkisten durchgeschaut, haben keinen neuen Reissverschluss gefunden, aber zumindest einen, den wir aus einem alten Rucksack herausgeschnitten haben. Somit haben wir die Sprayhood abgebaut und die Nähmaschine aufgebaut. Wie immer war das Problem nicht die Naht, sondern das Werkstück irgendwie in die Maschine zu wursteln… Kaum ein Monat geht vorbei, ohne dass unsere Miss Pfaff uns nicht bei einem kleinen oder großen Projekt aus der Patsche hilft – eine Nähmaschine ist auf einem Segelboot Gold wert!

2024
31
Jan

Bilder vom Great Astrolabe Riff!

Wir genießen das ruhige Sommerwetter und schnorcheln die Pässe des wunderschönen Außenriffs von Kadavu. Korallen, dass es dich aus den Flossen haut :-)

Das Great Astrolabe Reef ist wirklich unglaublich!

Die Korallen innerhalb der Lagune Kadavus waren enttäuschend, somit hatten wir nicht viel Hoffnung für das berühmte Außenriff, das sich von der Nordspitze der Lagune entlang der Ost- und Südseite Kadavus etwa 60 Seemeilen weit erstreckt. Aber wir wurden sehr positiv überrascht: eine unglaubliche Varietät and gesunden Korallen und Tonnen von Fischis!! Wir nutzten das ruhige Sommerwetter, um am Außenriff zu ankern und die Pässe zu schnorcheln.

(40 Fotos)


2024
31
Jan

Widersprüchliche Wettervorhersagen

Bis jetzt hatten wir nur schönes Sommerwetter, aber natürlich schauen wir trotzdem jeden Tag zweimal die Wetterberichte durch, immerhin ist ja Zyklonsaison hier. Wenn wir nur SSB-Verbindung haben, bekommen wir ausschließlich das amerikanische GFS Modell, aber in Ecken mit Internet vergleichen wir gern die verschiedenen Modelle – das ist immer für einen Lacher gut. Die ECMWF und GFS Modelle widersprechen sich meist komplett… Früher meinten wir, dass das GFS meist überreagiert und das ECMWF öfter stimmt, aber in letzter Zeit wechseln sie sich eher ab. Einmal sagt das eine Wirbelstürme vorher, einmal das andere, aber bis jetzt wurden glücklicherweise noch alle abgesagt…
Hier ist ein Beispiel für so eine widersprüchliche Vorhersage für nächste Woche (hoffentlich wird wieder nix draus, aber wir sind nie weit weg von einem unserer Cyclone Holes, in Fidschi sind die Distanzen zwischen den Inseln glücklicherweise gering).

2024
27
Jan

Fotos von Yabu

Hier sind ein paar Fotos der süßen, kleinen Insel Yabu, wo ein paar tausend Rotfußtölpel und Fregattvögel wohnen!

Yabu Vogelinsel

Gleich nördlich von Ono liegt das kleine Inselchen Yabu. Es ist traditionell "tabu" (also verboten: Einheimische erzählten uns, dass niemand an Land gehen darf, damit die Seevogelkolonien ungestört bleiben) und hat zusätzlich noch den Status als offizielles "wildlife sanctuary"! Wir ankerten ganz nah an der Insel, um die Vögel zu beobachten, gingen aber nicht an Land.

(20 Fotos)


2024
21
Jan

Fotos!!

Hier sind ein paar Eindrücke der hübschen Insel Ono, nur 45 Seemeilen südlich von Suva :-)

Weihnachten auf Ono

Wir haben uns in die hübschen, kleinen Inseln am Nordende des Kadavu Archipels verliebt! Weihnachten waren wir bei Freunden im freundlichen Dorf Nabouwalu auf Ono eingeladen.

(29 Fotos)

2024
19
Jan

Vogelinsel!!

Wir haben in Fidschi nur eine Handvoll Inseln mit Seevogelkolonien gefunden, somit freuten wir uns, als wir hörten, dass die kleine Insel Yabu (Teil der Inselgruppe nördlich von Kadavu) ein Schutzgebiet ist. Einheimische erzählten uns, dass niemand an Land gehen darf (außer um den natürlichen Vogeldünger zu holen) und ein Schild warnt Besucher, weder die Vögel zu stören, noch Plagen einzuschleppen (so wie Ratten oder Ameisen).
Die kleine Insel liegt ungeschützt da, aber mit den Leichtwinden derzeit, haben schafften wir es, südlich davon auf einem großen Sandfleck zu ankern und bewunderten die Szenerie: endemischer Mischwald mit Pisonien, Pandanus, Eisenholz, darüber ein paar Fregattvögel. Aber wo waren die Tölpel, die hier angeblich leben?
BEIM FISCHEN! Am Abend bestaunten wir das Spektakel als Rotfußtölpel in hochfliegenden Formationen, oder in kleinen Grupppen ganz dicht über dem Wasser (um die gierigen Fregattvögel auszutricksen, die immer bereit sind einem hart arbeitenden Tölpel seinen Fisch wieder abzujagen) nach und nach heimkehrten. Immer mehr Vögel ließen sich zeternd, röhrend, quakend, streitend auf den Ästen nieder, bis letztendlich ein paar Tausend einen Schlafplatz für die Nacht gefunden hatten!

2024
18
Jan

Fieber, Sommer, Wasser: hot, hot, hot!

2024 startet nicht so toll, wie wir uns das erhofft hatten. Ich entdeckte eine kaputte Plombe, somit segelten wir nach Suva und der ultragenaue Zahnarzt fand noch so einige weitere Mängel (auch bei Christian), also scheint es als ob unser netter französischer Zahnarzt die Dinge etwas verschlampt hat (für die korrekte französische Geste muss man die Schultern zucken, Handflächen nach oben strecken und gleichzeitig die Luft als feuchten Reibelaut zwischen den Lippen durchdrücken ;-)

Sobald die dringendsten Baustellen erledigt waren, sind wir wieder aus Suva weg und einen Tag retour nach Ono gesegelt, um die versprochene ruhige Wetterphase zu genießen. Dummerweise hatten wir einen blinden Passagier mit: irgendein Virus aus Suva. Christian bekam am nächsten Tag Fieber, Kopfschmerzen, Rundumscherzen (nicht lustig mit 39 Grad Fieber in einer 35 Grad heißen Kabine zu liegen).
Ich hatte keine Chance, kochte noch ein paar Mahlzeiten vor, backte Brot (Virusvorbereitungen gleichen Törnvorbereitungen frappant) und war am nächsten Tag auch krank.

Jetzt, nach einer Quarantänewoche vor einer unbewohnten Insel, sind wir wieder auf, immer noch schwach, aber bereit das Sommerwetter zu genießen. Wir sind jetzt an einem neuen Ankerplatz mit einem hübschen Riff und haben gestern und heute Stunden im Wasser verbracht. In Ufernähe hat das Oberflächenwasser jetzt über 30 Grad und die Tischkorallen sind pastellfärbig bis weiß gebleicht, aber sie dürften schon ein paar Jahre alt sein und müssen solche Temperaturen somit schon früher überlebt haben. Wir hoffen, dass sie es auch dieses Mal schaffen werden!

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