deen

Sep
14

Ein neuer Wassermacher!

Die letzte Woche war heiß und sonnig hier in Tahiti (obwohl eigentlich noch Winter ist), aber wir haben nicht viel vom schönen Wetter gesehen, weil wir den Großteil der Zeit in der Bilge verbracht haben. Wir haben frühmorgens die Bodenbretter und die Niedergangsleiter weggeräumt und den ganzen Tag am Wassermacher gearbeitet. Die Katze fand dieses Verhalten sehr merkwürdig und war nicht davon angetan.

Wir haben den Großteil der Wasserinstallationen neu gemacht, Platz für beide Förderpumpen in der Bilge gefunden (wir mussten das angeblich modulare System noch weiter modularisieren und die Platten auf denen die Pumpen und Filter kamen, noch zurecht schneiden) und am Ende folgte die Elektrik.

Werkeln auf einer Jacht macht immer Spaß, weil nie genug Platz für die Sachen ist und man sich immer blutige Knöchel holt, wenn man versucht an unerreichbaren Stellen zu arbeiten. Bei der Arbeit noch ohne Bodenbretter herum zu balanzieren, machte diesen Job noch interessanter ;-)

Jetzt läuft unser neuer Spectra Cape Horn Extreme und produziert mehr als 50 Liter Wasser pro Stunde (Trinkwasserqualität) und braucht dabei nur etwa 19 Ampere! Der Nachteil am Spectra ist der Preis, aber mein Vater hat großzügigerweise unser neues Gerät an Bord gesponsert (Geburtstage sind eine wunderbare Sache, man sollte mehr als einen pro Jahr haben, Danke!).

Unser alter ‘Pure Water Sea Star 250′ Wassermacher verbrauchte die gleiche Energiemenge, produzierte aber nur etwa 20 l und nie in toller Qualität, wir können dieses System somit nicht an andere Cruiser weiter empfehlen.

Sep
03

Rotzig

Der Virus, den Christian vom Flugzeug mitgebracht hat, hat sich als sehr hartnäckig herausgestellt. Natürlich hat er mich binnen 2 Tagen angesteckt und jetzt rotzeln, niesen und husten wir schon seit mehr als einer Woche im Duett. In der Zwischenzeit haben wir die Hauptpumpe unseres neuen Wassermachers installiert. Sie ist zu groß für die Bilge, womit haben wir einen Teil unseres Kleiderkastens geopfert. Der Wassermacher nimmt jetzt das untere Viertel ein und Christian hat sein Talent als Tischler bewiesen, die Kleiderstange um die Hälfte verkürzt und stattdessen ein Regal über dem Wassermacher eingebaut (das Holz dafür haben wir bei einem Baumarkt besorgt und dann hat es eine Weile gedauert, bis sich ein Autofahrer erbarmt hat und uns samt der sperrigen Spanplatten mitgenommen hat ;-) )

Gestern haben wir endlich die Energie aufgebracht, um den Anker zu heben (noch an der alten, rostigen Kette) und es hat ein paar Stunden gedauert, die Kette von dem Bewuchs zu befreien, der sich in 6 Wochen in Arue angesammelt hat, aber jetzt haben wir die schöne, neue Ankerkette am Bug.
Wir ankern jetzt neben der Marina Taina südlich von Papeete, wo wir an unseren nächsten Projekten arbeiten werden (die Schläuche des Autopiloten tauschen, neue Lager für den Außenborder und natürlich der Rest des Wassermachers).

Aug
25

Schlumpfcrew wieder komplett

Christian ist am Mittwoch in der Früh zurück gekommen, somit ist die Schlumpfcrew wieder komplett! Leider hat er aus dem Flugzeug einen grippalen Infekt mit nach Hause genommen, somit werden wir die geplanten Projekte (Wassermacher installieren, Schläuche am Yanmar tauschen, etc) noch ein bissl verschieben. Wir haben heuer keinen knappen Zeitplan, somit können wir’s langsam angehen.

Aug
19

Ein Haus ohne Katze ist kein Heim

…sagt das Sprichwort und ein Boot ohne Katze sicher auch nicht – zumindest nicht meiner bescheidenen Meinung nach ;-)
Ich bin jetzt seit anderthalb Woche alleine am Boot mit Leeloo, aber mit einer felligen Gefährtin, die immer da ist und immer mitredet, ist es unmöglich, sich einsam zu fühlen :-)

Ich liebe die Art wie…

…sie die steilen Niedergangsstufe hinauf klettert und dabei wie ein kleiner Affe aussieht.
…sie am Bimini herum rollt und die Morgensonne genießt.
…sie uns aufgeregt plaudernd am Heck empfängt, auch wenn wir nur eine halbe Stunde weg waren.
…sie zur gleichen Zeit wie wir essen will.
…sie energisch ihre Krallen am Kratzbrett auf Deck schärft (und sonst nirgends).
…sie am Abend auf die Couch hüpft und schon in freudiger Erwartung auf unsere Gesellschaft und einen Film hofft.
…sie “Brä-au-eh!” ruft, während sie zu uns hinauf aufs Bett springt (Aus da Bahn, jetzt kumm i!)
…sie um 4 Uhr früh wie eine Elefantenherde übers Deck galoppiert.
…sie nach ihren nächtlichen Decksabenteuern zu mir unter die Decke kriecht (mit eisigen Pfoten und gesträubtem Fell, immerhin ist jetzt Winter hier in Tahiti).

Wenn sie dann allerdings um 5 Uhr früh laut heulend auf ein anderes Futter besteht, obwohl ihr Napf voll ist, dann könnt ich sie würgen. Sie war immer schon heikel, aber jetzt im Alter frisst sie nur mehr hochqualitatives Diätfutter, das es hier in Franz. Polynesien natürlich nicht gibt. Naja, nobody’s perfect. Glücklicherweise kommt Christian bald mit einer Tasche voller Katzendelikatessen zurück ;-)

Aug
16

Article on Improvisation in All-at-Sea magazine

Living on a small boat on a small budget in remote places requires a great deal of improvisation skills. This article shows some of our improvised repairs. Those were usually just temporary fixes, although some became permanent ones…


Birgit Hackl, Christian Feldbauer: Mad Max Makeshift Magic, All At Sea Caribbean, August 2017, p. 36–40. Free download from allatsea.net.

Aug
14

Sonntag in Tahiti

Nachdem ich derzeit allein daheim bin, verbringe ich den Großteil der Tage unter Deck, arbeite an meinem Sofanbezugsprojekt, schreibe Artikel und bastle Perlschmuck. Nach so einem Tag tut es gut, ein bissl raus zu kommen und somit mache ich meist einen Abendspaziergang rund um Arue und auf die umliegenden Hügel. Arue ist ein Vorort von Papeete (eigentlich hat die Stadt mittlerweile die Vororte Mamao, Pirae und Arue geschluckt), zu dicht besiedelt für eine dörfliche Atmosphäre, aber doch zu klein, um als Stadt durchzugehen.

Trotz des städtischen Charakters lächeln einen die Leute auf der Straße an und wenn man zurück lächelt, folgt ein melodisches “Ia Orana”. In Wohnstraßen ruft oft jemand aus dem Garten, ob ich jemanden suche und Wegbeschreibungen brauche. An einem Sonntag, wie heute, treffen sich die Leute an Brücken über Bäche für ein Picknick, oder sie sitzen einfach mit ein paar Bieren hinten auf einem Pick-Up Truck. Oft hat jemand eine Ukulele mit und schon wird gesungen und gefeiert. Die Polynesier sind ein fröhliches, freundliches Volk und sie wissen definitiv, wie man es sich gut gehen lässt. Es ist einfach, sich hier wohl zu fühlen.

Aug
08

Schlumpfinen allein zu Haus

Christian ist letzten Mittwoch nach Österreich geflogen, somit sind Leeloo und ich seit fast einer woche allein auf Pitufa. Wir waren brave Mädels, haben in den ersten Tagen etwa 20 Perl-Anhänger produziert und heute haben wir 2 neue Bezüge fürs Sofa genäht. Also, ehrlich gesagt, ich hab den Hauptteil der Arbeit gemacht, aber Leeloo hat alles überwacht und ist auf allem was grad in Arbeit war gesessen ;-)
Noch gute 2 Wochen, dann ist der Schlumpfhaushalt wieder komplett!

Aug
03

Süße Träume

Seit wir unterwegs sind, haben wir schon zweimal neue Matratzen gekauft. Jede ein bissl teurer als die letzte, aber keine davon bequem. Letzte Woche trafen wir die Entscheidung, in hochqualitative Latexmatratzen zu investieren…

Unser Bett in der Heckkabine hat eine sehr eigenwillige Form, somit müssen wir zwei Queensize-Matratzen (140×190 cm) kaufen, sie zuschneiden und den Bezug anpassen. Was in der Theorie so einfach klingt, war im Endeffekt ein mehrtätiges Projekt.

Das Zuschneiden der Matratzen nach dem Vorbild der alten war schnell gemacht, aber die abgesteppte, wattierte Auflage stellte uns vor allerlei Probleme. Die abgesteppten Nähte liefen uns unter den Händen davon, obwohl wir sie verknoteten und mit Doppelnähten mit der Nähmaschine zu stoppen versuchten. Der Fuß der Nähmaschine blieb ständig in der Wattierung hängen und verklebte mit Kleberreste auf der Unterseite der Wattierung. Am Ende verweigerte die Maschine ganz die Arbeit und unsere ‘Miss Pfaff’ ließ sich erst wieder mit einer ausgiebigen Putz- und Öleinheit zur Weiterarbeit überreden.
Nach 4 Tagen Näharbeit war das Innere des Boots mit Faden-, Watte- und Stoffresten überzogen, aber am Ende waren wir fertig, füllten zwei Abfallcontainer und verbrachten die erste wirklich gemütliche Nacht, seit wir aufs Boot gezogen sind :-)

Jul
29

Schwerer Klunker

Christian hat mir zu meinem Geburtstag eine schöne, schimmernde Kette gekauft! 70 Meter 10 mm Kette wären ein bissl schwer für eine Halskette, aber sie passt gut auf Pitufas Bug ;-)

Die Maggi Kette, die wir vor zwei Jahren gekauft haben, begann schon nach 6 Monaten zu rosten und mittlerweile löst sie sich auf, verliert bei jedem Ankermanöver Rostsplitter und versaut das Deck, somit mussten wir sie dringend los werden… Wir können Maggi Ketten (italienische Markenware, galvanisiert Aqua 4, grade 40) keinesfalls weiter empfehlen!

Jul
17

New Photos: Mantas!

Schwimmen mit Mantarochen

Im Juni 2017 beobachteten wir eine Gruppe von etwa 20 Mantas in unserem Lieblingsatoll. Wir sahen sie an mehreren Tagen hinter einander im Pass, wo sie in der starken, auslaufenden Strömung winzige Ruderfußkrebse aus dem Wasser filterten. Sie schienen sich nicht an uns zu stören, somit verbrachten wir Stunden mit ihnen.

(23 Fotos)

Jul
17

New Article in All-at-Sea: Interview with female single hander

A couple of months ago in the Gambier Islands we met the young, French single hander Charlotte Guillemot. As she is the first female single hander we have met in the Pacific, we interviewed her.


Birgit Hackl: Girl Power: Interviewing Charlotte Guillemot, All At Sea Caribbean, June 2017, p. 40–42. Free download from allatsea.net.

Jul
16

Zurück in Tahiti

Gestern Nacht sind wir nach einem gemütlichen, aber recht langsamen Törn bei Point Venus auf Tahiti angekommen. Wir haben am letzten Tag noch einen Wahoo gefangen und der Kühlschrank ist voll mit Filets und Steaks :-)
Jetzt machen wir uns für unseren alljährlichen Ersatzteil- und Bunkermarathon bereit.

Jul
14

Dünung

Gestern sind wir mit dem letzten Licht aus dem seichten Pass von Faaite hinaus motort und haben dann Segel Richtung Tahiti gesetzt (240 Seemeilen). Wind und See waren noch ganz ruhig und haben dann nach und nach zugenommen, sodass wir jetzt recht schnell, aber noch mit ruhiger See unter einem sonnigen Himmel dahin segeln. So ein Start ist um so viel angenehmer, als sich gleich in rauhe See und Starkwind zu stürzen (und gleich seekrank zu werden…).
Während der Nacht hat eine hohe Dünung aus Südwesten eingesetzt und jetzt wird Pitufa 2 bis 3 m hoch gehoben, wenn sich wieder so ein langgezogener, blauer Hügel unter uns durch schiebt. Noch 150 Seemeilen!

Jul
13

Faaite

Wir sind gestern Nachmittag in Faaite angekommen. Wir sind heute durch das hübsche Dorf spaziert (nur 400 Leute leben hier) und haben einen Termin mit dem Bürgermeister ausgemacht. Wir haben ihn nach dem Status von Tahanea gefragt und herausgefunden, dass die Leute von Faaite das Nachbaratoll eher als “eiserne Reserve” zur Nahrungsmittelversorgung sehen und nicht so sehr als Naturpark. Wir haben versucht, ihn davon zu überzeugen, die Vogelinseln für kommende Generationen zu bewahren…

Jetzt machen wir Pitufa wieder seeklar und werden später am Nachmittag wieder beim Pass hinaus fahren. Dann setzen wir die Segel Richtung Tahiti

Jul
11

Wir verlassen Tahanea

Heute haben wir den Wecker auf 3 Uhr gestellt und sind schon um 4 Uhr früh beim westlichsten Pass von Tahanea hinaus gesegelt. Die Nacht wurde vom immer noch fast vollen Mond hell erleuchtet, aber ich war trotzdem ein bissl nervös, weil wir noch nie durch diesen Pass gefahren sind. Am Ende war er aber ruhig und einfach und wir nahmen gleich darauf Kurs aufs Nachbaratoll Faaite (40 Seemeilen von Pass zu Pass) und segelten mit erst 4 und dann 5 Knoten in der leichten Nordostbrise dahin. Bei einer so ruhigen Fahrt wird nicht einmal Leeloo seekrank :-)

Wir folgten der Küstenlinie Tahaneas und sobald die Sonne aufging, gesellte sich eine große Gruppe von Tölpeln zu uns, die laut quakend und zeternd um uns herum Fische fingen (sie platschen dazu von großer Höhe ins Meer und tauchen nach Fischen). Sie blieben einige Stunden in der Nähe und wir waren traurig, als sie uns schließlich doch verließen. Die Glücklichen können gleich nach Tahanea zurück fliegen, aber wir wollen auch in nicht allzu ferner Zukunft wieder zurück kommen!

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