deen

Jun
20

In der Werft

Wir haben am Freitag gekrant und gleich mit der Arbeit begonnen. Wir machen wie immer ein neues Antifouling, aber nach mehr als 10 Jahren hat die Farbe am Rumpf schon viele Sprünge und Flecken, somit wollen wir Pitufa diesmal von einem professionellen Lackierer sprayen lassen, damit sie wieder hübsch und glänzend wird. Natürlich muss die alte Farbe erst runter, die Sprünge müssen gefillert werden und somit schleifen wir den ganzen Tag als Vorbereitung auf den Lackierer. Es sind noch ein Dutzend kleinere Jobs auf unserer Liste und wir haben auch die Windfahne und die Badeleiter abmontieren müssen. Christian hat schon ein neues Loch in den Rumpf gebohrt, damit der Wassermacher direkter Wasser bekommt, etc. etc.
Das Wetter ist instabil mit tropischen Regengüssen, obwohl meteo.pf behauptet, dass es kühl und sonnig sei, somit hoffen wir auf besseres Wetter zum Lackieren und Antifouling streichen. Jetzt ist es 6 Uhr Früh, meine Schultern und Arme schmerzen von der Arbeit am Exzenterschleifer und von unten hallen die erste Geräusche der ankommenden Arbeiter. Es wird wieder ein harter Tag auf dem Trockenen ;-)

Jun
15

Angekommen in Raiatea

Wir sind heute Nachmittag mit einem Squall, aber ohne Fisch in Raiatea angekommen und ankern jetzt vor der ‘Carenage’, wo wir morgen kranen werden. Wir sind ganz schön fertig und es ist grau und kühl, somit hauen wir uns jetzt für einen gemütlichen Nachmittag mit Tee und einem Film auf die Couch.

Jun
13

Richtung Raiatea

Nach fast einem Monat Bootsprojekten in Tahiti hätten wir gern ein paar Tage frei, aber am Freitag haben wir schon einen Termin für einen Werftaufenthalt in Raiatea, somit müssen wir heute los segeln. Der Wetterbericht sagt eine steife Brise voraus, somit rechnen wir mit einem rauhen, aber schnellen Törn. Leeloo hat schon Seekrankeitstropferl bekommen und wir sind noch bei den letzten Vorbereitungen. 130 Seemeilen liegen voraus!

Jun
10

Chaoswoche

Letzten Montag beschlossen wir, einfach schnell eine weitere Batterie zu unserer Servicebank hinzu zu fügen, damit wir 500 Ah statt 400 Ah hätten. Die Batterien sitzen unter der Lotsenkoje (die uns als Abstellraum dient), somit musste der ganze Krempel notdürftig in den Salon. Leider passte die Batterie nicht in die für sie gedachte Plastikbox und Christian wollte eine Fiberglasbox für sie anfertigen.

Um die Fiberglas-Schachtel zu erreichen, mussten wir die halbe Bugkabine ausräumen (dort lagert der Großteil unseres Krempels), auch diese Sachen landeten im Salon und Dienstag Abend war das Projekt noch nicht ganz fertig.

Am Mittwoch hatten wir ein lang vorher bestelltes Mietauto und somit verbrachten wir den Tag mit Einkäufen und fügten dem Salonchaos am Abend noch eine Autoladung Einkaufssäcke hinzu.

Am Donnerstag verstaute ich die Einkäufe, während Christian das Batterienprojekt abschließen wollte. Als er den Lötkolben einsteckte, verabschiedete sich unser Inverter (das Ding das 12V der Batterien zu 220V für Elektrogeräte umwandelt) mit einem lauten Prasseln und einer Rauchwolke. Ich fuhr per Autostopp in die Stadt und klapperte alle Yachtzubehörläden auf der Suche nach einem Ersatzgerät ab, fand auch eins, nur war’s dann schon zu spät am Abend, um den Zollfrei-Papierkram zu erledigen. Mir wurde gesagt, ich solle ‘einfach’ am nächsten Morgen wieder kommen.

Freitag Morgen stoppte ich also wieder in die Stadt, während Christian den alten Inverter ausbaute. Um den neuen zu installieren (unterm Nav-Tisch, also nicht leicht zu erreichen), mussten wir drei Laden voller Werkzeug aushängen und zum Salonchaos hinzu fügen. Den Rest des Tages verbrachten wir damit, Kabel dort zu verlegen, wo eigentlich nur ein Zwerg an einem Stock befestigt hin greifen kann.

Heute ist Samstag, der Inverter ist fertig installiert (Schubladen wieder rein, hurrah!), die Batteriebank fertig und geschlossen (zwei Matratzen und 10 Schachteln aus dem Weg!), die Bugkabine ist eingeräumt (weg mit den restlichen Schachteln!), das Boot gesaugt und gewischt und wir können uns endlich wieder einmal im Salon auf die Couch setzen!

Jun
06

Keine Schutzzone in Tahanea

Letztes Jahr mussten wir auf dem Atoll Tahanea in den Tuamotus zu unserem Entsetzen feststellen, dass auch auf den letzten verbliebenen Vogelmotus ein paar Leute mit der Produktion von Kopra begonnen hatten. Wir versuchten den Bürgermeister von Faaite (zu dem Tahanea gehört) von der Notwendigkeit einer Schutzzone zu überzeugen, hatten aber keinen Erfolg.

Dieses Jahr trafen wir die Familie, denen die Motus im Süden gehören als sie dort Kokosnüsse sammelten, aufschlugen und Kopra trockneten. Wir besuchten sie ein paar Mal und versuchten uns mit ihnen anzufreunden. Wir erklärten ihnen die Vorteile, die sie in der Zukunft haben würden, wenn sie jetzt die Vogelmotus unter Schutz stellten. Wir präsentierten eine Liste mit alternativen Möglichkeiten, Geld zu verdienen, wie z.B.
- Bojen installieren und für diese kassieren (wir würden das Material stellen und ihnen bei der Installation helfen)
- Ausflüge für Touristen organisieren (Schnorcheln, Vogelbeobachtung)
- traditionelle Mahlzeiten organisieren
- irgendwann in der Zukunft eine Ökotourismus-Lodge bauen
- etc. etc.

Nach anfänglichem Zögern schienen der Vater und seine drei Söhne ehrlich interessiert, sie versprachen in Faaite mit ihrer Familie zu reden und uns dann Bescheid zu geben.

Als letzte Woche das Telefon läutete, waren wir begeistert – so schnelle Neuigkeiten konnten nur gute sein! Die Enttäuschung folgte schnell, als der Vater erklärte, sein ältester Sohn (den wir nicht getroffen hatten), hätte sich geweigert bei unserem Plan mit zu machen, weil unsere Ideen ‘für Frauen’ seien, während ‘richtige Männer Kopra machten’…

Aus der Traum von der Naturschutzzone, die Zerstörung von naturbelassener Wildnis und Vogelkolonien wird für ein paar Euro Profit weitergehen.

Jun
06

Reparaturchaos und Rennereien

Seitdem wir in Tahiti angekommen sind, verbringen wir die Hälfte der Zeit damit, Sachen nachzurennen und die restliche Zeit mit dem Einbau der neuen Teile. Nichts geht je glatt, meist kommt man mitten beim Reparieren/Servicen/Einbauen drauf, dass ein kleines Teil fehlt/kaputt ist/justiert werden muss und dann gehts wieder per Autostopp zu einer Werkstatt, wo das Teil (um-)gebaut wird. Wir machen Fortschritte, aber Pitufa bleibt eine kontinuierliche Baustelle. Das Problem, wenn man gleichzeitig auf dem Boot wohnt und arbeitet, ist das ständige Leben im Chaos…

Mai
20

Umlaute???

Unsere Entscheidung die Abfahrt zu verschieben, stellte sich als weise heraus – ein anderes Boot, das losgefahren war, meldete Sturmb

Mai
20

Umlaute???

Unsere Entscheidung die Abfahrt zu verschieben, stellte sich als weise heraus – ein anderes Boot, das losgefahren war, meldete Sturmb

Mai
20

Photos of our 5th Gambier visit

Zyklonsaison 17/18 im Gambier-Archipel

Obwohl wir die Gambier schon zum fuenten Mal besuchten, fanden wir immer noch jede Menge neue Ecken (unter und ueber Wasser) zum Erkunden. Auch war's schoen, alte Freunde und bekannte Orte wieder zu sehen.

(48 Fotos)

Mai
19

Schneller Start in Tahiti

Wir sind letzte Nacht bei Pt. Venus angekommen, waren heut Früh zu einem Pancake-Frühstück auf L’Avenir eingeladen (danke!!), sind nach Marina Taina gesegelt, haben am Nachmittag unseren Gennaker geliefert bekommen (unglaublich, nachdem er vor nur 4 Tagen von Hongkong versandt wurde!), haben einen ersten Einkauf gemacht, einen Propellerreparatur für nächste Woche organisiert, ein Mietauto reserviert (wir haben anderthalb Stunden mit unserem wackeligen Internet für das Formular und die Bezahlung gebraucht…). Was für ein Tag! Hoffen wir, dass es im gleichen Tempo weitergeht ;-)

Mai
17

Es geht gut dahin

Wir segeln stetig dahin. Weil wir auf einem Vorwindkurs sind, rollte Pitufa trotz relativ kleiner Wellen ganz schön hin und her. Wir haben noch keinen Fisch gefangen, aber zwei Köder sind draußen. Wenn’s so weitergeht, sollten wir Tahiti morgen am Abend erreichen. Glücklicherweise ist die Ankerbucht hinter dem Nordkap Pt. Venus weit offen, somit müssen wir uns nicht wegen Passzeiten oder Ankunft bei Tageslicht sorgen. Noch 136 Seemeilen.

Mai
16

Hin und her und doch

Unsere Entscheidung die Abfahrt zu verschieben, stellte sich als weise heraus – ein anderes Boot, das losgefahren war, meldete Sturmböen mit 40 Knoten während der Nacht… Heute Morgen war’s immer noch grau und böig, aber nun behauptete der Wetterbericht, dass wir los müssten, oder wir würden erst in einer Flaute enden (der vorher gelobte Mittwochtermin nun mit Flaute…). Wir haderten ein wenig, aber am Ende motorten wir gegen ein Squall durch die Lagune (die arme Leeloo wurde noch in der Lagune seekrank), fuhren bei guten Bedingungen durch den Pass und sobald wir draußen waren, klarte es auf und wir sind gut unterwegs. Auch Leeloo ist schon wieder auf und das Essen schmeckt schon wieder… Zwei Angelleinen sind draußen, noch kein Fisch, noch 260 Seemeilen (von 290).

Mai
15

Start verschoben

Heute Morgen waren wir bereit los zu fahren, aber dann sahen wir uns den neuen Wetterbericht an und waren wieder unentschlossen: statt stetigem Wind war eine böige Nacht gefolgt von Leichtwind angesagt… Nach einigem Hin und Her entschieden wir uns noch zwei Tage zu bleiben und mit einem hoffentlichen stabileren Wetterfenster am Mittwoch los zu segeln. In der Zwischenzeit sind wir zum Vogelinserl in der Lagune gesegelt, wo wir jetzt bei Nordostwind (anstatt Ost wie versprochen) ordentlich schaukeln. Wir sehen’s als Übung für den bevorstehenden Törn ;-)

Mai
14

Good-bye Tahanea

Heute sind wir damit beschäftigt, Pitufa seeklar zu machen. Nach längerer Zeit in einer Lagune brauchen wir dafür immer ewig. Zu den offensichtlichen Aufgaben wie Kajak putzen/verstauen, Dingi verstauen, Bäume fürs Vorsegel vorbereiten (Vorwindkurs) kommen noch dutzende kleine Tätigkeiten dazu (Kasteln entklappern, Brot backen, Kuchen zur Moralverbesserung backen, Böden wischen weil wir auf Törns auf einer Matratze auf dem Boden schlafen, Angelzeug vorbereiten, Katzenklo putzen, etc. etc.). Zusätzlich gibt Christian heute noch einer Genuawinsch ein ausgiebiges Service, damit morgen alles reibungslos läuft.

Wir können uns nur schwer von Tahanea losreissen, besonders weil jetzt in Tahiti und Raiatea eher unlustige Zeiten anstehen. Bestellungen, Reparaturen, Einkaufereien in Tahiti und dann ein Werftaufenthalt in Raiatea. Morgen fahren wir mit (laut Wettervorhersage) stetigem Südostwind weg. 290 Seemeilen liegen voraus!

Mai
03

Plastik

Wir sind zum westlichsten Ankerplatz auf der Südseite von Tahanea gefahren, um den Status von zwei weiteren Vogelmotus zu checken. Glücklicherweise ist dieser Platz unberührt geblieben, Tölpel kreisen über den zwei kleinen Motus und bereiten sich auf die nächste Nistsaison vor. Hier wachsen nur wenige Palmen, scheinbar zu wenig, um Kopra zu ernten.

Vom Motu erstreckt sich eine lange Sandbank zum Ankerplatz, wo wir sonst immer Muscheln auf dem blendend weißen Strand gesammelt haben. Gestern haben wir dort 6 Kübel voll Plastikmüll gesammelt und diesen dann verbrannt. Das ist natürlich kein messbarer Anteil an der Plastikflut, die den Pazifik erstickt, aber es war alles, was wir unmittelbar tun konnten. Wenn jeder bei sich selber anfangen würde und alles in seiner Macht stehende tun würde (auch wenn das nicht viel ist), wäre die Welt ein schönerer Ort.
Noch was: von all dem Bücken gestern hab ich ich heute einen Muskelkater in Oberschenkeln und Hinterteil, Umweltschutz ist also gut für die Figur!

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