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Sep
27

Photos of our trip eastward, part 3

Ostwärts, Teil 3: Rarotonga (Cook Inseln)

Unser letzter Stopp auf dem Törn nach Osten war Rarotonga, die Hauptinsel der Cook Islands. Rarotonga hat ein Saumriff, aber die schmale Lagune ist zu seicht für Segelbote. Wir blieben eine Woche im Hafen von Avatiu.

(35 Fotos)

Sep
27

Unser Törn ostwärts von Tonga nach Tahiti: Zusammenfassung

Wenn andere Cruiser von unserer Reise von Tonga nach Tahiti Richtung Osten hörten/lasen, reichten die Reaktionen von Horror bis Bewunderung. ‘Ihr fahrt in die falsche Richtung!’ Als Segelschiffe noch die einzige Transportmöglichkeit für Waren und Personen über die Ozeane darstellen, segelten sie auch zu allen Jahreszeiten in alle möglichen Richtungen, aber es scheint, dass während der letzten Jahrzehnte unter Cruisern ein Konsens festgelegt wurde, dass Segeljachten niemals gegen den Passtwind reisen können (das liegt vielleicht an Bibeln wie Jimmy Cornell’s ‘World sailing routes und Seminaren für Puddle Jumper). Die Leute meinten, dass wir die ganze Zeit hin und her gegen den Passat aufkreuzen würden. Ja, wir segelten die meiste Zeit hart am Wind, aber das Leben an Bord erscheint uns auf einem krängenden Boot mit konstantem Segeldruck sogar angenehmer, als das ewige Rollen bei Vorwindkursen. Großteils versuchten wir, während Süd- und Nordwindphasen Ostmeilen zu machen. Der Wi
nd dreht in dieser Gegend immer dann herum, wenn ein Trog vorbeizieht und wenn die SPCZ (South Pacific Convergence Zone) über dem Südpazifik hängt, geschieht das etwa einmal pro Woche.

Unser System war simpel: wir segelten los, sobald der Wind begann sich zu drehen und versuchten den Schutz einer Insel zu erreichen, bevor der Ostpassat wieder einsetzte. Zwischen Tonga und Tahiti liegen zahlreiche Inseln, die meisten davon haben nur auf der Westseite offene Ankerplätze/Bojenfelder und diese sind geradezu ideal, um Ostwinde auszusitzen.

Tongatapu nach Niue:
Am 10. August begannen wir den ersten Abschnitt von Tonga weg in sehr rauem Wetter mit 25 bis 30 Knoten SSO Wind, während der nächsten zwei Tage drehte der Wind auf SO, es blies aber immer noch mit 20+, Pitufa machte Etmale um die 120 Seemeilen und wir erreichten Niue nach anderthalb Tagen. Wir verbrachten 5 Tage dort und nutzten die Zeit, um Teile der Insel zu erkunden, die uns beim ersten Stopp entgangen waren. (320 Seemeilen Luftlinie, 322 gesegelte Meilen).

Niue zum Beveridge Reef:
Am 16. August drehte der Wind auf ONO (das Bojenfeld in Niue wird bei Nordkomponente im Ostwind schon ungemütlich) und wir segelten wieder los, kreuzten einmal auf, dann drehte der Wind auf NO, wir segelten O und erreichten das Beveridge Riff mit der letzten Brise vor einer zweitägigen Flaute. Perfekt! (135 Seemeilen Luftlinie, 155 Seemeilen gesegelt)

Beveridge Reef nach Palmerston:
Am 20. August drehte der Wind auf SW, somit segelten wir auf einem SO-Kurs los. Wir wußten noch nicht, welche der Cook Inseln wir anlaufen würden, aber sie sind so praktisch weitgestreut, dass man sicher sein kann, eine zu treffen. Im Endeffekt wurde es Palmerston und wir blieben eine Woche (285 Seemeilen Luftlinie, 305 gesegelte Seemeilen).

Palmerston nach Rarotonga:
Am 30. August behauptete das Grib File eine Winddrehung auf NO und wir segelten los, aber der Wind blieb einen ganzen Tag auf O (manchmal sogar OSO) und wir wurden zu weit nach Süden gedrückt. Am nächsten Tag kam der Dreher endlich und wir erreichten Rarotonga nach 3 Tagen. Wir blieben 1 Woche in der Hauptstadt der Cooks (Luftlinie 270 Seemeilen, 281 gesegelt).

Rarotonga nach Tahiti:
Der fünfte und letzte Abschnitt hätte eigentlich einfach sein sollen, weil der Kurs hinauf nach Nordosten schon bei Südostpassat möglich ist. Leider blieb der Wind zwei Tage auf NO (manchmal ONO) und wir kreuzten einmal auf, dann drehte er auf N und erstarb zu einer Brise (wir motorsegelten deshalb zwei Tage). In dieser Zeit machten wir genug Meilen nach O, sodass wir dann einen Nordkurs nach Tahiti setzen konnten als der Passat aus O wieder stark einsetzte. Mit einem Stopp bei den Austral Inseln (wir segelten an Maria und Rimatara vorbei) hätten wir uns die zwei Tage motoren ersparen können… (7 Tage unterwegs, Luftlinie 620 Seemeilen, 780 gesegelt).

Im Endeffekt brauchten wir für den gefürchteten Törn in die ‘falsche Richtung’ 5 Wochen, 3 davon verbrachten wir aber vor Anker/an Bojen vor hübschen Inseln. Wir segelten ca. 340 Extra-Seemeilen im Vergleich mit der Luftlinie von 1500 Seemeilen (Tongatapu direkt nach Tahiti). Wir mussten nur zweimal kreuzen, die restliche Zeit drehte der Wind immer so, dass er uns in einer Kurve an unser Ziel brachte. Wir hatten an 5 Tagen mehr als 20 Knoten Wind und an 4 Tagen weniger als 10 (davon motorsegelten wir an zweien), die restliche Zeit waren wir bei idealen 10 bis 20 Knoten Wind unterwegs und machten Etmale um die 120 Seemeilen. Wir sind froh, dass unser Boot gut am Wind segelt, Pitufa schlug sich tapfer, aber gegen Ende der Reise machte sich trotzdem Verschleiß am Material bemerkbar (durchgescheuerte Schoten, etc.).

Sep
26

So viel zu tun…

Im Moment sind unsere Tage einfach nicht lang genug, um alles zu erledigen was ansteht. Nach dem langen Trip braucht Pitufa so einiges an Aufmerksamkeit. Der Boiler tropfte und Christian entfernte ein durchgerostetes Heizelement (gefolgt von einer Bilgeputzaktion, weil gleich zweimal je 25 Liter Frischwasser in den Motorraum abgelassen werden mussten). Gestern war ein neunstündiger Pfaff-Tag (so heißt unsere Nähmaschine), weil wir fast alle Nähte vom Lazybag nachnähen mussten und ein paar Stellen bekamen Verstärkungen aufgenäht.

Heute Morgen brachten wir unseren gebrochenen Baum (4,5 m) mit dem Dingi (2,7 m) zu einer Werkstatt und fuhren deshalb schon um 7 Uhr los, weil frühmorgens noch Flaute herrscht. Wir kamen auch gut an, sie versprachen bis morgen eine Alu-Platte aufzuschweißen, dann mussten wir noch einkaufen und als wir die Rückfahrt angingen, blies es schon aus allen Rohren. Stellt euch ein kleines Dingi vor, dass gegen 25 Knoten Wind und anderthalb Meter hohe, steile Wellen ankämpfen muss. Es sind nur anderthalb Meilen von der Stadt zu unserem Ankerplatz, aber als wir ankamen waren wir komplett durchnässt und das Dingi voller Wasser. Glücklicherweise hatten wir an Dry-Bags gedacht und somit blieben die Rucksäcke und die Einkäufe trocken… Das war unsere zweitschlimmste Dingifahrt bisher. Die schlimmste fand auf genau derselben Strecke vor zwei Jahren statt, als unser altes Dingi in der Stadt zerdrückt wurde und wir lediglich mit Luft im Aufblaskiel beinah sinkend retour
fuhren.

Sep
25

Photos of our trip eastward, part 2

Ostwärts, Teil 2: Palmerston (Cook Inseln)

Wir blieben eine Woche auf diesem interessanten Atoll. Die meisten der 57 Einwohner sind Nachfahren von William Marsters und seinen 3 polynesischen Frauen. Ankommende Jachten werden von einer Gastfamilie willkommen geheißen und ins Inselleben integriert.

(50 Fotos)

Sep
24

Photos of our trip eastward, part 1

Ostwärts, Teil 1: Tonga, Niue, Beveridge Reef

Im August 2016 entschieden wir uns von Tonga zurück nach Tahiti zu segeln. Wir nutzten drehende Winde durchziehender Tröge um in kurzen Etappen von Insel zu Insel ostwärts zu hüpfen.

(20 Fotos)

Sep
16

Pitufas Windatlas und Windrosen-Browser

Hier findet sich unser Atlas vorherrschender Ozeanwinde!

Als praktische Alternative zu Pilot-Charts bietet unsere Seite einen interaktiven Windatlas und Windrosen-Browser. Anders als klassiche Pilot-Charts basiert dieser Atlas auf Satellitendaten (gleichförmig gemessen, unbefangen), ähnelt insofern also Jimmy Cornell’s Ocean Atlas (der ist aber in Papierform und teuer…). Wir visualisieren weltweite Ozeanwinddaten vom SeaWinds Scatterometer an Bord des QuikSCAT Satelliten monatlich gemittelt über 10 Jahre. Daten von Climatology of Global Ocean Winds—COGOW.

Sep
16

Pitufa zurück in Französisch Polynesien

Nach einem kurzen Ausflug weiter nach Westen (Tonga, Niue und die Cook-Inseln) ist Pitufa wieder zurück in Französisch Polynesien.

Sep
16

Zurück in Tahiti

Letzte Nacht haben wir Tahiti um 1 Uhr früh nach einem sehr rauen Ritt mit 20 bis 30 Knoten Ostwind erreicht. Im Lee der großen Insel beruhigten sich See und Wind gleich und nachdem die Nacht mondhell war, entschlossen wir uns im Dunkeln durch den Pass südlich der Marina Taina zu fahren. Sogar mit GPS Spur und blinkenden Markierungsbojen ist so eine Nachteinfahrt mit Brechern auf beiden Seiten aufregend… Wir ankerten gleich im nächsten Becken südlich der Marina, versuchten schnell zumindest das Cockpit und Achterdeck zu entsalzen (Leeloo war natürlich schneller als wir und joggte gleich glücklich rund ums Deck und sprang aufs Bimini), öffnete eine Flasche Sekt und genossen den superruhigen Lagunenankerplatz. Sooo schön, wenn das Boot endlich wieder still steht!

Sep
14

Grau und grauslich

Es schaut so aus, als ob diese Reise so endet, wie sie vor etwas mehr als einem Monat begonnen hat: squally, windig, regnerisch, grau und grauslich. Wir wollen uns aber nicht beschweren, zwischendurch hatten wir viel Glück mit dem Wetter. 97 Seemeilen bleiben so wie die Feenseeschwalbe fliegt! Endlich fliegen wir auch so direkt wie die Vögel… Wir haben genug Ostmeilen gemacht als wir noch konnten und können jetzt geradewegs nordwärts nach Tahiti in Ostwinden düsen.

Sep
14

Motor aus!

Nach fast zwei Tagen segeln wir endlich wieder. Was für eine Erleichterung, den lärmenden Motor auszuschalten und nur dem Gurgeln der Wellen am Rumpf und dem wohlbekannten Knarren der Schoten und Blöcke zu lauschen. Der Wind ist derzeit noch eine Brise, die See ist glatt und wir genießen diese perfekten Segelstunden – bald legt der Wind wieder zu und dann stampfen wir in die Wellen.

Wir haben die Flaute genutzt, um den Wassermacher ausgiebig laufen zu lassen, das Boot durchzputzen und -lüften (alle Luken waren offen), ein paar Wartungsarbeiten und kleine Reparaturen zu machen (das schlagende Schot des kaputten Gennakers hatte eine Anschlussbox eines Solarpanels zerschlagen, die Christian klebte und wieder versiegelte und nachdem die Tube schon offen war, machte ich gleich das Silikon im Bad noch neu – was soll man auch sonst auf einem Törn machen?). Heute Morgen haben wir den Dieselstand überprüft und 50 Liter aus Kanistern nachgetankt – nur um auf Nummer sicher zu gehen, jetzt ist der Tank wieder mehr als halb voll.

Leeloo hasst den lauten Motor und war viel im Cockpit. Sie wollte sogar aufs Deck spazieren, aber während er ersten rauhen Tage dieses Abschnitts war das Deck ständig von Wellen überspült und dementsprechend salzverkrustet, also keine Chance auf ein Sonnenbad für sie, aber wie erklärt man das einer hochgradig gelangweilten und überaus sturen Katze…

173 Seemeilen wie der Weißbauchtölpel fliegt!

Sep
13

Motorsegeln

Wir vermeiden es wenn immer zu möglich zu motoren, weil es eine Verschwendung von Diesel ist, der Lärm unter Deck ohrenbetäubend wirkt und der Motor das Boot aufheizt. Im Moment ist der Wind sehr leicht (etwa 8 Knoten), was genug wäre, um das Boot langsam in Bewegung zu halten, somit würden wir normalerweise den Motor nicht starten. Allerdings zeigen die Grib files anstatt der versprochenen Südostwinde jetzt für morgen einen einsetzenden Ostwind, der am Mittwoch stärker wird und am Donnerstag dann auf Nordost dreht. Das heißt, wir müssen Tahiti vor diesem Dreher erreichen und somit müssen wir uns vorerst mit dem dröhnenden Yanmar arrangieren. 270 Seemeilen wie die Eilseeschwalbe fliegt!

Sep
12

Quirliger Ozean

Heute hatten wir einen superschönen Leichtwindsegeltag mit ruhiger See, kleine Fischis sprangen herum, große Fischis hinterher und Seevögel bedienten sich am Fischbuffet. Wir hatten auch Glück und fingen in dem Getümmel ebenfalls einen Thunfisch. Viel zu oft fühlen wir uns auf offener See wie in einer leblosen Wüste, da war der heutige Tag eine tolle Abwechslung. Leider riss unser altersschwacher Gennacker heute kurz nach dem Setzen der Länge nach durch (ein lang erwarteter Verlust), somit waren wir sehr langsam unterwegs (3 bis 4 Knoten). Das letzte grib file droht mit Nordostwind anstatt dem versprochenen Südostwind, den wir brauchen um nach Tahiti zu kommen (genau, das liegt nämlich im Nordosten…). Wir haben heute Nachmittag schon Guides und Satellitenbilder der Iles Australes durchgeschaut – für alle Fälle…

Sep
11

Erholsames Segeln

Während der Nacht hat der Wind auf Nord und dann sogar Nordwest gedreht, ist aber leicht geblieben, somit hatten wir eine sehr ruhige, erholsame Nacht mit nichts zu tun als Audio-Bücher hören, Schokopudding mampfen und hie und da einen Kontrollblick zu machen. Maria, die westlichste der Australinsel liegt nördlich von unserem Kurs, wir sind also offiziell zurück in Französisch Polynesien. 400 Seemeilen wie die Noddy-Seeschwalbe fliegt bleiben noch!

Sep
11

Materialermüdung

Heute hatten wir einen guten Segeltag und haben endlich Meilen direkt Richtung Ziel gemacht. Auf diesem Törn zeigt sich Materialermüdung. Abgesehen vom Riss im Großbaum brechen kleinere Dinge. Ein Schäkel, der das Running Backstay hielt brach durch, heute ist das Vorsegelschot gerissen – nichts Spektakuläres und alles Sachen, die schnell repariert waren, aber es zeigt, dass die letzten Monate hart für Pitufa (und ihre Crew) waren.
Noch 460 Seemeilen wie der Rotfusstölpel fliegt!

Sep
10

Reparaturen und Umwege

Ich war gerade dabei Schlaf nachzuholen, als mich ein Schrei aus der Koje und in Rekordzeit an Deck taumeln liess: ‘Unser Großbaum ist gebrochen!’ Wir ließen schnell das Großsegel herunter und dann zeigte Christian mir einen langen, vertikalen Riss im Baum, direkt oberhalb der Stelle, die wir in Panama mit einer Aluplatte und Nieten repariert hatten.

Während ich noch leicht geschockt am Kartenplotter nachsah, welche der voraus liegenden Inselchen vielleicht einen Schweißer haben könnte (einige kleine Cook Inseln und die westlichsten der Australes), hatte Christian schon Werkzeug und Material herausgesucht. Unser Handwerkerschlumpf!

Glücklicherweise war nicht allzu viel Wind, somit schaukelte und krängte Pitufa nicht zu stark, um auf Deck mit Bohrmaschine und Nietenzange arbeiten zu können. Wir nieteten 3 Metallplatten mit 5 mm Nieten als Verstärkung an den Baum, der jetzt aussieht wie ein Teil aus einem Mad Max Film, aber stark genug, dass wir wieder das Großsegel aufziehen können (ein Muss bei unserem Kurs hart am Wind). Drückt uns die Daumen, dass er bis Tahiti hält!

Der versprochene Winddreher nach Nordost hat immer noch nicht statt gefunden und wir werden viel zu weit südlich geblasen. Seit gestern haben wir nur wenige Meilen in Richtung Ziel gut gemacht (550 Seemeilen wie der Fregattvogel fliegt). Der positive Nebeneffekt unseres Umwegs ist, dass wir Inseln sehen, die wir sonst nie zu Gesicht bekommen würden, gerade jetzt segeln wir bei Mangaia vorbei, einem gehobenen Atoll der Cook Inselkette.

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