deen

Jan
20

Suche nach dem Leck

Als wir gestern direkt außerhalb des südlichen Barriereriffs der Gambier waren (alle Segel oben, 6 Knoten Fahrt, 2 Angelleinen draußen), ging plötzlich der Wasseralarm in der Bilge los. Bodenbretter heraus reissen – Finger in die Brühe stecken – kosten –
Frischwasser – uff! Also keine unmittelbare Gefahr, aber trotzdem nicht grad toll mit einer Bilge voller Wasser anzukommen. Wir segelten über das südliche Barriereriff und fast auf dem gleichen Kurs durch die Lagune zum hübschen Motu Tauna am östlichen Außenriff.

Zusätzlich zum üblichen Aufräumprogramm (Segel verstauen, Boot entsalzen, etc.) mussten wir noch die Bilge trocknen bevor’s dann endlich eine Flasche Sekt und Tapas gab.

Heute Morgen ging die Suche nach dem Leck in unserem Frischwassersystem los. Wir putzten die Bilge ausführlich, verglichen die Lage von trockenen und nassen Kammern und versuchten den Schuldigen zu finden. Erst verdächtigten wir den Wassermacher, aber bald hatten wir den Aluminiumtank eingekreist (ja, genau den, den wir letztes Jahr mühevoll repariert haben). Wir überlegten die Salonbank abzubauen und den Tank zu öffnen, aber dann kontrollierten wir noch den Entlüftungsschlauch, der in einem Kastl endet und wirklich, einige Sachen dort drinnen waren nass. Unser Hauptlagerraum (etwa ein Kubikmeter Dosen und ähnliches) liegt unter diesem Kastl, somit räumten wir auch das aus und trockneten alle Vorräte. Jetzt schauen wir weiter nach Tropfen und hoffen, dass wir das Leck entlarvt haben. Nicht die ideale Art den ersten Tag nach einem Törn an einem schönen, türkisen Ort zu verbringen ;-)

Jan
18

Schräges Leben

Vorgestern ist der Nordwestwind eingeschlafen und später ist der Wind dann aus Ost neu aufgekommen (anstatt des versprochenen Südost). Wir sind somit seitdem so hart am Wind wie nur möglich unterwegs und kämpfen darum, unseren direkten Kurs zu den Gambier zu halten. Das Leben spielt sich grad eher auf den Wänden ab, so stark krängt das Boot. Am Nachmittag kommen wir an!

Jan
16

Fisch!

Normalerweise graut uns auf Törns vor wenig Wind, weil wir dann in konfusen Seen mit flappenden Segeln rollen. Dieses Mal haben sich Wind und Meer gemeinsam langsam beruhigt, somit gleitet Pitufa heute auf einer glatten See mit nur 8 Knoten Brise schön dahin. Es ist sonnig, kein Wolkerl am Himmel und die See hat diese ganz besondere Schattierung von blau, so dunkel, dass sie fast schon lila aussieht (aus irgendeinem Grund sehen wir diese Farbe nur südlich von 20 Grad S).

Gestern sind wir unter ähnlichen Bedingungen ganz langsam gesegelt, als ein 1,5 m Mahi-Mahi anbiss: 5 Uhr am Nachmittag und nur 3,5 Knoten Geschwindigkeit – so viel zur Theorie, dass Fisch in der Dämmerung bei hohen Geschwindigkeiten beißen.
Wir haben eine STunde gebraucht, bis der arme Kerl am Achterdeck zerlegt war (wir brauchten einen Hammer, um das Messer durch die Wirbelsäule zu bringen, brrrrrrrrrr) und heute werd ich noch ein paar Stunden in der Küche damit verbringen, die Steaks in haut- und grätenfreie Stücke zu zerlegen. In Sojasauce eingelegt halten diese eine Woche im Kühlschrank, somit werden wir wohl etwa die Hälfte des Fischs innerhalb dieser Zeit essen. Die andere Hälfte werden wir im heute abend im Druckkochtopf in Gläsern einkochen.

Jan
15

Nordwestbrise

Die Nordwestbrise bläst uns stetig auf einem gemütlichen Kurs Richtung Gambier. Sonne, ruhige See – bis auf den Umstand, dass wir noch keinen Fisch gefangen haben, ist das bisher ein wirklich perfekter Törn.

Jan
14

Gemütlich unterwegs

Wir haben jetzt etwas weniger Wind, aber wir fahren immer noch mit 4 Knoten, also kein Grund zum Beschweren! Noch 388 Seemeilen

Jan
13

Gutes Segeln

Derzeit bläst der Wind stetig aus Nord, weil westlich von uns ein kleines Tief vorbei zieht, das den Wind für uns gedreht hat. Noch 500 Seemeilen!

Jan
13

Wir verlassen Rapa Iti

Der Wetterbericht kündigt ein Wetterfenster an, mit dem wir zu den Gambier segeln können, somit brechen wir heute Abend auf. Wir sind ein bissl traurig, weil es uns hier so gut gefallen hat, aber andererseits freuen wir uns auch auf wärmeres Wetter. 570 Seemeilen liegen vor uns!

Jan
12

Photos of Rapa Iti

Rapa Iti, Australinseln

Wir verbrachten Weihnachten 2017 und Jaenner 2018 auf Rapa Iti und verliebten uns in dieses abgelegene Juwel und seine freundlichen Menschen. Abgesehen vom rauen Wetter ist Rapa ein perfektes Ziel fuer Cruiser und ein Wanderparadies.

(53 Fotos)

Jan
07

Lieber Vorsicht als Nachsicht

Das Sturmtief ist so schnell vorbei gezogen, wie vorhergesagt: Gestern in der Früh hatten wir 25 Knoten aus Ost (die Bucht blieb ruhig, obwohl sie nach Osten offen ist), zu Mittag dann stetige 35 Knoten (etwas Windsee baute sich auf) und am Abend beruhigte sich der Wind schon ein wenig und drehte auf Südost. Seitdem haben wir keinen stetigen Wind, sondern plötzliche Böen bis 45 Knoten. Die rauschen so plötzlich daher, dass kleine Wasserhosen aufgepeitscht werden und das Dingi an seiner Leine hinterm Boot umgedreht wurde – glücklicherweise hatten wir den Außenborder, die Bodenbretter und die Ruder vor dem Sturm in Sicherheit gebracht…

Unsere Vorbereitungen waren etwas übertrieben, aber wir wollten auf der sicheren Seite sein. Ein weiterer Vorteil davon, dass wir die Segel, die Regeplane, das Bimini und die Pitufa-Flachl abmontiert haben ist, dass wir Gelegenheit hatten sie zu servicen. Wir haben ein paar Risse repariert und einige Nähte nachgenäht. Morgen sollten wir alles wieder montieren können und die Pflanzen, die derzeit als Flüchtlinge im Salon sitzen, dürfen dann auch wieder ins Cockpit.

Jan
04

Vorbereitungen auf ein Sturmtief

Rapa ist eine tolle kleine Insel mit einer atemberaubenden Natur und super-freundlichen Leuten, aber vom Wetter her ist es leider wirklich benachteiligt…

Es liegt außerhalb der Tropen und auch außerhalb des Passatwindgürtels. Das ganze Jahr über herrschen variable Winde, was einen Besuch von Segelbooten erschwert. Im Juli und August gehen die Temperaturen bis auf 10 Grad zurück und Winterstürme umtosen den einsamen, kleinen Felsen.

Der Sommer ist kurz (nur 3 Monate von Ende Dezember bis März) und dann ist noch dazu Regenzeit ;-) Während dieser Monate hängt die SPCZ (Südpazifische Konvergenzzone) über den Austral und somit liegen sie auf der Zugbahn von Trögen und Tiefs, die entlang dieser Zone nach Südosten ziehen.

Eines dieser Tiefs ist für morgen vorhergesagt, somit bereiten wir das Boot auf Starkwind vor. Wir haben beide Vorsegel unter Deck gebracht, das Bimini abmontiert und vieles andere abgebaut, um die Windangriffsfläche zu reduzieren und auch um kleinere Dinge vom Abfliegen zu hindern… Wir hatten während der letzten Wochen schon einige heftige Böen, somit sollte der Anker gut gesetzt sein. Jede Wettervorhersage behauptet eine andere Windrichtung (je nachdem wie nahe das Tief vorbei zieht), aber die Bucht ist von hohen Bergen umgeben und der nach Osten offene Eingang ist von einem breiten Riff geschützt, somit sollte sich keine See aufbauen können. Wegen der hohen Berge gibt es hier aber Düseneffekte und Böen, die von den Hängen herab fegen.

Dez
30

Festungen

Rapa Iti (der alte Name ist Oparo) wurde von Polynesiern etwa vor 1000 Jahren besiedelt (unterschiedliche Daten in verschiedenen Quellen). Die begrenzten Ressourcen der kleinen Insel (Rapa ist nur etwa 40 km2 groß und der Großteil davon ist unwegsames Bergland) führten zu Konflikten unter der wachsenden Bevölkerung und zum Bau von 15 Festungen auf den umliegenden Bergen. Als die Insel Ende des 18. Jahrhunderts von Europäern entdeckt wurde, lebten mehr als 2000 Leute hier, aber durch die von den europäischen Schiffen eingeführten Krankheiten schrumpfte die Bevölkerung bald auf nur 120 (Mitte 19. Jh).

Heute leben wieder 500 Leute hier, aber viele Insulaner sind auf der Suche nach Arbeit nach Tahiti oder auf andere größere Inseln ausgewandert. Die Einheimischen sind stolz auf ihre Geschichte und Kultur und haben es geschafft, einen Spezialstatus innerhalb der französischen Verwaltung zu bekommen. Rapa ist in vielen Belangen autonom und neben dem offiziellen ‘maire’ (Bürgermeister) fällt der ‘Rat der 7′ (Tohitu, sieben weise alte Leute) die wichtigsten Entscheidungen.

Die Überreste der Festungen sind immer noch auf dem Kamm der Caldera um die Hauptbucht herum zu erkennen und gut markierte Wege führen zu 3 von ihnen. Bisher sind wir zum Morongo Uta und Tevaitahu gewandert. Von den eigentlichen Bauwerken sind nur ein paar Steinmauern zu sehen, aber die beeindruckenden Ausblicke über die Hauptbucht und die gegenüber liegende Küste sind auf jeden Fall den Aufstieg wert. Auf dem Höhepunkt der polynesischen Zivilisation war die Insel abgeholzt, aber später wurde sie mit Pinien und anderen eingeführten Bäumen wiederaufgeforstet. Auch die endemischen Farne haben sich wieder ausgebreitet und heute ist der Gesamteindruck wieder saftig grün, obwohl viele der steileren Hänge immer noch kahl bleiben.

Dez
30

Festungen

Rapa Iti (der alte Name ist Oparo) wurde von Polynesiern etwa vor 1000 Jahren besiedelt (unterschiedliche Daten in verschiedenen Quellen). Die begrenzten Ressourcen der kleinen Insel (Rapa ist nur etwa 40 km2 groß und der Großteil davon ist unwegsames Bergland) führten zu Konflikten unter der wachsenden Bevölkerung und zum Bau von 15 Festungen auf den umliegenden Bergen. Als die Insel Ende des 18. Jahrhunderts von Europäern entdeckt wurde, lebten mehr als 2000 Leute hier, aber durch die von den europäischen Schiffen eingeführten Krankheiten schrumpfte die Bevölkerung bald auf nur 120 (Mitte 19. Jh).

Heute leben wieder 500 Leute hier, aber viele Insulaner sind auf der Suche nach Arbeit nach Tahiti oder auf andere größere Inseln ausgewandert. Die Einheimischen sind stolz auf ihre Geschichte und Kultur und haben es geschafft, einen Spezialstatus innerhalb der französischen Verwaltung zu bekommen. Rapa ist in vielen Belangen autonom und neben dem offiziellen ‘maire’ (Bürgermeister) fällt der ‘Rat der 7′ (Tohitu, sieben weise alte Leute) die wichtigsten Entscheidungen.

Die Überreste der Festungen sind immer noch auf dem Kamm der Caldera um die Hauptbucht herum zu erkennen und gut markierte Wege führen zu 3 von ihnen. Bisher sind wir zum Morongo Uta und Tevaitahu gewandert. Von den eigentlichen Bauwerken sind nur ein paar Steinmauern zu sehen, aber die beeindruckenden Ausblicke über die Hauptbucht und die gegenüber liegende Küste sind auf jeden Fall den Aufstieg wert. Auf dem Höhepunkt der polynesischen Zivilisation war die Insel abgeholzt, aber später wurde sie mit Pinien und anderen eingeführten Bäumen wiederaufgeforstet. Auch die endemischen Farne haben sich wieder ausgebreitet und heute ist der Gesamteindruck wieder saftig grün, obwohl viele der steileren Hänge immer noch kahl bleiben.

Dez
24

Frohes Fest

Wir wünschen euch frohe Weihnachten und ein gesundes, interessantes und erfolgreiches Jahr 2018!

Dez
21

Hyperaktive Sonnentage

Bis jetzt waren Sonnentage rar (2 bisher), somit nutzen wir die Sonnenstunden so aktiv wie nur möglich.
Am Montag waren wir an Land, um die Ankunft des Frachschiffs mitzuerleben. Es war ein Riesenspektakel, weil dieses Mal nicht nur Waren geliefert wurden, sondern auch die Kinder der Insel, die in Tahiti und Tubuai zur Schule gehen, heim kamen.
Nachdem die Kinder nur die längeren Ferien in Rapa verbringen, gab’s viele rührende Begrüßungsszenen. Alle trugen Blumenkränze am Kopf und um den Hals und auch die Neuankömmlinge (beladen mit Taschen und Weihnachtsgeschenken) wurden sofort mit einem oder gar mehreren Kränzen behängt.

Für heute versprach der Wetterbericht wieder Sonne, somit begannen wir den Tag um 6, um 7 war schon die Wäsche gewaschen, um 8 waren wir an Land, um 10 schon am Gipfel des Morongu Uta (einer der höheren Berge mit den Resten eines alten Forts am Gipfel) und um 11.30 waren wir schon wieder im Dorf, bei Weihnachtsfeier der Volksschulkinder. Diese hatten Lieder und traditionelle Tänze einstudiert und wieder war das ganze Dorf versammelt.

Ich weiß, das wir immer die Freundlichkeit der Polynesier preisen, aber die Leute hier in Rapa bringen diese noch einmal auf ein höheres Niveau. Praktisch jeder, den wir treffen, schenkt uns Früchte oder lädt uns gar nach Hause ein und bietet dann noch die Nutzung von Internet oder gar Waschmaschine an… Wenn das Wetter nicht wäre, könnten wir in Versuchung geraten uns hier fix eine Muring zu bauen ;-)

Dez
18

Warm-kaltes Rapa

Rapa Iti ist die abgelegenste Insel Französisch Polynesiens. Es gibt keinen Flughafen, das Frachtschiff kommt nur einmal im Monat (manchmal auch nicht) und die nächstgelegene Insel Raivavae liegt 290 Seemeilen entfernt. Der Ankerplatz in der riesigen Hauptbucht von Rapa ist gut vor Wellen geschützt, aber wenn immer der Wind bläst (und das scheint meist so zu sein), heulen Fallböen von den Bergen herunter.

Die zwei Dörfer der Insel liegen links und rechts an der Bucht und wir haben gestern eine Regenpause genutzt, um beide zu besuchen. Wir ankern gleich neben Area, das eher eine Ansammlung von Häusern ist (etwa 100 Leute wohnen hier) und das Hauptdorf Haurei (etwa 400 Einwohner) liegt eine halbe Meile entfernt am gegenüber liegenden Ufer. Dort finden sich die Volksschule, das medizinische Zentrum, das Bürgermeisteramt und 3 Minimärkte. Wir haben uns beim (einzigen) Polizisten angemeldet und er hat extra für uns am Samstag sein Büro geöffnet. Er hat uns erzählt, dass 2017 nur 11 Segelboote hier waren – im Moment ist Pitufa das einzige Boot hier. Besucher bekommen somit einen extra-warmen Empfang – quasi um das kühle Klima auszugleichen ;-) . Im Winter gehen die Temperaturen auf 10 Grad herunter und selbst jetzt im Sommer tragen wir lange Hosen und Socken während eine Kaltfront hier heulenden Wind und strömenden Regen bringt.

Wir haben in Raivavae einen französischen Katamaran getroffen, der vorher hier in Rapa war und die beiden freundlichen Cruiser haben uns Ananas für ihre Freunde hier mitgegeben. Nachdem die Früchte schon auf der Überfahrt reif geworden sind, mussten wir sie gestern trotz des Regens ausliefern, haben dabei schon nette Bekanntschaften gemacht und sind beladen mit Bananen, frischem Brot, Pfirsichen, Popoi (einer Paste aus Taro-Wurzeln) und Guavensirup wieder auf Pitufa zurück gekehrt :-)

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