deen

Nov
15

Haie

Der Südpass in die Lagune von Fakarava ist ein Magnet für Tauchtouristen. Wir haben in allen Tuamotu-Pässen Haie gesehen, aber aus irgendeinem unbekannten Grund sind sie hier besonders zahlreich (angeblich leben 200-300 Graue Riffhaie hier). Beim Schnorcheln trifft man einige, aber der Großteil ist im tieferen Wasser unterwegs, somit macht es hier wirklich Sinn, die Tauchausrüstung heraus zu holen. Heute Morgen sind wir zum Pass gesegelt, haben die Tauchsachen fertig gemacht und sind mit unseren Freunden von SY Pakia Tea (www.planet-ocean.at) für einen Drift-Tauchgang zum Pass gedüst.

Wir wussten, dass die Strömung zu dieser Tageszeit in die Lagune geht, somit sind wir mit den Dingi weit hinaus gefahren, ins Wasser gesprungen und mit Sonja auf 20 m abgestiegen, während Tom sich opferte und uns mit dem Dingi in die Lagune folgte. Mit diesem angenehmen Arrangement konnten wir den Tauchgang sorgenfrei genießen. Wir trieben in der Strömung dahin und beobachteten Schwärme von bunten Doktor- und Schmetterlingsfischen über gesund aussehenden Korallen, freche Drückerfische bissen Brocken ebendieser Korallen ab, majestätische Napoleonfische patroullierten ihr Revier, Zackenbarschen lugten unter Felsvorsprüngen hervor und dann beim Drop-off in den tieferen Kanal endlich der eigentliche Grund für unseren Tauchgang: große Gruppen von Grauen Riffhaien stehen dort in der Strömung, mit ein paar Weißspitzenriffhaien dazwischen. Tagsüber wirken diese Haie passiv, wahrscheinlich rasten sie nach der nächtlichen Jagd auf Fische, trotzdem sind die Zahlen und die Nähe zu ihnen
beeindruckend.

Es ist lustig, wie ängstlich wir früher waren. Als Kind hielt ich beim Schwimmen in der Adria ständig nervös Ausschau nach Monstern unter mir – wahrscheinlich wurden wir und unsere Generation von den ‘Der weiße Hai’ Filmen geschädigt… Nachdem wir so viel Zeit im Wasser hier in Französisch Polynesien verbracht haben, haben wir diese Scheu verloren, genießen die Gesellschaft von neugierigen Riffhaien bei Schnorchelausflügen und hoffen immer auf einen Blick auf etwas Größeres – manchmal ein scheuer Zitronenhai am Außenriff, manchmal ein Silberspitzenhai im Pass oder die schlafende Silhouette eines Ammenhais am Boden. Haie sind ein wichtiger Teil des Ökosystems, aber in vielen Gegenden wurden sie von Fischern ausgerottet, weil diese keine Konkurrenten beim Fischen wollen, ihre Flossen auf dem asiatischen Markt teuer verkaufen oder die Lagune ‘sicher machen’ wollen. Auch trophäengeile Sportfischer stellen ihnen nach… Glücklicherweise sind Haie in Französisch Polynesien noch z
ahlreich vertreten.

Natürlich gibt es auch Haiarten, die uns zu einem schnellen Rückzug ins Dingi bringen würden: ein großer Tigerhai, oder Bullenhai wäre sicher wenig lustig, doch auch dann würde bei vernünftigem Verhalten wohl keine Gefahr drohen. Haiunfälle ergeben sich eher, weil Leute in Gegenden mit großen Populationen als gefährlich bekannter Haiarten ins Wasser gehen (z.B. Südafrika oder Australien), oder weil sie beim Speerfischen mit blutigen, zappelnden Beutefischen Haie anlocken. Wir haben bei unseren vielen Begegnungen mit Haien noch nie ein aggressiv wirkendes Exemplar getroffen.

Nov
12

Big atolls

We usually avoid big atolls, because when the wind shifts you suddenly have a few dozen miles of fetch ahead and getting to the protected side in nasty weathers means hours of motoring against the wind. Fakarava is more than 30 miles long and doesn’t offer many protected corners (no protruding reefs to hide behind). Its attraction is the South pass where hundreds of Grey Reef Sharks hang out, so we picked up a mooring next to the pass and snorkeled it a few times, but last night the dreaded wind shift came At 2 o’clock the wind turned to the north, picked up and soon Pitufa was bouncing in the choppy waves. Fortunately we didn’t see more than 15 knots of wind, but it was still uncomfy, so we headed up to the old village of Hirifa further north, where the reef bends into a corner that offers better protection.

de_start “Große Atolle”

Normalerweise meiden wir große Atolle, denn wenn der Wind dreht, hat man plötzlich ein paar Dutzend Meilen Lagune vor sich, über die sich hohe Wellen aufbauen und um bei Schlechtwetter zur geschützten Seite zu kommen, muss man stundenlang gegenan motoren. Fakarava ist mehr als 30 Meilen lang und bietet nicht viele geschützte Ecken (keine Riffe, die in die Lagune ragen und hinter denen man sich verstecken könnte). Die Attraktion hier ist der Südpass, in dem sich hunderte Graue Riffhaie aufhalten, somit nahmen auch wir uns eine Muring neben diesem Pass und schnorchelten ihn ein paar Mal. Letzte Nacht kam dann allerdings der befürchtete Winddreher. Um 2 Uhr Früh drehte der Wind auf Nord, nahm zu und bald schon schaukelte Pitufa beträchtlich in der Windsee. Glücklicherweise wurden es nicht mehr als 15 Knoten, aber das war schon ungemütlich, somit sind wir heute früh ein paar Meilen nördlicher zum alten Dorf Hirifa gefahren, wo das Riff einen Knick macht und besseren Schutz bietet
.
:de_end

Nov
06

Some impressons of our last stay in Tahiti

Better late than never, we just uploaded some pics of our recent stay in Tahiti and Moorea.

Winter 2017

Im Winter 2017 (Juli bis September) waren wir in Tahiti und haben meist an Bootsprojekten gearbeitet. Danach haben wir uns eine Woche Wanderurlaub auf Moorea gegönnt.

(14 Fotos)

Nov
04

Article on Watermaker installation in All-at-Sea magazine


Birgit Hackl, Christian Feldbauer: Watermaker on a small boat: It can’t be modular enough!, All At Sea Caribbean, November 2017, p. 36–38. Free download from allatsea.net.

Nov
04

New article in Ocean7 magazine


Christian Feldbauer, Birgit Hackl: Navigation in Korallenatollen, OCEAN7 06 (November/Dezember) 2017, p. 28–33

Nov
04

Fakarava

Gestern sind wir aus der hübschen Lagune Toaus hinaus gesegelt und weiter zum Nachbaratoll Fakarava. Wir hatten eine angenehme Brise, kaum Wellen und so haben wir nur knappe 3 Stunden für den 13 Seemeilen ‘Törn’ gebraucht. Leider hatten wir dieses Mal kein Glück beim Fischen, aber dafür haben wir in den gut ausgestatteten Minimarkets hier Luxusgüter wie Tomaten, Melanzani und sogar Zucchini gefunden (Fakarava hat ein recht großes Dorf und auch einiges an Tourismus).

Nov
01

Wunderschönes Toau

Wenn man sich eine Karte der Tuamotus anschaut, könnte man annehmen, dass viele der kleinen Atolle (besonders jene ohne Lagunenpässe) Naturparadiese wären. Leider wurden aber fast alle Atolle irgendwann ‘gesäubert’ (also die Büsche niedergebrannt) und die natürliche Vegetation durch Kokosplantagen ersetzt. Unberührte Motus mit Vogelkolonien sind eine Seltenheit…

In Toau haben wir endlich wieder einmal ein Atoll gefunden, das uns gefällt. Es sind nur wenige Häuser auf den Motus verstreut und obwohl die großen Inseln kultiviert sind, haben wir im Süden und in der Lagune ein paar kleine Inselchen gefunden, wo Rotfuß- und sogar Weißbauchtölpel nisten. Die Unterwasserwelt ist auch hübsch mit vielen lebenden Korallen auf den riffen, großen Fischen und neugierigen Riffhaien.

Okt
23

Atollhüpfen

Gestern haben wir wieder einen kleinen Hüpf vom ‘False Pass’ von Toau hinunter zur Südostecke gemacht, wo’s einen richtigen Pass in die Lagune gibt. Der Tag begann wieder mit squalls und sportlichem Aufkreuzen in drehenden Winden (das Atoll sprang immer wieder in unseren Kurs und wir mussten ausweichen…), aber dann segelten wir hart am Wind entlang des Außenriffs auf einem Bug dahin und erreichten den Pass zu Mittag. Jetzt ankern wir in der hübschen, türkisen Lagune und werden uns heute ein bissl umschauen.

Okt
22

Sprayhood von Dustom

Die Sprayhood, die wir vor 8 Jahren in Kroatien gekauft haben, ist immer noch recht gut drauf, das Sunbrella und Fenstermaterial (keine Ahnung was es genau ist) halten noch durch, somit können wir Dustom nur weiter empfehlen (www.dustomcovers.com)!

Die Nähte gingen allerdings rundherum auf – kein Wunder nach so vielen Jahren im UV Licht… Wir verbrachten somit 3 Tage damit, alle Nähte nachzunähen und eine Verstärkung entlang des vorderen Rohrs anzubringen (ein weiterer 4D Job…). Gestern belohnten wir uns mit einem Motu- und Schnorchelausflug

Okt
18

Toau

Nach ein paar grauen, stürmischen Tagen war es gestern Früh sonnig mit einer Brise aus Nordost. Trotz widersprüchlicheder Wetterberichte konnten wir nicht widerstehen, packten schnell zusammen und machten uns zum Nachbaratoll Toau auf. Was kann auf einer nur 30 Meilen langen Überfahrt schon groß schief gehen?

Wir segelten über die Lagune, motorten zur falschen Zeit beim Pass hinaus (15 Knoten Wind gegen 4 Knoten einströmendes Wasser ergeben hohe, stehende Wellen) und dann segelten wir bei perfekten Bedingungen mit 15-18 Knoten Nordostwind direkt auf Kurs mit 6 Knoten dahin. Eine Stunde später wurde der Wind schon schwächer, irgendwann hörte er dann ganz auf und als er wieder einsetzte, blies er mit 30 Knoten und zwar von Südost – also direkt auf die Nase. Am Ende motorten wir die letzten 7 Meilen gegen Regen und steile Wellen. Zum Glück hat Toau einen ‘falschen Pass’ (eine Öffnung im Außenriff, die nicht ganz bis in die Lagune geht), wo man zu jeder Zeit hinein- und hinausfahren kann.

Okt
17

Ein Bimini in 4D

Das Bimini ist ein Sonnen-/Regendach, das mit Hilfe von 4 Stangen übers Cockpit gespannt ist. Nachdem wir’s gern auch auf Überfahrten trocken und schattig haben, bleibt unseres immer oben (manche Segler nehmen es dazu ab) und macht sich übers Jahr so einiges mit. Unser Bimini war an der Hinterkante durchgescheuert, somit war eine Reparatur zur Vermeidung von weiteren Schäden dringend angesagt.

Wer jemals versucht hat, über eine runde, gebogene Form eine weitere Stoffschicht in 3D (sprich am Bimini) anzupassen und diese Form dann auf 2D (sprich in der Nähmaschine) zu übertragen, weiß, dass dieses kein einfaches Unterfangen ist. Am zweiten Tag kam sogar noch eine vierte Dimension dazu: die Krawuzidimension. Wenn man das Bimini zum x-ten Mal zwischen und während Regenschauern für weitere Anpassungen auf die Stangen aufgezogen hat und die Rundung wieder nicht passt, wenn dann beim Auftrennen der Naht der Originalstoff reisst, beim Aufnähen des Reparaturflecks die Nähmaschine zum hundertsten Mal blockiert, weil der neue (angeblich unzerstörbare) Teflonfaden sich verdrillt und der Stoff wieder und wieder von Neuem in die Maschine gestopft und eingerichtet werden muss dann kommt irgendwann die Krawuzidimension dazu.

Jetzt, am Ende eines zweiten vollen Werktags, ist das Bimini endlich fertig und wieder montiert. Nicht ganz perfekt, mit einigen umgenähten Falten und schiefen Nähten, aber wir sind trotzdem zufrieden damit, denn wer sonst hat schon ein 4D Bimini ;-)

Okt
17

Stopfen, nähen, reparieren

Wir sind jetzt schon ein paar Tage in Apataki, haben vom Atoll aber noch wenig gesehen. Wir besuchten Sonja, Tom und Keanu (SY Pakia Tea), die ihren Katamaran hier im einzigen (aber ziemlich improvisierten) Boatyard der Tuamotus an Land gezogen haben. Abgesehen von diesem Besuch sind wir an Bord geblieben und haben an Nähjobs gearbeitet.

Als erstes war eine Segelreparatur fällig, weil die Achterliekleine des Vorsegels sich auf der letzten, rauen Überfahrt durch die Kante des Segels gefressen hatte. Das große Segel erst in den Salon und dann noch in unsere Haushaltsmaschine zu stopfen war eine Herausforderung, aber glücklicherweise mussten wir nur etwa anderthalb Meter reparieren.

Nachdem das Vorsegel wieder auf der Rollreffanlage war, machten wir uns an die Reparatur der Lukenabdeckung der Bugkabine, die auch an einer Ecke durchgescheuert war. Christian bewies seinen Perfektionismus durchs Anfertigen eines 3D Papiermodells, bevor die ungeduldige Näherin endlich losstarten durfte. Der Kantenschutz ist aber wirklich auffallend hübsch ausgefallen ;-)

Gestern haben wir dann die Reparatur des Bimini begonnen, eine knifflige Arbeit, die uns noch ein wenig beschäftigen wird.

Okt
12

Apataki

Wenn der Strahl aus dem Wasserhahn nicht in der Abwasch landet, sondern schräg über den Rand hinaus schießt, weiss man, dass man zu sehr krängt… Dieser Törn war nur 220 Seemeilen wie der Fregattvogel fliegt, aber wir mussten die ganze Zeit aufkreuzen und die Mischung aus zu viel Wind (30+ Knoten) und zu wenig Wind (weniger als 10 Knoten), war ziemlich anstrengend. Eigentlich wollten wir nach Tahanea, aber dafür hätten wir noch ein paar Tage aufkreuzen müssen und so segelten wir stattdessen nach Apataki, das bequem auf dem Kurs lag (auch wenn wir noch ein paar Mal kreuzen mussten, um dem aufdringlichen Nachbaratoll auszuweichen, das immer wieder auf unserem Kurs lag).

Wir kamen um 13.30 an, die auslaufende Tide war gerade auf dem Höhepunkt und der Pass sah aus wie ein Wildwasserbach, aber wir wollten noch bei gutem Licht die Lagune überqueren und einen Ankerplatz suchen, somit motorten wir gegen 5 Knoten Strömung hinein. Pitufas starker Motor kämpfte sich gegen den Strom, die Steuerfrau hielt (mit weichen Knien) sicher den Kurs und wir schafften es in die Lagune ;-)

Jetzt ankern wir auf der Südseite hinter einem kleinen Motu und nach 2 Stunden putzen, setzten wir uns jetzt mit einem Sundowner ins Cockpit. Manuia (Prost)!

Okt
10

Aufkreuzen

Nach einem schaukeligen und nassen Tag (Sachen, die sich noch nie bewegt haben, sind kopfüber in die Kabine gesprungen – mal schauen, ob der Drucker diese Behandlung überlebt hat…) segeln wir jetzt schön bei 15 Knoten Ostwind dahin. Die Tuamotus erstrecken sich östlich von Tahiti, wir müssen also aufkreuzen und schauen, welches Atoll wir so erreichen.

Okt
09

Richtung Tuamotus

Gestern sind wir von Moorea Richtung Tuamotus aufgebrochen, erst zu viel Wind, dann nicht genug, jetzt wieder zu viel – Segeln ist nicht immer spassig…

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