Instead of grinding down our nerves sitting on the boat in Rikitea while waiting for the right weather to leave we have now decided to seize our remaining days in the Gambier. We have sailed over to Taravai, visited the village caretakers again, got some veggies and fruit, did some laundry and enjoyed a sunny afternoon on Pitufa. +++++++++++++++++++ Anstatt sinnlos herumzusitzen und unsere Nerven beim Warten auf das richtige Wetter zum Wegsegeln aufzureiben, haben wir jetzt beschlossen, das beste aus unseren verbleibenden Tagen auf den Gambier zu machen. Wir sind nach Taravai gesegelt, haben die Dorf-Instandhalterfamilie wieder besucht, Gemuese und Fruechte bekommen, Waesche gewaschen und einen sonnigen Nachmittag auf Pitufa genossen.
2013
31
Jul
2013
29
Jul
Wetterfenster
Unser Wort des Monats ist eindeutig ‘Wetterfenster’. Das Wetter aender sich so schnell, dass es schwierig ist, eine ausreichend lange Schoenwetterphase fuer einen schnellen Landausflug, oder einfach nur eine Dusche zu finden. Wir warten staendig auf ‘Wetterfenster’ in denen wir Sachen erledigen koennen, downloaden alle 6 Stunden ein neues ‘grib file’ (ein Windvorhersagekarte). Langsam zweifeln wir an uns: wenn wir’s nicht einmal schaffen, ein Wetterfenster zum Baguette kaufen zu finden, wie sollen wir jemals auf die Marquesas oder Tuamotus kommen? Ein Wintersturm nach dem anderen zieht unter den Gambier vorbei, jeder bringt Sturm aus Sued, dann dreht der Wind rundherum bis Nord und das naechste Tief bringt wieder Suedsturm. Der Wind ist nie lange genug konstant, um von hier wegzukommen.
Unsere Freunde auf Irie waren ebenso unentschlossen wie wir, haben aber gestern den Absprung Richtung Marquesas gewagt. Wir waren auch in Versuchung, aber das Risiko in eine Flaute zu kommen, war uns zu gross (nur zum Vergleich: Pitufa hat 14 Tonnen, die kleine Irie nur 4…). Heute Morgen wollten wir nach Taravai fahren (nur 6 Meilen), machten nach einem Blick ins Grib (etwas mehr Wind), das Boot aber spontan fertig fuer eine Ueberfahrt. Um 9 waren wir abreisefertig (Dinghi auf Deck festgezurrt, Leeloo high von den Antiseekrankheitstropferln, etc.), ein letzter Blick aufs aktuelle Grib: weniger Wind vorhergesagt. Also doch nicht weg. Mittlerweile wars aber auch zu spaet, um nach Taravai aufzubrechen, weil wir bei Hochwasser ueber die seichte Einfahrt in die Ankerbucht wollen.
Nach 5 Mal hin und her ‘fahren wir nach Taravai, nein auf die Marquesas, nein nach Taravai, etc.’ sitzen wir jetzt wieder in Rikitea und sind SEHR genervt. Morgen geht das Spiel von neuem los, hoffentlich mit mehr Ergebnis.
2013
25
Jul
Winterstürme
Seit Tagen heult der Wind mit um die 30 Knoten übers Boot, dunkle Wolken rauschen heran, dann peitscht der Regen waagrecht daher. Fünf Minuten später ist der Himmel blau, aber dann kommt schon die nächste dunkle Wolke angerast… Landgänge (z. B. die morgendliche Baguettefahrt) erfordern volle Schlechtwetterkleidung und wir niesen und rotzeln um die Wette. Wir können es nicht erwarten, wegzukommen, aber die letzte Front war zu heftig um mit ihr mitzufahren (6 m Wellen) und wenn wir bei solchen Bedingungen an unserem naähsten Ziel ankämen, könnten wir gar nicht hineinfahren. Wir wollen nämlich auf dem Weg zu den Marquesas bei den Tuamotus halt machen. Die Tuamotus sind eine Kette winziger Inseln, die sich von hier bis fast nach Tahiti erstrecken, aber die meisten sind nur ein Sandring mit Palmen drauf und einem oder zwei Kanälen in die Lagune. Für die Durchfahrt durch solche Kanäle ist das Timing wichtig und sogar bei ruhigen Bedingungen schwierig. Wenn der Wind aber tagelang stark geblasen hat, brechen die Wellen in die Lagune und füllen diese mit Wasser auf, sodass dann eine so starke Stöemung aus den Kanälen fließt, dass ein Segelboot nicht dagegen ankommt.
Der Wetterbericht sagt für morgen ein Ende des stürmischen Wetters voraus, aber dann soll es für ein paar Tage leider nur noch mit unter 10 Knoten blasen – zu wenig um Pitufa unter Segeln nach Norden zu tragen. Wir müssen also auf den nächsten Südwind warten und hoffen, dass er nicht ganz so stark ausfällt wie der letzte.
2013
23
Jul
More pictures of Mangareva
Mangareva, Teil 2
Nachdem wir zwei Monate in den Gambier verbracht hatten, erschien uns die erste Fotogalerie zu Mangareva irgendwie lückenhaft. Hier sind weitere Eindrücke von dieser netten Insel, von unseren Wanderungen, neuen Freunden (sowohl zwei- als auch vierbeinig) und dem Alltagsleben im Dorf Rikitea und vor Anker.
(40 Fotos)
2013
19
Jul
New Photo Gallery: Mangareva July Festival
Julifestival in Mangareva
Schon als wir im Mai in Rikitea ankamen hörten wir jeden Abend Trommeln. Zwei rivalisierende Trommel- und Tanzgruppen bereiten sich monatelang auf den Höhepunkt des Jahres vor: vom 5. bis 14. July findet das 'Le Juillet' bzw. 'Heiva' mit täglichen traditionellen Tanzvorführungen und Rahmenprogramm statt. Am Ende werden die Sieger in verschiedenen Kategorien (bester Mangareva-Tanz, Tahitianischer Tanz, Solo- und Paartanz, Trommelgruppe) prämiert. Das Festival fiel erstaunlich zahm aus, was vielleicht daran liegt, dass kein Alkohol ausgeschenkt wurde.
(50 Fotos)
2013
19
Jul
Mt. Duff
Wir haben das schoene Wetter gestern fuer eine Wanderung auf den Mount Duff, den mit 441 Meter hoechsten Gipfel der Gambier, genutzt. Der Weg war ziemlich steil, aber wir wurden mit unglaublicher Aussicht ueber das ganze Archipel belohnt. Heute ist das Wetter wieder im ‘normalen’ Wintermodus – dunkle Wolken, viel Regen und heftige Boeen. Wir haben langsam von dem kalten Wetter genug und diskutieren das Weitersegeln nach Norden, wo es hoffentlich wieder waermer ist.
2013
16
Jul
Photos of our snorkeling trips
Die Unterwasserwelt der Gambierinseln
Die Gambier bieten unberührte Riffe und jede Menge Fische in kristallklarem Wasser. Die Fische werden im allgemeinen gross und sind nicht scheu, weil sie wegen Ciguatera (ein Nervengift aus einer Alge, das sich in Fischen ansammelt, ohne ihnen zu schaden) niemand jagt. Alle Fotos wurden mit unserer kleinen, wasserdichten Canon Powershot D20 beim Schnorcheln aufgenommen. Die sinkenden Temperaturen (Wassertemperatur im Mai noch 26°, im Juli nur noch 22°) hielten uns davon ab, mehr zu schnorcheln, oder tauchen zu gehen.
(30 Fotos)
2013
13
Jul
Le Juillet — Das Julifest
Das Festival hier in Rikitea laeuft jetzt seit einer Woche. Leider haben wir wegen dem graesslichen Wetter ein paar Tage verpasst, aber vor zwei Tagen hat sich der Wind beruhigt, die Sonne ist herausgekommen und wir konnten wieder an Land. Jetzt beginnen die wichtigen Wettbewerbe: gestern war das Thema der zwei rivalisierenden Tanzgruppen Mangareva-Tanz – beide Gruppen stellten verschiedene Geschichten und Legenden aus der oertlichen Geschichte dar. Sie tanzten Schiffe, Schlachten, Liebesgeschichten – eine erinnerte uns sehr an die Schoene Helena und die Schlachten zwischen Griechen und Troja. Die Kostueme und Taenze waren eher archaisch, die Taenzer in ganze Buesche verkleidet und viel Fussgestampfe. Heute ist das Thema Tahitianischer Tanz – wir erwarten viel Hueftgewackel von den Maedels und Knieschuetteln von den Jungs.
2013
11
Jul
Article on Melilla in Ocean7 Magazine
Our Articel about the Spanish town Melilla on the coast of Morocco has finally been published in the current (July/August) issue of the Austrian sailing magazine Ocean7. The pdf can be downloaded here (in German only).

Birgit Hackl, Christian Feldbauer: Melilla — Multikulturelles Spanien an der afrikanischen Küste, OCEAN7 04 (Juli/August) 2013, p. 26–27. download PDF (in German only)
2013
07
Jul
Festival in Rikitea
Am Freitag sind wir rechtzeitig zum Kulturfestival nach Mangareva zurueckgekommen. Dieses Fest ist der Hoehepunkt des Jahres hier, es dauert zwei Wochen, waehrenddessen sind liebevoll dekorierte Essensstandln geoeffnet und es findet jeden Tag ein Event statt. Die zwei Tanzgruppen der Insel haben zwei Monate lang geuebt (wir haben jeden Abend die Trommeln gehoert und ein paar Mal ihre Fortschritte gecheckt), sie sind also gut vorbereitet, haben huebsche Kostueme und eine komplizierte Choreographie erstellt. Sie haben gestern schon getanzt, am Ende der Woche wird in einem Wettbewerb die beste Gruppe ermittelt und heute Abend gibt’s die Wahl zu Mr. und Miss Mangareva
Leider zieht gerade eine Front ueber die Gambier und es ist verdammt kalt, es schuettet und blaest. Fuer morgen gibt es eine Sturmwarnung, Dinghifahrten zu den Veranstaltungen erfordern also einiges an Vorbereitung und Ueberwindung.
Normalerweise verlieren sich die Cruisingyachten in den vielen Ankerplaetzen entlang der Inseln, aber jetzt sind alle zum Festival nach Rikitea gekommen (mehr als 20 Boote), somit hat sich die Ankerbucht ziemlich gefuellt. Der Ankergrund haelt aber gut, es sollte also auch bei Starkwind keine Probleme geben.
2013
07
Jul
Photos of Taravai
Taravai is our favourite island in the Gambiers so far, so we put a more extensive gallery together. Though, uploading it took quite some time…
Ile Taravai, Iles Gambier
Im Juni 2013 besuchten wir Taravai, die zweitgrößte Insel des Archipels, und verliebten uns auf den ersten Blick: schroffe Berge, unberührte Korallen, einsame Ankerbuchten, wunderschöne Strände und lediglich eine Handvoll freundlicher Leute.
(50 Fotos)
2013
05
Jul
Leute von Taravai
Bei unserem zweiten Aufenthalt auf Taravai haben wir in der Suedbucht geankert, weil wir die wenigen Familien, die hier leben, besuchen wollten. Wir machten also einige Dinghi-Ausfluege, wurden ueberall mi Polynesischer Freundlichkeit empfangen und tratschten mit den Leuten und bekamen interessante Geschichten zu hoeren.
Auf der Ostseite der Insel befindet sich ein verlassenes Dorf und eine Kirche. Hier wohnt nur eine Familie, die als ‘Hausmeister’ oder besser ‘Dorfmeister’ angestellt ist. Herve und Valerie halten die Kirche und die Haeuser instand und kuemmern sich um die Gaerten. Sie freuen sich ueber Besucher, wir werden gleich auf eine Tasse Tee eingeladen und nachdem beide gut Englisch sprechen (eine Seltenheit hier) ist die Unterhaltung informativ und viel einfacher als das holprige Franzoesisch mit viel Mimik, mit dem wir uns sonst plagen. Frueher gab es auf Taravai ein richtiges Dorf, aber in den letzten 25 Jahren sind die Bewohner nach und nach auf die Hauptinsel Mangareva abgewandert, weil dort das schnelle Geld durch Perlfarmen lockt. Nur am Wochenende kommen sie manchmal auf Besuch. Valerie unterrichtet ihre zwei Buben selbst (mit dem Material einer franzoesischen Fernschule) und ist Kuenstlerin: sie nutzt den vielfarbigen Sand der Insel um Sandbilder mit traditionellen Motiven herzustellen. Sie sind gluecklich in ihrem kleinen Paradies, nach Rikitea fahren sie nur zum Einkaufen – es ist ihnen zu laut und hektisch in der Stadt (Rikitea hat keine 1000 Einwohner
). Wir haben ein Buch fuer den aelteren Sohn und Kekse fuer den Kleinen mit und werden im Gegenzug reich mit Fruechten beschenkt.
Etwas ausserhalb vom Dorf wohnt Didier, ein franzoesischer Cruiser, der vor 10 Jahren auf einem rostigen Stahlboot angekommen ist. Er ist hier haengengeblieben, das Boot ist irgendwann komplett weggerostet, doch jetzt hat er ein neues Boot und will nach der langen Pause wieder los. Didier’s Hund war auf seinen Reisen mit dabei, hat das Inselleben genossen, doch jetzt ist er 18 Jahre alt, kann kaum noch gehen und deshalb wartet Didier noch mit der Abfahrt, bis sein langjaehriger Gefaehrte seine eigene Reise in den Hundehimmel antritt.
Im Sueden der Insel haben Edouard und Denise ein Stueck Land gerodet, ein schmuckes Haus gebaut und leben hier mit ihrer Enkelin. ‘Enakoto! Peeakoto?’ (Guten Tag! Wie gehts?) rufe ich, als wir mit dem Dinghi anlegen und bin stolz, dass ich meine bei Valerie erfragten Mangarewan-Vokabel gleich anbringe. Denise schuettelt nur den Kopf und antwortet auf Franzoeisisch – sie kommt von den Tuamotus und spricht Tahitienne – eine ebenfalls polynesische, aber voellig unterschiedliche Sprache. Wir schreiben uns in ihr Gaestebuch ein, kaufen einen aus Muscheln gefertigten Anhaenger und fahren mit Basikilum, Minze und Rosmarin beladen zu Pitufa zurueck.
Auf der kleinen vorgelagerten Insel Agakauitai steht das Haeuschen von Herve’s Tante. Sie kommt allerdings auch nur am Wochenende, die permanenten Bewohner wohnen unter dem Haus: drei Schweinchen, die auf Besucher lautstarkend grunzend und quietschend zurennen. Nach einer kurzen Unsicherheitsphase ist klar, dass sie nicht aggressiv sind, sondern sich freuen, wenn Besuch kommt. Sie wollen hinter den Ohren gekratzt und am dicken Bauch gestreichelt werden.
Starkwind aus Nordost macht unseren Ausfluegen ein Ende. Hinter der Insel sind wir zwar vor den Wellen geschuetzt, der Wind pfeift aber in kurzen Boeen ums Kap und ueber die Berge verstaerkt durch Dueseneffekte. Ein paar Minuten herrscht Ruhe, dann pfeift der Wind mit bis zu 50 Knoten heran, wirbelt Gischt von den Wellenkaemmen hoch auf, drueckt Pitufas Bug herum und drueckt sie auf die Seite. Der Spuk dauert immer nur ein paar Minuten, wir haben 70 Meter Kette draussen und wissen, dass wir uns auf unseren Anker verlassen koennen. Nach dem Nordwind folgt eine Flaute, die wir zur Rueckfahrt nach Mangareva nutzen.
2013
02
Jul
Zurück in Taravai
Die Gambier Inseln sind ein ideales Gebiet, um an unserer Riffnavigationsangst zu arbeiten, die wir in den San Blas Inseln entwickelt haben. Mit der Hilfe von kristallklarem Wasser, genauen Karten und GPS Tracks von anderen Booten gewinnen wir langsam an Selbstvertrauen. Trotzdem sind wir immer noch nervoes, wenn wir ein unbekanntes Ziel anfahren und spueren die Verantwortung fuer jedes Gramm von Pitufas 14 Tonnen auf den Schultern… Heute Morgen haben wir den Anker vor Aukena heraufgeholt und uns auf den Weg nach Taravai gemacht, aber diesmal wollten wir den Sueden erkunden, der nicht kartographiert ist. Genau als wir zur kniffligen Einfahrt zwischen zwei Riffen kamen, war die Sicht wegen ein paar Wolken schlecht, aber wir haben es sicher und laangsam reingeschafft. Die Bucht ist riesig, umrahmt von Riffen und einer tuerkisen Sandbank. Es gibt ein Haus hier, morgen schauen wir dort vorbei.
2013
30
Jun
Photos of Aukena and Totegegie
Ile Totegegie et Ile Aukena, Iles Gambier
Kristallklares Wasser und gute Karten machen Erkundungsfahrten innerhalb der geschützen Lagune der Gambier leicht. Ende Juni 2013 segelten wir mit Pitufa zur Flughafeninsel Totegegie hinauf und dann weiter nach Aukena, der drittgrößten Insel im Archipel.
(26 Fotos)
2013
29
Jun
Aukena
Nachdem wir Rikitea verlassen hatten, besuchten wir kurz die niedrige, lange Insel Totegegie. Sie ist eigentlich nur ein herausstehender Teil des Aussenriffs mit ein paar Pinien und Palmen auf einer Haelfte, der Ozean tost gegen den Strand und zermahlt die Korallen. Die andere Haelfte wurde gerodet um Platz fuer das Flugfeld zu machen. Zwei Tage spaeter machten wir uns auf den Weg zur drittgroessten Insel der Gambier: Aukena. Es ist nicht ganz leicht hinzukommen, weil die ganze Lagune zwischen Mangareva und Aukena voller Bojen fuer Perlfarmen ist. Die beruehmten schwarzen Perlen sind die Haupteinnahmequelle der Gambier und somit hat die Perlenlobby Narrenfreiheit. Um nach Aukena zu kommen, muessen sich Jachten durch einen schmalen Kanal zwischen dem Riff und den Bojen schlaengeln und sogar dieser Kanal ist an manchen Stellen durch Perlfarmen blockiert. Unsere Freunde auf Irie waren etwas voraus, spielten ‘Minenraeumer’ und gaben per Funk Anweisungen, Christian hielt Ausguck a m Bug und so erreichten wir Aukena sehr langsam und vorsichtig. Die Insel selbst ist hoch und huebsch, im Sueden ist ein verlassenes Dorf, in dem nur ein Mann lebt – sein Job ist die Kirche zu erhalten, in der nur ein einziges im Jahr eine Messe abgehalten wird. Leider hab ich (Birgit) es geschafft mich zu verkuehlen. Meine Oma hat mich immer gewarnt, dass man in Monaten mit einem ‘r’ nicht barfuss gehen, oder auf Steinen sitzen darf, weil einen sonst das Maerzenkaiwal (Maerzenkalb) beisst. Als Kind kam mir das merkwuerdig vor, weil alle meine Begegnungen mit Wiederkaeuern friedlich verlaufen waren, aber ich akzeptierte das Faktum. Nachdem die Gambier aber auf der Suedhalbkugel liegen, sind hier die Monate OHNE ‘r’ die gefaehrlichen (gluecklicherweise gibt’s davon weniger
). Natuerlich hab ich nicht aufgepasst, wer auf einem Boot lebt, kann halt schwer vermeiden, nass zu werden. Besonders bei spritzigen Dinghifahrten soll das warme Gwand nicht nass werden, somit hab ich mich halt einmal zu oft durchgefroren und prompt hat mich das Junikalb erwischt. Jetzt hab ich Halsweh, eine Rotznase und all die anderen Symptome, die ich schon ganz vergessen hatte und die mir in den vergangenen zwei Jahren in denen wir immer nah am warmen Aequat or waren, so gar nicht abgegangen sind… Positiver Nebeneffekt meiner Erkaeltung, die mich von Schnorcheln, Wandern und anderen Vergnuegungen abhaelt ist, dass ich endlich das Sofabezug-Projekt begonnen habe. Das alte, zerrissene Leder muss einem neuen, hellen Material weichen: 4 Polster geschafft, 8 fehlen noch! Christian arbeitet auch an Pitufa. Auf der Ueberfahrt nervten uns die Kasteltueren gewaltig, die einem gegen die Ellbogen donnernten, wann immer man was im Kastl suchte. Jetzt haben die Tueren ‘Offenhaltvorrichtungen’ bekommen – es gibt immer was zu Basteln, um das Leben auf Pitufa angenehmer zu gestalten. Unsere Freunde auf Irie (www.itsirie.com) sorgten sich schon laenger wegen zu viel Spiel im Ruderlager, also haben sie heute ihren Katamaran im seichten Wasser geankert, Christian hat sein Tauchzeug angezogen und das Ruder herausgezogen, damit die Lager getauscht werden konnten. Mit Mark drinnen am oberen Lager, Christian unter dem Boot, Liesbet mit Schnorchel im Wasser und mir als Zwischenkommunikationszentrale war das lockere Lager nach zwei Stunden ausgetauscht (die Arbeit verlief ungewoehnlich komplikationsfrei, auf einem Boot dauern sonst die einfachsten Jobs ewig) und die Iries haben eine Sorge weniger!




