Birgit Hackl, Christian Feldbauer: Too many Cooks (Our tour through the Cook Islands), Sailing Today January 2020, p. 34–38.
2020
21
Jan
Article about the Cook Islands in Sailing Today Magazine
2020
19
Jan
Ein Herd mit Charakter
Wir haben immer noch einen altmodischen Kerosinherd, Berti der Bertschi, den wir loben wenn andere Cruiser verzweifelt nach Gasflaschen, Füllmöglichkeiten und passenden Anschlüssen suchen, während wir einen Vorrat für ein oder gar zwei Jahre mithaben (nachdem wir wieder einen freundlichen, kleinen Flughafen angebettelt haben).
Leider gibts auch Tage, an denen wir ihn verfluchen – heute war wieder so einer. Unser Hauptproblem ist, dass keine Ersatzteile mehr produziert werden, somit versuchen wir das Letzte aus unseren Teilen heraus zu holen. Nachdem der Herd heute morgen nur eine winzige Flamme produzierte, putzen wir routinemäßig die Düse – normalerweise eine kleine Reparature, aber heute wurden die Dinge nur schlimmer dadurch. Plötzlich hatten wir eine rußende, gelbe Flamme, dann verstopfte der Brenner, etc. Nachdem wir das Ding ein halbes Dutzend Mal auseinander und gereinigt und wieder zusammengebaut hatten funktionierte er plötzlich wieder – keine Ahnung warum, aber wir bohren jetzt sicher nicht nach…
Im Anschluss gönnten wir uns Funtime: Wir segelten Pitufa zu einem weiteren fabelhaften Vogelmotu und verbrachten zwei Stunden im Wasser mit Dutzenden vorwitzigen Riffhaien.
Zürück daheim wartete mehr Arbeit: beim Herumsuchen nach Ersatzteilen war uns ein loses Kabel aufgefallen, somit verbrachten wir den restlichen Nachmittag mit der Reparatur (eingequetscht beim Löten unterm Tisch und im Kastl…).
Jetzt genießen wir einen Sundowner und das Leben ist wieder schön (leider herrscht unter Deck immer noch das Chaos mit Ersatzteilen überall…).
2020
14
Jan
Entwarnung
Entwarnung für alle jene, die mit uns um Leeloo gezittert haben. Sie hat sich plötzlich wieder zusammen gerissen, frisst wieder und es scheint, dass sie noch ein wenig bei uns bleibt
Solche Hochs und Tiefs haben wir schon öfters mit ihr gehabt…
Heute hatten wir wunderschönes Segeln hart am Wind entlang des AuÃenriffs nordostwärts. Christian hüpfte mit der Kamera ins Dingi während ich das Boot in den Wind stellte, dann düste er voraus zum nächsten Bommie und ich segelte so nah wie möglich daran vorbei – sollten ein paar coole Fotos dabei sein ![]()
AnschlieÃend waren wir im Seichten mit den Haien schnorcheln und jetzt haben wir einen neuen Schwung Bier gebraut. Kein Stress, diesen schönen Ort schnell zu verlassen…
2020
11
Jan
Katzensorgen
Leeloo’s Gesundheit ist seit einigen Jahren etwas angeschlagen. Sie hört zwar noch, sieht noch und kann sogar noch springen (aber nicht mehr hoch, somit haben wir nach und nach auf barrierefreien Zugang umgerüstet…) und an guten Tagen ist sie lustig unterwegs und mampft (teures, importiertes) Diätfutter, aber sie hat auch schlechte Tage, an denen sie nur herumliegt und nicht fressen will.
Sie war immer schon heikel (sogar als kleines Kätzchen) und jetzt hat sie keinen Appetit mehr, aber wenn sie einen leeren Magen hat, wird ihr schlecht… Somit hat es sich eingebürgert, dass wir ihr alle paar Stunden mit Leckerbissen nachlaufen (auch in der Nacht).
Seit zwei Tagen verweigert sie sämtliches Futter und wir sorgen uns sehr um unsere kleine Mieze, die uns seit fast 20 Jahren überall hin begleitet…
2020
09
Jan
Naturparadies Raroia
Wir sind immer noch in Raroia und genießen die Natur, waehrend wir auf ein Wetterfenster für den Törn zu den Gambier Inseln warten. Wir sind das einzige Boot hier, es wird aber nicht fad. Wir haben wie immer genug mit Bootsprojekten und Schreibereien zu tun und nutzen die sonnigen Tage, für Ausflüge zu den Vogelmotus und Schnorcheleien.
Das Außenriff ist von Kanälen durchzogen, über die klares Ozeanwasser in die Lagune strömt, somit ist die Sicht super und die Korallen gesund. Die Unterwasserwelt sieht fast surreal und kitschig aus: lila, gelbe und grüne Skulpturen und jede Menge Riffhaie dazwischen. Wenn man im seichten Wasser um eine Ecke biegt, steht man plötzlich Schnauze an Schnorchel ![]()
Gestern haben wir zwei schlafende Ammenhaie aufgeweckt und dabei ordentlich erschreckt… Scheinbar kommen kaum je Leute hier vorbei, denn sogar im Seichten findet man noch jede Menge Schnecken und Muscheln…
Am Weg retour konnten wir dann noch per Angelschnur eine Stachelmakrele (Bluefin Jack) zum Abendessen einladen
2019
30
Dec
Fast in Raroia
Wir sind gestern mit einem nicht direkt idealen Wetterbericht los, aber die Vorhersagen sind ohnehin meist falsch und wir wollten einfach los. Wir sind die ganze Nacht hin und her aufgekreuzt, Taenga (Atoll zwischen Makemo und Raroia) war immer im Weg bei Wind aus ONO und OSO. Jetzt fahren wir endlich auf den Pass von Raroia zu–viel Aufwand und 6 Mal Aufkreuzen für nur 70 Seemeilen…
2019
28
Dec
Weihnachtssturm
Genau zu Weihnachten entwickelte sich entlang der ewig hängenden Konvergenzzone ein Trog, der östlich von uns vorbeizog. Somit hatten wir über die Weihnachtsfeiertage stürmisches Wetter mit irrsinnig viel Regen und waren die ganze Zeit drinnen, nutzten die Zeit zum Schreiben und Arbeiten. Der Ankerplatz neben dem Dock von Makemo war recht gut geschützt, obwohl der Wind etwas hin und her drehte. Die Wassertanks waren bald voll (wir sammeln Regenwasser, obwohl wir einen Wassermacher haben) und im Anschluss füllten wir noch alle Container, die wir auftreiben konnten.
Heute war die Sonne wieder am Himmel, somit erledigten wir eine große Waschladung und ließen auch alle Matratzen und Polster so richtig durchwärmen und trocknen. Wir haben keine Lecks im Boot, aber nach ein paar Tagen mit geschlossenen Luken fühlt sich alles feucht an… Am Nachmittag gingen wir dann für einen Spaziergang an Land – nach ein paar Tagen Pendeln zwischen Achterkabine und Saloncouch war’s gut die Beine wieder einmal durchzustrecken
2019
26
Dec
Makatea Gallery
Here our long overdue photos of Makatea!
Makatea
Im Oktober 2019 besuchtne wir Makatea, ein gehobenes Atoll gleich NO von Tahiti. Früher wurde hier Phosphat abgebaut, die überwachsenen Relikte erinnern an ein Freilichtmuseum. Wir können Ruben als Tourguide nur empfehlen.
(24 Fotos)
2019
23
Dec
Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch!
Und schon wieder ist ein Jahr vorbei – unser mittlerweile achtes auf Pitufa und wir sind immer noch sehr happy mit unserem Leben unter Segeln!
Das Jahr 2019 hat recht aktiv mit unserem Mooring-Projekt in Rapa Iti begonnen, dann haben wir die restliche Zyklonsaison in unserer Lieblingsecke Franzoesisch Polynesiens auf den Gambier-Inseln verbracht. Es folgten Abenteuer in den Tuamotus, wo wir minimalistische, unkartografierte Paesse und neue Atolle erkundet haben. Immer auf der Suche nach Wildnis und Wildtieren erlebten wir einige Enttäuschungen, fanden aber auch ein paar unberührte Ecken.
Dann verbrachten wir eine (allzu lange) Zeit in Tahiti, mit Einkaufsrausch, Besuch meiner Mom und einigen Gesundheitsproblemen: erst zwickte sich Christian die Spitze seines Zeigefingers in der Badeleiter ab, dann schaffte ich es erst eine starke Erkaeltung, dann eine Darmgrippe und letztlich Dengue Fieber aufzuschnappen…
Nach all dem beschlossen wir, dass wir Urlaub in den Tuamotus noetig hatten und der Plan ist aufgegangen: ein paar Wochen auf einsamen Motus mit einem Mix aus Bootsprojekten, Schreibereien und Natur-Erkundungen waren genau das Richtige
Leeloo wird langsam etwas müde und gebrechlich, ist für ihr Alter aber immer noch recht gut drauf.
Wir wuenschen allen, die auf unserem Blog mitsegeln Frohe Weihnachten und ein glueckliches, gesundes, erfolgreiches und interessantes Jahr 2020
2019
21
Dec
Two articles in All-at-Sea’s January 2020 issue
Birgit Hackl, Christian Feldbauer: DIY Waterproofing, All At Sea Caribbean, January 2020, p. 46–48. Free download from allatsea.net.
Birgit Hackl: To freeze or not to freeze?, All At Sea Caribbean, January 2020, p. 74–75. Free download from allatsea.net.
2019
19
Dec
Unmoeglich zu planen
Die Konvergenzzone macht uns immer noch das Leben schwer… Unmoeglich einen geschuetzten Ankerplatz in einem Atoll vorauszuplanen, aber auch unmoeglich ein Wetterfenster zum Segeln zu finden…
Letzte Nacht schaukelten wir erbaermlich vor Anker bei Suedost Wind. Schaukeln koennen wir auch unterwegs, somit sind wir um 4 Uhr frueh beim Pass von Tahanea hinaus gesegelt. Erst super Segeln, Juhu, dann drehte der Wind (natuerlich nicht zu unserem Vorteil) und dann schlief er auch noch ein. 15 Seemeilen vor dem naechsten Atollpass… Wir motorten die letzen Meilen nach Makemo und ankern jetzt gleich neben dem Westpass. Wir hoffen auf eine ruhige Nacht, sonst segeln wir halt wieder los.
2019
14
Dec
Konvergenzzonen-Ratespiel
Wir haben seit etwa einem Monat ziemlich ungewöhnliches Wetter hier. Waehrend einer El Nino neutralen Phase (eine solche haben wir eigentlich gerade), sollte die Suedpazifische Konvergenzzone (SPCZ) weiter im Suedwesten sitzen, aber stattdessen haengt sie quer ueber Franzoesisch Polynesien und schiebt sich ueber den Tuamotus auf und ab. Immer wenn wir suedlich davon sind, haben wir Suedwind, wenn sie direkt ueber uns sitzt gibts Flaute mit Regen und Gewittern und wenn wir dann noerdlich davon sind, bekommen wir Nordwind. Nicht leicht bei solch wechselnden Bedingungen in einem Atoll zwischen geschuetzten Ankerplaetzen zu pendeln. Der ewig falsche Wetterbericht hilft auch nicht, schon ein paar Meilen machen einen Riesenunterschied bei solchen Wetterverhaeltnissen.
Schoen langsam haben wir genug von diesem Wetter und ueberlegen, ob wir ihm davonsegeln. Die Austral-Inseln geniessen gerade eine ungewoehnlich sonnige Phase…
Wir sind nicht aberglaeubisch, aber Seeleute sagen, dass man einen Toern nie an einem Freitag beginnen soll. Heute ist nicht nur Freitag, sondern Freitag der 13., somit machen wir Pitufa erst einmal seeklar und entscheiden dann morgen, ob’s losgehen soll
2019
04
Dec
Sinnloser Ausflug
Als wir am fruehen Morgen perfekt zum Tidenwechsel zurueck zum falschen Pass von Motutunga kamen, mussten wir feststellen, dass der kleine Frachter zwar weg war (wie versprochen), sie hatten jedoch vergessen zu erwaehnen, dass sie Arbeiter der neuen Perlfarm in der Lagune dort gelassen hatten. Deren Boot blockierte immer noch das Dock…
Wir waren ziemlich frustriert. Der Wind schlief gerade komplett ein, somit motorten wir am Ende 20 Seemeilen zurueck nach Tahanea – eine sinnlose Dieselvergeudung und eine Verschwendung wertvoller Meilen ostwaerts. Auch der beste Plan geht schief, wenn jemand anders drein pfuscht.
Jetzt sind wir zurück an unserem Lieblingsankerplatz in Tahanea bei sonnigem, ruhigem Wetter. Soll nix Schlimmeres passieren
2019
04
Dec
Artikel in den Oberoesterreichischen Nachrichten
Wir haben einen Artikel ueber Kokospalmen geschrieben, die einerseits das Symbol des Suedseetraums, andererseits aber ein Oeko-Alptraum sind. Kaum jemand weiss, dass Palmen hier nicht einmal heimisch sind, sondern als Nutzpflanzen eingefuehrt, die endemischen Pflanzen (und somit das Habitat fuer Voegel) verdraengt haben.
Wir konnten erst kein Magazin fuer dieses Thema interessieren (es ist ja nicht gerade segelrelevant), aber jetzt kommt der Artikel in der Reisebeilage der Samstag-Ausgabe der Oberoesterreichischen Nachrichten (7.12.19).
2019
01
Dec
Ausgebremst
Wir haben ein paar schoene, ruhige Tage in Tahaneae verbracht und den tollen Pass und die vielen, neugierigen Riffhaie rund ums Boot genossen (beim Fisch putzen findet man gleich treue, neue Freunde)
)
Heute Morgen sahen wir eine Chance zum Nachbaratoll zu segeln. Motutunga ist unbewohnt, hat nur ein paar Motus und einen falschen Pass auf der Nordseite. Auf Satellitenbildern sieht es so aus, als ob man mit dem Boot hinein fahren und an einem kleinen Dock festmachen koennte. Wir wollten dieses Unternehmen schon oefters angehen, aber es hat noch nie alles gepasst: ruhiges Wetter, keine Duenung und ideales Pass-Timing (wir wollen am Ende der auslaufenden Tide ankommen und dann ohne Stroemung unser Manoever machen).
Heute schien alles perfekt. Leichter Nordostwind zum Hinsegeln, der dann bei der Ankunft einschlafen sollte und Ebbe um 13.30. Natuerlich blies der Wind staerker als versprochen, aber bei unserer Ankunft sah der Pass machbar aus. Waehrend wir das Großsegel fallen liessen und auf den Tidenwechsel warteten, rauschte ein einheimisches Motorboot daher und zischte zielstrebig vor unserer Nase in den Pass hinein und belegte das Dock. Hmpf.
Wir riefen die Hotu Nui (aus Apataki) am Funk und erfuhren, dass sie für ‘Arbeiten’ etwa 5 Stunden bleiben wuerden. Was wollen Leute von einer anderen Gemeinde auf einem unbewohnten Atoll? Wir vermuten nichts Gutes, am ehesten wollen sie Seegurken, Muscheln oder Krabben wildern.
Wir sind auf die Westseite gefahren, wo wir jetzt ankern, wild rollen und ziemlich gefrustet sind. Morgen frueh wollen wir den naechsten Versuch machen.




