deen

2013
13
Jun

Auffi aufn Berg!

Wir sind immer noch in der Baie Angui auf der kleinen Insel Taravai. Es ist wieder windig, aber wir haben zumindest teilweisen Schutz von den Huegeln (einige Boeen schaffen es aber bis zu uns) und es ist seit zwei Tagen sonnig. Wir haben gelernt, dass das Wetter sich hier so schnell aendert, dass man jede Chance auf Wandern/Schnorcheln nutzen muss. Will man erst noch ein Projekt fertig machen, ist es sicher schon wieder regnerisch, wenn man endlich aufbrechen will. Wir sind das einzige Boot in ‘unserer’ Bucht, diese Seite von Taravai ist unbewohnt (auf der anderen Seite leben ein paar wenige Familien), es gibt keine Wege hierher, doch die grasbewachsenen Huegel gleich hinter der Bucht lachten uns so einladend an, dass wir heute Morgen Wanderschuhe und lange Hosen anzogen und zu einer Wanderung aufbrachen. Vielleicht sind wir Opfer der typisch oesterreichischen Obsession, dass ein Berg bestiegen werden muss, einfach weil er da ist. Auffi aufn Berg ;-) Wir landeten das Dinghi an einem kleinen, weissen Sandstrand und sahen zweifelnd hinauf in die dichte Vegetation: der Vorhang aus Palmen, Drachenbaeumen, Pinien, Farnen und Schilf sah ziemlich undurchdringlich aus. Was von Ferne nach Gras ausgesehen hatte, entpuppte sich als etwa 2.5 m hohes Unkraut, dazwischen Dornbuesche und dichte Farne. Wir kletterten langsam huegelaufwaerts und waren bald mit Kratzern uebersaet. Wir aenderten die Taktik und versuchten hauptsaechlich unter den Pinien zu bleiben, wo die Vegetation zwar weniger wehrhaft, der nadelbedeckte Boden dafuer rutschig ist. Nach etwa einer Stunde standen wir am Kamm des Huegels, schwitzend, die Kratzer juckten bereits ordentlich, dafuer fuehlten wir uns wie waschechte Entdecker. Der Ausblick ueber die Nachbarbucht und unsere Bucht mit Pitufa im azurblauen Wasser, umgeben von einem Saumriff und Korallenbergen, die in allen Farben unter dem tiefblauen Himmel glitzerten war aber mehr als genug Entschaedigung fuer ein paar Unnahmlichkeiten.

2013
12
Jun

Unser zweiter Cruising-Jahrestag

Vor genau zwei Jahren sind wir von Kroatien aus zu unserem Abenteuer aufgebrochen. Damals wollten wir so schnell wie moeglich den Suedpazifik erreichen – im Endeffekt haben wir zwei Jahre gebraucht, aber jetzt sind wir hier ;-) Wir haben diesen besonderen Tag mit unseren Freunden von s/v Irie mit einem Picknick an einem einsamen Strand auf der Insel Taravai (Gambier, Franzoesisch Polynesien) gefeiert und sind uns wieder einmal bewusst geworden, wieviel Glueck wir haben, dass wir so viele Kulturen erleben koennen, so unglaubliche Orte sehen duerfen, so viele interessante Leute treffen uns so nahe an den Elementen leben. Zurueck an Bord sind wir durch die Logeintraege des vergangenen Jahrs gegangen und haben ein paar Statistiken erstellt (wie letztes Jahr in Curacao…)

Unser zweites Jahr in Zahlen:
5100 Seemeilen.
84 Tage auf See, davon
40 Daysails.
6 Laender.
50 Ankerplaetze.
29 Inseln.
0 Tage in Marinas.
0 Werfttage.
302 Motorstunden.
19000 Euro, davon
7350 Euro fuer Bootsreparaturen und neue Ausruestung.

Die Zahlen unseres ersten Jahres gibts zum Vergleichen hier.

2013
09
Jun

Unterwasserwunderwelt Gambier

Heute haben wir endlich das lange versprochene ruhige Wetter bekommen. Bereits in der Frueh war die See spiegelglatt, also sind wir Anker auf gegangen (die Kette war nach nur 3 Wochen voellig ueberwachsen…) und sind zur bergigen Insel Taravai im Westen der Lagune motort. Anfangs war der Himmel noch bedeckt und es hat genieselt, die Sicht war also nicht ideal zum Sichten von Riffen, aber gluecklicherweise sind die Karten fuer die Gambier sehr genau. Wir konnten gar nicht glauben, wie nah der korallenuebersaete Grund im kristallklaren Wasser aussah. 20 m tief und alle Details der Korallen erkennbar – unglaublich! Gott sei Dank kam die Sonne dann doch noch heraus und wir naeherten uns vorsichtig der Ankerbucht auf der Westseite von Taravai. Wir zogen einige langsame Sicherheitsrunden in der Bucht und warfen den Anker dann auf 15 m. Was fuer ein Ausblick! Eine fast alpin anmutende Szenerie, grasbedeckte Huegel, ueberall Pinien – nur die Kokospalmen und die Sandstraenden stoeren die Illusion eines Ankerplatzes auf einem See in den Alpen. Die Insel duftet angenehm nach Harz und Kraeutern – Leeloos Naeschen schnuffelte verzueckt und sie inspizierte die Umgebung von Deck aus und hielt ihren Bauch in die warme Sonne (das ist der erste warme Tag nach 2 Wochen heulendem, kaltem Wind). Gleich nach dem Ankern suchten wir unser Schnorchelzeug heraus, um den Anker und die umliegenden Riffe genau anzusehen und waren ueberrascht, als ein recht grosser Schwarzspitzenriffhai auftauchte, der uns scheinbar auf Taravai willkommen heissen wollte :-) Die Riffe hier sind unglaublich: wegen dem Schutz des Aussenriffs und aufgrund der fehlenden Umweltbelastung ist das Wasser superrein, die Korallen unglaublich gesund und bunt und ueberall schwimmen grosse, bunte Fische herum. Sie sind nicht scheu und lassen Schnorchler nah heran. Der Grund fuer dieses Verhalten ist, dass niemand sie jagt, und zwar wegen einer Krankheit, die in subtropischen und tropischen Gebieten haeufig vorkommt: Ciguatera. Mikroskopisch kleine Dinoflagellaten in denen Ciguatoxin enthalten ist, bevoelkern die Riffe. Sie sind harmlos fuer Fische, die sie aufnehmen, das Gift akkumuliert sich aber in Einzelfischen und besonders entlang der Nahrungskette (grosse Raubfische enthalten besonders viel). Ciguato xin ist fuer Menschen (und andere Saeugetiere) hochgiftig. Es ist ein Nervengift und die Symptome reichen von Uebelkeit, Kribbeln in den Extremitaeten bis zu Kraempfen und Tod. Leute, die einen starken Fall von Ciguatera ueberleben, leiden den Rest ihres Lebens unter den Folgen. Einheimische wissen, welche Fische kein Risiko bedeuten, aber am sichersten ist es, keinen in der Lagune gefangenen Fisch zu essen. Das ist schlecht fuer die Abendessenplaene, garantiert aber eine wunderbare Unterwasserwelt! Wir haben gerade einen Sundowner auf Deck getrunken und einen richtigen Sonnenuntergang um 5.30 genossen (in der Ankerbucht vor Rikitea an der Ostkueste von Mangareva verschwindet die Sonne schon gegen 4 Uhr hinterm Berg – da werden die ohnehin kurzen Tage nochmals verkuerzt…

2013
05
Jun

Winterliches Gambier

Der Wetterbericht verspricht immer besseres Wetter, dieses schafft’s aber irgndwie nie bis zu uns. Der Winter kommt bald hier auf der suedlichen Halbkugel und es fuehlt sich danach an. Gestern hab ich mich beim Pfeifen von ‘Jingle bells’ ertappt… Wenn die Sonne rauskommt ist es heiss, aber der Suedwind ist einfach eiskalt. Am Wochenende hatten wir konstanten Wind um die 25 Knoten und Boeen bis 35 (ueber 60 km/h), jetzt wird’s ein wenig ruhiger. Duschen wird eine Frage des richtigen Timing: eine ruhige und sonnige Periode abwarten, ins Wasser huepfen, schnell Shampoo, zurueck ins Meer, kurz mit Suesswasser abspuelen, schnell in kuscheliges Gewand und eine heisse Tasse Tee zum Auftauen ;-)
Pitufa ist ein Schoenwetterboot: wir haben ein offenes Cockpit, keine Heizung, somit hoffen wir sehr auf ein paar warme Herbsttage und zwar bald. Morgen wollen wir zum einer anderen Insel innerhalb des Atolls fahren, hauptsaechlich auf der Suche nach einem windgeschuetzteren Ankerplatz. Leeloo hasst Wind, war schon seit Tagen nicht mehr auf Deck, ihr ist fad uns sie wird grantig. Sie ist halt auch nicht mehr an Temperaturen um 20 Grad gewoehnt und arbeitet hart daran, sich schnell ein noch dickeres Fell wachsen zu lassen ;-)

2013
02
Jun

Polynesische Gastfreundlichkeit

Wir hoerten und lasen von der Polyneischen Gastfreundschaft lang bevor wir hierher kamen und waren neugierig, ob die Leute immer noch so freundlich und grosszuegig gegenueber Fremden waeren wie frueher, oder ob sie schon genug von zu vielen Touristen haetten, die ebendiese Freundlichkeit ausnutzten.

Wir waren positiv ueberrascht, wie allgegenwaertig die Polyneische Gastfreundlichkeit noch ist. Jeder auf der Strasse gruesst mit einem freundlichen Laecheln, Leute winken aus fahrenden Autos und als wir letzte Woche wandern waren, hatten wir eine besonders nette Begegnung: eine Frau rannte uns auf der Strasse nach, lud uns auf ihre Terrasse ein, holte extra fuer uns einen Tisch und Stuehle, schnitt Fruechte auf, stellte uns der ganzen Familie vor und bestand dann noch darauf uns saeckeweise Bananen und Grapefruits mitzugeben. Ist das nicht unglaublich? Man stelle sich vor, um wieviel netter die Welt waere, wenn mehr Leute so freundlich waeren…
Heute lud uns ein junger Mann in seinen Garten ein, bot uns Papayas und Bananen gratis an und bevor wir ihn stoppen konnten entwurzelte er zwei Baeume(!) und gab uns die Wurzeln (Manioc) – alles mit einem Laecheln und ohne Bezahlung zu akzeptieren.
Am Anfang war uns so viel Grosszuegigkeit fast ein bissl unangenehm, aber jetzt versuchen wir immer kleine Geschenke mitzuhaben, damit wir nicht das Gefuehl haben, die Leute auszunutzen.

Vielleicht hatten wir mit der Wahl unserer ersten Insel besonderes Glueck: Die Gambier haben wenig Touristen, der Grossteil kommt von den wenigen Fahrtenjachten und einige wenige fliegen noch mit dem woechentlich ankommenden Flugzeug ein.

2013
28
May

Unsere ersten Impressionen von Franzoesisch Polynesien

Mangareva ist die Hauptinsel des Gambier-Archipels im Suedosten von Franzoesisch Polynesien. Aufgrund ihrer Lage am suedlichen Rand der Tropen haben sie eine Mischung aus tropischer und gemaessigter Vegetation. Ein Aussenriff umschliesst diese Handvoll Inseln und schuetzt sie vor der Gewalt des Ozeans. Die Lagune ist so ruhig wie ein See – eine unglaubliche Oase inmitten der Weite des Pazifischen Ozeans.

Hier sind einige unserer ersten Eindruecke von Mangareva:

Iles Gambier: Mangareva

Wir kamen Ende Mai 2013 auf den Gambier-Inseln in Französisch Polynesien an und waren sofort von der üppigen Insel Mangareva und ihrem hübschen Städtchen Rikitea verzaubert.

(28 Fotos)

2013
27
May

Socken-und-Suppen-Wetter

Im Moment zieht grad ein Tief suedlich der Gambier Inseln vorbei und schickt eiskalte Luft zu uns herauf. Wir zittern in Temperaturen um die 20 Grad – wir sind halt ein gemaessigtes Klima nicht mehr gewoehnt und haben schon lange Hosen und Kapuzensweater aus ihren Verstecken ganz hinten im Kasten herausgezerrt. Hier ist jetzt Herbst und wir hoffen, dass der Winter noch ein bissl auf sich warten laesst.

2013
24
May

Huebsches Mangareva

Die ganze letzte Woche waren wir damit beschaeftigt Bootprojekte abzuarbeiten, die sich in den letzten Wochen angesammelt haben. Wir haben die Wasserlinie geputzt (unglaublich was beim Segeln waechst und wie schwer es wieder runtergeht…), den Reissverschluss vom Lazy Bag neu genaeht, Segel gewaschen und verstaut, Waesche gewaschen (gluecklicherweise gibts an Land einen Deutschen, der seit 30 Jahren hier lebt und Services fuer Cruiser anbietet), Schimmel gewischt, das Deck geschrubbt, etc. etc. – und das waren nur die dringendsten Arbeiten ;-)
Zusaetzlich haben wir noch ganz viel Material aus Panama mit, das darauf wartet, in einer Mussestunde verarbeitet zu werden: Stoff fuer einen neuen Sofabezug, Material fuer eine Regenfang-/Sonnenplane, ein neuer Wasserhahn fuer die Kueche, neue Stecker und Steckdosen, etc., aber diese Projekte muessen noch ein bissl warten, denn Mangareva (die Hauptinsel der Gambier, vor der wir von Anker liegen) ist zu huebsch, um laenger ignoriert zu werden.

Wir sind ueber die Huegel nach Sueden gewandert, durch tropische Vegetation an der Kueste und Pinien weiter oben und haben einen Bauern gefunden, der uns hochqualitatives, aber teures Gemuese abgetreten hat. Im Allgemeinen sind die Gambier ein teures Pflaster, weil fast alles mit dem Schiff oder Flugzeug hierher kommt. Auf der anderen Seite haben die Leute so viel Obst in ihren Gaerten, dass sie oft Cruiser hereinrufen und ihnen Grapefruit, Papayas oder sogar Bananen schenken – die beruehmte polynesische Gastfreundschaft ist hier noch ein Teil der Kultur.

Am naechsten Tag sind wir zum Belvedere-Aussichtspunkt gewandert, wo sich ein spektakulaerer Blick ueber die tuerkisfarbene Bucht (gespickt mit unzaehligen Riffen), zu den anderen Inseln, zum Aussenriff und zum endlosen Pazifik dahinter bietet.

Andere Boote, die in der gleichen Woche angekommen sind, machen sich schon wieder aufbruchsbereit, aber wir sind derzeit einfach nur happy, dass wir hier sind und denken noch lange nicht ans Weiterfahren ;-)

2013
24
May

Garmin GPSmap 4xx — Wie nützlich ist ein Mini-Kartenplotter (4-inch)?

Dieser Eintrag ist zur Zeit nur auf Englisch vorhanden. Hier der Originaleintrag:


On a small sailing yacht, power consumption is a real issue, particularly on passages. A wind generator is typically useless on a downwind course and often the sails shade the solar panels and there might be days with a thick cloud cover. Some electrical devices can be assumed to be running 24 hours a day: the fridge, some instruments (e.g. log, wind, …), a VHF radio, and in our case also an AIS transceiver blackbox. (Cruisers who rely on an electric autopilot usually don’t worry that much about power consumption since they need to run a Diesel or gasoline generator regularly anyway.)

What about a chart plotter? First of all, why would we need a chartplotter 24 hours a day at all? In our case the answer is (a) to have an AIS viewer which issues AIS alarms, (b) to view speed and course over ground and (c) to view the great-circle route and the deviation from it. Of course there are small, dedicated devices on the market such as stand-alone AIS viewer or ordinary GPS devices which could do the required jobs, but we don’t have them.
Running a chartplotter with a nice and large display (e.g. 8 inch or even larger) all day long, most likely consumes too many amp-hours. E.g. our Simrad NSE8 (8-inch display) draws around 2 amps. Its larger sibling, the NSE12 (12-inch display) requires even 3 amps, i.e., it would eat almost 72Ah per day.

In addition to our NSE8 at the nav station inside we also have a mini chartplotter at the helm in the cockpit. It’s a Garmin GPSmap 421 with a 4-inch display. The nice thing is: it draws even less than 1 amp and we can run it continuously when underway.

We installed it on its swivel bracket such that we can view it from behind the wheel (typical chartplotter-aided navigation), when sitting in the cockpit in front of the wheel (our classical watch position on passages) and even when looking up the companion way from the saloon. I don’t think that a larger plotter could be mounted so versatilely. It is tiny, and indeed, we have seen dinghies with larger plotters (or fish finders), but for our overall setup the 4-inch Garmin–nickname Armin–is the ideal cockpit instrument.

2013
23
May

Photos of our long passage

Segeln nach Polynesien

Im April 2013 segelten wir von den Galapagos-Inseln zu den Gambier-Inseln in Franzoesisch Polynesien. 2900 Seemeilen, 24 Tage auf See -- unser bisher längster Trip.

(27 Fotos)

2013
21
May

Pitufa in Französisch Polynesien

Endlich sind wir wo wir schon immer hin wollten. Wir werden den Rest des Jahres die Isles Gambier, eventuell ein paar Atolle der Tuamotus und die Marquesas.

2013
20
May

Regenbogeninsel

Die Anfahrt zum Hafen von Rikitea auf der Hauptinsel des Gambier Archipels war etwas aufregender, als was wir uns nach erschoepfenden 24 Tagen auf See gewuenscht haetten. Windboeen bis 30 Knoten pfiffen auf uns nieder, als wir den Pass durch den aeusseren Riffguertel ansteuerten (das Archipel ist von einem riesigen Riffring mit einem Durchmesser von 20 Seemeilen umgeben). Wir motorten gegen den Wind an und Pitufa wurden noch einmal mit Salzwasser durchgeweicht. Die geschuetzte, ruhige Bucht vor dem Hauptort Rikitea ist von einem weiteren Riff geschuetzt. Die franzoesischen Karten sind exzellent und gruene und rote Bojene markieren den Kanal: ein supereinfaches System auf der Karte, ein Labyrinth wenn man direkt davor steht. Christian sass unten mit dem Laptop und rief Kommandos nach oben, waehrend ich Pitufa in kurzen Schritten durch den Kanal manoevrierte (rechts, schnell links, rechts, rechts!!!… ). Vor dem Dorf liegt eine weite Ankerbucht mit etwa 15 Booten vor Anker: ei ne typische Cruiserbucht mit einem starken Gemeinschaftsgefuehl. Wir hatten den Anker noch nicht fertig eingefahren, als schon die ersten Dinghies vorbeikamen und uns in Gambier willkommen hiessen. Neue Gesichter, Gesichter zu Stimmen aus dem Funknetz und alte Bekannte. Es scheint, dass auf der langen Ueberfahrt auf jedem Boot etwas kaputt gegangen ist (nur nicht auf Pitufa :-) ), also sind alle mit Segelflickereien, Getriebereparaturen, etc. beschaeftigt und alle helfen sich gegenseitig aus. Von Rikitea haben wir noch nicht viel gesehen, aber was wir gesehen haben, gefaellt uns: ein wohlhabendes Dorf (etwa 1000 Leute, die meisten leben von der Perlzucht), gepflegte Haeuser, ueppige Gaerten, dicke Hunde und freundliche Leute (man muss nur schauen, dass man mit Laecheln und ‘Bonjour’s nachkommt). Der einzige Nachteil des allgemeinen Wohlstands ist, dass sich keiner mehr die Muehe macht Gemuese anzubauen – da muss man auf das gelegentliche Versorgungsschiff warten… Das Klima ist angenehm mit warmem Sonnenschein, relativ kuehler Luft (kein Wunder, wir sind hier auf 23 Grad Sued und damit so weit vom Aequator wie nie in den vergangenen 1,5 Jahren…) und regelmaessigen, kurzen Regenguessen – wir sehen jeden Tag mehrere Regenboegen ueber der Bucht. Mein Franzoesisch ist immer noch auf einem Basislevel, aber es war genug um auf der Gendarmerie einzuklarieren, die Katze zu erklaeren, etc. Leeloo hat auf der Ueberfahrt einen ‘Pickel’ bekommen, der nicht mehr heilen wollte, also wollten wir gleich einen Tierarzt suchen und waren sehr enttaeuscht zu hoeren, dass es keinen gibt. Kurz entschlossen fragten wir auf den Booten nach und voila: auf dem dritten Boot war schon ein Tierarzt. Er sah sich Leeloo gleich an und erklaerte den Pickel zu einer harmlosen Zyste–wir waren erleichtert. Bis jetzt waren wir damit beschaeftigt, das Boot wieder auf Vordermann zu bringen, auszuruhen und andere Cruiser zu besuchen, aber morgen fangen wir mit dem Erkunden an. Die meisten anderen Cruiser haben nur 3 Monate in Fr. Polynesien, aber als EU-Mitglieder sind wir in der gluecklichen Position, 18 Monate hier verbringen zu koennen :-)

2013
18
May

Angekommen!

Angekommen. Sekt & Tapas. Sooo gluecklich!

2013
17
May

Fast da!

Gestern wurde der Wind recht stark, am Abend zogen wir das Grosssegel ins 2. Reff – eine weise Massnahme: waehrend der Nacht hatten wir bis zu 30 Knoten Wind. Die Gambier Inseln liegen jetzt nur 50 Seemeilen voraus und um bei Tageslicht anzukommen, muessen wir jetzt absichtlich langsamer segeln, was sich nach der langen Kriecherei letzte Woche, bei der wir uns immer nur mehr Speed wuenschten, etwas komisch anfuehlt. Wir koennen immer noch nicht so recht glauben, dass unser erstes Suedseeatoll bald am Horizont auftauchen wird. Solche abgelegenen Inseln im Suedpazifik waren der Grund, warum wir uns auf die Reise machten. Bis jetzt hatten wir immer das Gefuehl, auf der Durchreise zu sein, aber jetzt erreichen wir unsere Traumdestination.

2013
16
May

Day 22 and 222 miles to go

We’ve been at sea for 22 days, still have 222 miles to go and expect to arrive in 2 days. We have strong winds now, Pitufa’s rushing fast towards her first South-Sea atoll. We can’t wait to finally get to the Gambier Islands! We’ve started with our ‘French in 30 days’ textbook, Christian’s reached the 3rd lesson, I’m warming up my highschool French and have already got to lesson 8 out of 30 ;-) We’ll have plenty of opportunity to practice our French soon…

++++++

Wir sind jetzt seit 22 Tagen auf See, es bleiben noch 200 Meilen und wir gehen davon aus, dass wir in 2 Tagen ankommen. Wir haben jetzt starken Wind, Pitufa rauscht auf ihr erstes Suedseeatoll zu. Wir koennen es schon nicht mehr erwarten, eeendlich auf den Gambier Inseln anzukommen. Wir haben mit unserem ‘Franzoesisch in 30 Tagen’ Lehrbuch angefangen. Christian ist bei Lektion 3, ich waerme mein HAK-Franzoesisch auf und bin schon bei Lektion 8 von 30 ;-) . Bald haben wir jede Menge Gelegenheit Franzoesisch zu ueben…

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