Seitdem wir in Panama angekommen sind, ist alles kompliziert. Vor unserer Ankunft in Portobelo haben wir eine kurze To-Do Liste geschrieben: Kuehlschrank reparieren, Baum schweissen, elektronische Geraete bestellen, Vorraete kaufen, Kanaldurchfahrt organisieren. Jetzt sind wir schon fast ein Monat hier, stressen von Morgen bis Abend herum und haben noch fast nichts erreicht. Nur damit ihr eine Idee bekommt: Gestern hatten wir einen Zahnarzttermin um 11. Das heisst, spring um 9 Uhr in den Bus, 2 Stunden nach Colon. Wir warten ewig beim Arzt, kommen um 2 endlich weg, nehmen ein Taxi zur Post, leider haben die keine Schachteln. Sie schicken uns in ein Verpackungsgeschaeft, die hatten einen Wasserschaden und deshalb keine Schachteln. Kurz entschlossen suchen wir in der Papierwarenabteilung herum, finden 2 Schachteln, bringen sie zur Theke und die Frau schafft es wirklich, unsere Sachen einzupacken. 3 Uhr: zurueck auf der Post ist die Frau am Schalter mit der Aufgabe ein Paket nach Europa zu schicken voellig ueberfordert, fragt uns (keine Idee), fragt Kollegen, fuellt Dutzende Formulare aus, etc. 3.45: Wir duesen zum Hafen, um einen Termin fuers Vermessen fuer die Kanaldurchfahrt zu machen, leider ist die Sekretaerin schon um 1 gegangen, gelangweilte Kaffee schluerfende Herren uebernehmen unsere Dokumente nach laengerem Hin und Her. 5 Uhr: Mittagessen im Shoppingcenter, schnell in der Elektronikabteilung Preise notieren, dann schnell schnell zur Busstation (fast 6 Uhr, der letzte geht um 6!), dann stehen wir 2 Stunden eingequetscht ganz hinten im Bus mit dem Kopf neben dem Lautsprechen, aus dem mit voller Lautstaerke erhebende christliche Lieder schmettern. Wir halten unsere Sackerl fest, waehrend mehr und mehr Passagiere nachgequetscht werden, einige haengen aus den Tueren. 8 Uhr: zurueck am Boot, voellig fertig, wenig erreicht.
2012
06
Dec
2012
27
Nov
Fledermausalarm
Heute um 3 Uhr in der Frueh weckte uns Leeloo mit dem typischen Triumphgeheul, mit dem sie eine erfolgreiche Jagd verkuendet. Ich stand wideerstrebend auf um nachzusehen, was sie erwischt hatte. Als ich sie aufhob, liess sie das dunkle Wesen in ihrem Maul los und es flatterte aufgeregt in die Heckkabine – eine Fledermaus. Ich oeffnete gleich die Luke, aber der arme Kerl flog immer im Kreis, ohne einmal nach oben zu sehen (so viel zum unfehlbaren Echolot-System von Fledermaeusen…). Christian schaffte es letztendlich einen Karton ueber ihn zu stuelpen und ihn so zur Luke zu bugsieren.
Nach der naechtlichen Aufregung schliefen wir lang (bis 7.30) und wachten mit Sonnenstrahlen im Gesicht auf. Hurrah! Wir nutzten die Chance und wanderten zu dem Fort hoch ueber der Bucht – eine tolle Aussicht. Dann duesten wir zurueck zum Boot zum Fruehstueck und schafften es grad noch vor dem naechsten Regenschauer
2012
25
Nov
Wo ist das gelbe Ding — wie heisst das noch gleich?
Es schuettet jetzt seit Montag durch, die laengsten Regenpausen dauern etwa eine halbe Stunde. Sobald der Regen kurz aufhoert oder zumindest kurz nachlaesst, duesen Dinghis hektisch mit Vollgas durchs Ankerfeld, in der Hoffnung halbwegs trocken zum Dorf oder zurueck zu kommen. Wir haben die letzten 3 Tage unter Deck verbracht und haben uns nur manchmal hinausgewagt um das Cockpit zu trocknen und um ein paar Kuebel Wasser in den Tank zu leeren. Leeloo ist auch genervt, kaum geht sie raus kommt ihr der Regen schon waagrecht entgegen und sie legt sich wieder schimpfend ins Bett. Am Mittwoch in der Frueh haben wir das letzte Mal kurz das gelbe Ding am Himmel gesehen, das in den Tropen eigentlich den ganzen Tag scheinen und heiss brennen sollte…
2012
18
Nov
Stressige Tage fuer die Schluempfe
Im Moment sind die TAge einfach nicht lang genug, um alles zu erledigen was ansteht, somit haben wir komplett vergessen, Blogeintraege zu schreiben. Wir sind am Vormittag meist im “Buero” (Captain Jack’s Bar, wo’s Internet gibt) machen Recherchen zu allen Arten von elektronischen Geraeten, weil sowohl das GPS als auch das Radar nach einem Blitzschlag ganz in der Naehe angefangen haben, zu spinnen. Wir bestellen alle moeglichen Ersatzteile fuer den Pazifik und zusaetzlich arbeite ich noch an Uebersetzungen, damit ein bissl Geld reinkommt – waehrend der letzten drei Monate in Kuna Yala haben wir nur zwischen 200 und 300 Euro pro Monat ausgegeben (das shopfreie Kuna Yala war gut fuer unser Budget
), aber die naechsten Monate werden wieder auf’s Geld gehen.
Letzte Woche haben wir eine Einkaufsexpedition zu einem grossen Supermarkt gemacht und waren von der Geschwindigkeit des Busses (manchmal schneller als 50 km/h), den Menschenmassen und dem Angebot im Rey Supermarkt voellig erschlagen. Am Freitag sind wir mit einer anderen Yacht als Linehandlers (Leute fuer die Festmacherleinen) durch den Panamakanal mitgefahren, um Erfahrungen fuer unsere eigene Durchfahrt im Dezember zu sammeln. Die ganze Prozedur ist kompliziert und auch etwas unorganisiert, der “Berater”, der als Lotse mitfaehrt kam 2 Stunden zu spaet, Zeitplaene wurden staendig geaendert, wir mussten mit Vollgas zu den Miraflores Schleusen rasen, nur um dort dann 1 Stunde zu warten, etc. Die Schleusenkammer selbst waren etwas enttaeuschend, wir hatten eine riesige Anlage erwartet, sie sind aber nicht groesser als Schleusen auf europaeischen Fluessen.
Wie immer wenn wir viel zu tun haben, haben wir Pitufa ein bissl vernachlaessigt, was waehrend einer tropischen Regenzeit keine gute Idee ist. Letzte Woche ist ueberall Schimmel gewachsen, somit haben wir ihm heute Morgen den Krieg erklaert und alle Oberflaechen mit Alkohol abgerieben (Waende, Kaesten innen und aussen, Decke, etc.). Wir freuen uns schon auf das Ende der Regenzeit, offiziell soll’s im Dezember so weit sein, aber schauma mal
2012
08
Nov
Auf Wiedersehen Kuna Yala
Nach zwei Monaten in den San Blas Inseln sind wir heute nach Panama (Festland) gesegelt . Nach so langer Zeit weg von der Zivilisation (das letzte Auto haben wir in Cartagena gesehen…) muessen wir uns wohl wieder umstellen und dann anfangen zu organisieren: wir muessen die Durchfahrt durch den Kanal arrangieren, jede Menge Ersatzteile besorgen, einige Reparaturen machen, etc. um uns auf den Pazifik vorzubereiten!
2012
08
Nov
Endlich wieder Segeln
Heute sind wir das erste Mal seit unserer Ankunft in Panama wieder einmal gesegelt und zwar die Art von Segeln mit Segeln oben und Wind um sie zu fuellen
Der Trip war nicht sehr lang, war aber inklusive Problemen beim Heben des Ankers (die Kette war am Grund verheddert) und 2 Manoevern bei Isla Porvenir (der erste Ankerplatz war zu eng) anstrengend. Und alles um herauszufinden, dass der Hafenmeister nicht da war…). Wir haben somit keine Papiere bekommen – der Grund warum wir hergekommen waren
2012
02
Nov
Chichime
Es hat aufgehoert zu regnen und die Sonne scheint endlich wieder, also sind wir zum naechsten Ankerplatz ein paar Meilen weiter westlich weitergefahren. Die eigentliche Ankerbucht hat uns nicht sehr angesprochen, da bereits 17 (!) andere Boote hier vor Anker lagen, also haben wir einfach ausserhalb, suedlich der groesseren Insel der Chichime Cays unseren Anker fallen lassen. Wir wollen uns gar nicht vorstellen, wie es bei diesen populaeren Ankerplaetzen in der Hochsaison aussieht. Unser Platz ist ein bisschen rollig, somit haben wir am Abend auch noch einen Heckanker ausgebracht. Am Nachmittag sind wir mit dem Dinghy zur Dog Island hinunter getuckert und sind beim Frachter-Wrack schnorcheln gegangen.
2012
01
Nov
Sox on the beach
Die letzten drei Tage hat’s wieder geschuettet, das graue, dunkle Wetter passt gut zu Allerheiligen (nur halt waermer). Dauerregen auf dem Boot ist laestig, weil man drinnen eingesperrt ist und es Sinn machen wuerde, in der Zeit am Computer zu arbeiten, die Naehmaschine auszupacken, etc., aber ohne Sonne laden die Solarpanele die Batterien nicht und somit sollten wir nicht zu viel Energie verbrauchen… Gestern war uns so fad, dass wir im Regen schnorcheln gegangen sind, zurueck daheim waren wir trotz dem luluwarmen Wasser so durchgefroren, dass wir heissen Kakao getrunken und das erste Mal seit ewiger Zeit Socken angezogen haben. Ein lustiger Kontrast: weisser Strand, Palmen und dicke Wintersocken
2012
29
Oct
Cruising?
Das trockene Wetter ist uns nur kurz erhalten geblieben, heute hat’s schon wieder geschuettet. Am Nachmittag tauchte ein riesiger Bug aus der Wolkensuppe auf und kurz darauf ankerte ein Kreuzfahrtschiff hinter uns. Angeblich besuchen in der Trockenzeit viele die San Blas, aber wir haben vorher noch keins gesichtet. Bald nach ihrer Ankunft paddelten Kuna Kanus zum Strand, um ihre Molas anzubieten und dann schipperte die Crew schon Passagiere vom Kreuzfahrtschiff zur Insel – alles wohlgemerkt bei stroemendem Regen. Die armen “Kreuzfahrer” haben einen schlechten Tag fuer einen Nachmittag am Strand erwischt, aber wenn Schwimmen bei den San Blas auf dem Terminplan steht, dann wird geschwommen, denn morgen sind sie ja schon wieder an einem voellig anderen Ort
. Die gluecklicheren Schluempfe sind nicht so in Eile und haben die Chance auf noch mehr, hoffentlich schoenere Tage hier.
2012
27
Oct
Western Holandes Cays
Das Wetter ist seit gestern wieder schoen, aber das heisst nicht einfach nur zurueck zum Normalzustand, der sonnige Morgen und regnerische, gewittrige Nachmitage bedeutet, sondern jetzt ist es richtig schoen. Es sieht so aus, als ob Hurrican Sandy die ganze feuchte Luft weggesaugt und sie weiter im Norden abgeladen hat.
Nach fast einer Woche in Nargana sind wir wieder bei den aeusseren San Blas Inseln. Wir wollten eigentlich in den Central Holandes Cays ankern, aber der Ankerplatz dort hat uns nicht behagt – er war zu eng fuer unseren Geschmack und ausserdem zu nah an den Mangroven, was viele Moskitos bedeuten koennte. Wir sind also weiter nach Westen gefahren und haben dort einen huebschen Platz zwischen den westlichsten Holandes Cays gefunden. Wir sind natuerlich das einzige Boot hier
. Natuerlich waren wir gleich schnorcheln und hatten das Glueck, gleich zwei riesige Adlerrochen und einen neugieren Ammenhai anzutreffen. Es ist schoen, endlich wieder schwimmen zu koennen. Das letzte Mal hatten wir das Vergnuegen ins erfrischende Nass einzutauchen weit oben im Rio Diablo. Das Wasser dort war aber wirklich eine Abkuehlung, waehrend das Oberflaechenwasser im Meer eher an ein Thermalbad erinnert
2012
25
Oct
Hurricane Sandy
Obwohl wir weit unterhalb des Hurrikanguertels sind, wird das Wetter auch hier stark von Hurrikan Sandy beeinflusst. Es ist seit Tagen regnerisch und boeiger Wind ruettelt heftig an Pitufa, doch unser Ankerplatz bei Nargana schuetzt uns sowohl vor den suedlichen Windwellen, als auch der hohen Duenung aus Norden. Wir sollten uns also wirklich nicht ueber kleinere Unannehmlichkeiten wie spritzige Dinghifahrten beschweren, waehrend weiter im Norden massive Verwuestung angerichtet wird.
2012
25
Oct
Zwei neue Artikel im Ocean7
Das oesterreichische Segelmagazin Ocean7 hat unsere Artikel ueber die Karibikkueste Kolumbiens und ueber das Cruisen mit Katze an Bord in der aktuellen 06/12 Ausgabe veroeffentlicht.
2012
24
Oct
Flussausflug und Dschungelwanderung
Die letzten zwei Tage waren windig und regnerisch, wahrscheinlich Dank Hurrikan Sandy, der noerdlich von uns vorbeigezogen ist. Doch der Ankerplatz hier in Nargana ist gut vor der hohen Duenung draussen geschuetzt. Wir geniessen die Moeglichkeit, durch die Mini-Mini-Markets zu schauen und haben auch neue Freunde kennengelernt (www.bettiedelmar.blogspot.com).
Bevor das Wetter umgeschlagen hat, haben wir die Chance genutzt und sind mit dem Dinghi den Rio Diablo hinaufgefahren, wo wir unser erstes Krokodil erspaeht haben. Dann sind wir der Kuna-Wasserleitung entlang in den Dschungel marschiert. Die Wasserleitung ist ein filigranes Plastikrohr, das manchmal unterirdisch verlaeuft, normalerweise aber einfach neben dem Weg liegt und manchmal auf wackeligen Astkonstruktionen ueber Baeche geleitet wird (die “Bruecken” aus duennen Asterln daneben sind noch wackeliger…). Leider haben wir’s nicht ganz bis zum im Reisefuehrer versprochenen Wasserfall geschafft, weil wir beschlossen haben, dass ein 6-Stunden Dschungelmarsch jenseits unserer sportlichen Moeglichkeiten liegt – besonders weil wegen der Moskitoschwaerme keine Pausen drin sind. Sobald man stehen bleibt, senken sich Schwaerme von ihnen auf den ungluecklichen Wanderer… Die Wanderung war unterm Strich aber lustig, besonders genossen haben wir aber die Chance, vor der Rueckfahrt mit dem Dinghi den roten Schlamm bei einem Bad im klaren, kalten Flusswasser wieder abzuwaschen.
2012
23
Oct
Photos of the San Blas Islands
Uploading the new photo gallery took several attempts and a lot of patience over the last two days. Finally, here it is:
Kuna Yala -- die San Blas-Inseln
Im September und Oktober 2012 besuchten wir die mit Kokospalmen übersäten Inseln in Kuna Yala, einer autonomen Region in Panama, wo die Kuna Indios in ihren traditionellen Dörfern leben.
(50 Fotos)
2012
21
Oct
Nargana
After a wonderful week of relaxing and snorkeling at Coco Banderos, we moved to the nearby town of Nargana to buy some fresh veggies, some other groceries and gasoline. And of course, after a really long time, to connect to the internet again (hopefully tomorrow at the school. If the connection is good enough, we’ll upload a new picture gallery.) Nargana is a bigger Kuna town and even has a airport. The Kuna here are less traditional (e.g., they have electricity) as in other villages we have visitted but it’s a nice and neat place.
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Nach einer wundervollen Woche Relaxen und Schnorcheln bei den Coco Banderos sind wir nun zum nahegelegenen Staedtchen Nargana weitergefahren. Wir wollen frisches Gemuese und andere Lebensmittel aufstocken und Benzin besorgen. Und natuerlich wieder einmal ins Internet (hoffentlich morgen bei der Schule. Falls die Verbindung gut genug ist, werden wir neue Fotos hochladen.) Nargana ist ein groesseres Kuna-Staedtchen und hat sogar einen Flughafen. Die Kuna hier leben weniger traditionell (es gibt z.B. Strom) als in anderen Doerfern, die wir besucht haben, aber wir finden es hier nett und freundlich.




