Tahaneas Unterwasserwelt
Nach dem Anblick zu vieler Orte mit toten und leeren Riffen weiter westlich im Pazifik war die Rückkehr zu Tahaneas gesunden Korallen und zahlreichen Fischen eine wahre Erleichterung.
(60 Fotos)
2016
11
Dec
Nach dem Anblick zu vieler Orte mit toten und leeren Riffen weiter westlich im Pazifik war die Rückkehr zu Tahaneas gesunden Korallen und zahlreichen Fischen eine wahre Erleichterung.
(60 Fotos)
2016
10
Dec
Gestern war komplette Flaute und am Nachmittag beschlossen wir, die Chance zu nutzen und das Vorsegel herunter zu lassen, weil wir beim letzten Mal segeln eine aufgeriebene Stelle bemerkt hatten und diese mit Tape überkleben wollten, noch bevor wirklicher Schaden entstand. Als wir den Yankee unten hatten, stellte sich heraus, dass es schon zu spät war. Die Liekleine hatte sich bereits auf einigen Metern Länge durchs Material am Rand des Segels gescheuert. Aua. Wir waren uns nicht sicher, ob unsere Pfaff Haushaltsnähmaschine das dicke Segel (6 Schichten) schaffen würde, aber die robuste Metall-Pfaff aus den 70ern zickzackte brav durch das dicke Material (nicht ohne quietschende Beschwerden, aber das ist unsere Miss Pfaff…). Unglaublich wie oft wir die Nähmaschine, die wir eher so nebenbei auf Ebay erstanden haben, im Einsatz haben. Ich hatte vor unserer Abreise noch nie etwas genäht, aber glücklicherweise ist die Pfaff so einfach wie nur möglich und erfordert kein spezielles
Training.
Es wurde bereits dunkel, als wir die Arbeit fertig hatten, aber wir konnten das Segel noch vor Sonnenuntergang aufziehen. Ich feierte diesen erfolgreichen Arbeitstag, indem ich ein volles Häferl Kakao über der Anricht ausschüttete – direkt darunter ist der (nach oben zu öffnende) Kühlschrank. Eine Stunde selbst verursachten Putzens folgte. Grrr.
2016
10
Dec
Da wir so viele schöne Fotos in Tahanea geschossen haben, entschieden wir uns die Galerie in 3 Teile aufzuteilen. Zwei sind bereits verfügbar, die dritte (mit Unterwasserfotos) wird bald folgen.
Tahanea ist das naturbelassenste Atoll das wir bisher gefunden haben. Wir lieben seine Tierwelt und Schönheit und blieben sechs Wochen im Oktober und November 2016.
(49 Fotos)
Seevögel werden durch Zerstörung ihres Lebensraums (sie brauchen Büsche und Bäume, keine Kokosmonokulturen), die Einführung von Fressfeinden (Ratten, Katzen) und menschliche Jäger bedroht. Tahanea ist eines der wenigen Atolle, wo sie noch auf einer Handvoll Motus im Süden der Lagune ungestört brüten können.
(36 Fotos)
2016
09
Dec
Die letzten Tage waren wir von früh bis spät mit Internetaufgaben beschäftigt. In den fast zwei Monaten ohne Internetzugang (abgesehen von E-Mails über Kurzwelle) ist die Internet-To-Do-Liste ziemlich lang geworden. Der I-Net-Zugang hier in Hao ist zwar langsam, aber wir beschweren uns sicher nicht, denn es ist gratis!!!
Ich habe die Chance genutzt, einige Fehler auf unserer Web-Seite zu beheben. Zum Einen gab es ein paar Probleme für mobile User, aber jetzt sollten die meisten Seiten auch für kleine Bildschirme maßgeschneidert sein — auch die Fotogalerien. Zum Anderen hatten Leute mit Google Chrome ein Problem mit unserem interaktiven Windatlas. Jetzt sollten die Windrosen geöffnet werden.
2016
09
Dec
Wenn ihr nach, von oder in Französisch Polynesien unterwegs seid könnt ihr beim PolyMagNet-Funknetz auf Kurzwelle einchecken. In diesem englischsprachigen Netz melden Jachten unterwegs ihre Position und Wetterbedingungen und Boote vor Anker geben Info zu Wetter, Ankerplätzen, Aktivitäten, etc. in ihrem Gebiet weiter.
Cruiser treffen sich zweimal täglich um 1800 UTC und 0400 UTC (8:00 und 18:00 PM Tahiti Lokalzeit) auf Frequenz 8173 kHz USB.
2016
05
Dec

Birgit Hackl, Christian Feldbauer: Communication at Sea, All At Sea Caribbean, December 2016, p. 42–44. Free download from allatsea.net.

Birgit Hackl: Cruisers cook creatively, All At Sea Caribbean, November 2016, p. 52–54. Free download from allatsea.net.
2016
04
Dec
Heute endete dieser eher unangenehme Törn auf einer sehr versönlichen Note: nachdem wir um 4 Uhr morgens auf einen nördlichen Tack gingen, segelten wir schnell dahin, fingen 2 Gelbflossenthunfische neben Hao, schafften es gerade vor Sonnenuntergang zum Pass und fanden genau die richtigen Bedingungen vor, um in die Lagune zu segeln. Hao hat einen schlimmen Ruf wegen bis zu 20 Knoten Strömung im Pass und schwierigem Timing, aber wir hatten 3 Knoten einlaufende Strömung und kamen ohne Probleme durch. Wir haben von Pass zu Pass genau 3 Tage gebraucht… Jetzt ankern wir gleich innerhalb vom Pass (anstatt die ganze Nacht hin und her zu kreuzen, hurrah!), haben grad Sashimi gespeist und werden jetzt gleich in die Koje fallen
2016
03
Dec
Irgendwie weigert sich dieser Törn so zu laufen, wie wir es geplant haben. Die Wellen sind höher als erwartet, der Wind zu östlich, somit schaukeln wir ganz hart am Wind dahin und krängen wie verrückt, Pitufa pflügt langsam durch die Wellen und wir machen jede Menge Extrameilen nach Süden. Heute Nacht müssen wir aufkreuzen und auf einen Kurs nach Norden gehen. Es schaut so aus als ob wir am Ende wirklich 4 Tage für nur 220 Seemeilen brauchen werden… Noch 74 Seemeilen wie die Russseeschwalbe fliegt und immer noch kein Anglerglück, obwohl wir 3 Köder nachschleppen.
2016
02
Dec
Gestern haben wir Tahanea nach 6 Wochen widerstrebend verlassen. Es ist nicht leicht, sich von so einem schönen Ort los zu reissen, aber die Zyklonsaison schreitet fort und wir sollten uns nach Osten verziehen.
Sogar auf Tahanea sieht man schon die negativen Einflüsse des Menschen (einige Riffe sind leer gefischt, Motus abgebrannt, scheinbar kommen jetzt mehr Leute von den Nachbaratollen und ein Haus ist sogar permanent bewohnt), aber es ist noch immer der unberührteste Ort, den wir zwischen Galapagos und Tonga gefunden haben. Vogelkolonien, phantastische Unterwasser-Korallengärten, Riffe mit großen, neugierigen Fischen und viele Riffhaie – es ist traurig wie rar solche Plätze schon sind. Wir haben jeden Tag in diesem Naturparadies genossen und waren bei jedem Spaziergang/Schnorchelausflug wieder neu begeistert: ein Mantarochen, jagende Haie, eine neue Fischspezies, ein Palette von Papageienfischen in allen Farben von weiß, über türkis, pink bis violett, eine Muräne, die vor unseren Augen im knöcheltiefen Wasser eine Krabbe verspeiste – einfach unglaublich. Es ist ein Privileg, solche Naturschauspiele erleben zu dürfen.
Heute zieht sich die Segelei. Der Wind ist östlicher als vorhergesagt (wie eh fast immer), wir segeln so hart am Wind wie wir können, sind somit nicht sehr schnell und trotzdem nicht auf Kurs. 160 Seemeilen bis Hao (ein anderes Atoll der Tuamotus).
2016
30
Nov
Während der letzten Tage war das Wetter nicht so toll, somit haben wir Wartungsarbeiten erledigt:
Wir verbrachten einen Tag mit dem Tohatsu Außenborder (wechselten das Getriebeöl, ölten alle quietschigen Teile, montierten einen neuen Propeller, reparierten den alten Prop so weit, dass er als Reserve dienen kann, etc.), nähten den ‘Relingsflachl’ nach (das Stück Stoff, das zwischen Reling und Fußleiste gespannt Wellen und Spritzer vom Cockpit fern hält, die ‘Pitufa’ Lettern lösten sich und mussten in Kleinarbeit rundherumherum nachgenäht werden), klebten neue Griffe aufs Dingi, verbrachten einen Tag mit dem Yanmar Motor (wechselten Öl und Ölfilter, spannten den Keilriemen nach, etc.) und warteten den Wassermacher (ein neuer Vorfilter, etc.).
Auf einem Langfahrtboot kann einem nie fad werden…
2016
27
Nov
Unser letzter Supermarktbesuch war noch in Tahiti am 10. Oktober, und liegt also mehr als 6 Wochen zurück. Man könnte glauben, dass der Speiseplan auf Pitufa schmal und eintönig wird, aber nein, mit etwas Kreativität und natürlich mit dem frischen Grün aus unserem Bordgarten, schaffen wir es unseren Gourmet-Standard aufrecht zu erhalten
Zum Frühstück/Brunch gibts frisches Brot und Käse (für mich) und Salami oder Pasteten (für Christian), zu Mittag machen wir einen Salat (mit selbst gezogenen Sprossen, Spinat aus dem Garten, den letzten verbleibenden Karotten, manchmal eine Dose Bohnen und Reis, Pasta oder Quinoa vom Vortag) oder ein Müsli mit selbst gemachtem Joghurt. Am Abend kochen wir unsere Hauptmahlzeit und hier ist als Beispiel unser Menüplan der letzten Woche:
- Tartare von frisch gefangenem Snapper (fein gehackter Fisch, gehackte Gurkerl, Honig, Senf und frischer Koriander) mit Buchweizenbrot
- Poisson cru (roher, in Zitrone marinierter Fisch mit Apfelstücken, Bohnen, Zwiebel und Thai-Basilikum aus dem Garten) mit Reis
- Pasta with gebratenem Fisch in Rahmsauce mit Kraut und Basilikum aus dem Garten
- Gebratener Snapper und gedämpfte Petersilkartoffeln mit Kürbis und Sauce Hollandaise
- Wok mit Snapper, Bambussprossen (aus der Dose), Water Chestnuts (aus der Dose), Thaibasilikum aus dem Garten und Kokosreis
- Snapper in knuspriger Sesampanier mit Kürbissauce und Kartoffelpürree
- Kartoffellaibchen mit Sauerkraut (aus der Dose)
- Pizza mit Käse, Champignon (aus der Dose) und Sardellen
- Teriyaki Tofu mit selbst gezogenen Bambussprossen und Quinoa
Bon appetit!
2016
25
Nov
Letztes Wochenende begann unsere Ankerwinsch hässlich zu knirschen und wir machten uns gleich ziemliche Sorgen, weil wir weder den Anker manuell heben wollten (kein Spaß beim ständigen Umankern bei Winddrehern), noch wollten wir zu einem Atoll mit Flughafen segeln, um dort ewig auf Ersatzteile zu warten. Glücklicherweise ist Pitufa ein sehr autarkes Boot mit jeder Menge Ersatzteile, Metallstücke und Werkzeuge, somit bauten wir die Winsch auseinander, in der Hoffnung sie vor Ort reparieren zu können. Es stellte sich heraus, dass eine Lagerbüchse, die Christian vor anderthalb Jahren bei einem großen Service ausgetauscht hatte, schon wieder zerbröselt war. Wir hatten kein Bronzeteil in der richtigen Größe, aber unsere Nachbarn auf SY Ednbal halfen mit einer Schlauchtülle aus Messing aus, die fast passte. Somit holte Christian die Drehbank heraus und brachte sie in die richtigen Dimensionen, wir bauten die Winsch wieder zusammen und voila: sie läuft wieder ganz ohne Grummeln und
Brummeln.
Während er letzten zwei Tage war Flaute und wir ankerten bei drei Motus im Süden, die wir noch nicht kannten und entdeckten 4 weitere brütende Maskentölpelpaare, das bringt den Zähler auf 15 Brutpaare dieser schönen und ziemlich seltenen Seevögel. Es ist traurig, dass es nur noch wenige unbewohnte Atolle mit einheimischen Sträuchern und Laubbäumen gibt, denn die Seevögel brauchen diese Rückzugsgebiete, um ihren Nachwuchs aufzuziehen. Hier auf Tahanea haben wir Eier und Küken von Rotfuss-, Weißbauch- und Maskentölpeln während unseres letzten Besuchs von September bis Oktober und dieses Mal von Oktober bis November gesehen, es scheint also, dass die Brutsaison ganz schön lange dahin geht.
Heute Morgen nahm der Wind wieder zu und wir segelten zu einem Riff an der Südseite. Statt der vorhergesagten 10 Knoten blies es bald mit 15 bis 20 und wir schaukelten miserabel hinter dem Teilschutz des Riffs, somit hoben wir wieder den Anker und segelten zu dem winzigen Laguneninselchen, wo wir schon einmal Ostwind ausgesessen haben. Auch dieses Mal ist es hier wieder schön ruhig und wir haben dem Inselchen auch einen Namen gegeben: Ilot des Schtroumpfs – Schlumpfinselchen
2016
19
Nov
Letzte Woche war ein Winddreher von Nord auf West vorhergesagt, somit gingen wir ein letztes Mal im Pass schnorcheln (auf der Nordseite der Lagune), gingen dann Anker auf und nutzten das ruhige Wetter, um durch den Pass zu fahren, dann fingen wir schnell einen Gelbflossenthunfisch und waren innerhalb einer Stunde wieder zurück in der Lagune von Tahanea. Anschließend segelten wir hinunter zur Südseite der Lagune, wo wir uns hinter einem Riff vor dem Westwind versteckten (am Ende drehte der Wind zweimal zwischen Ost und West hin und her, aber wir hatten nur kurze Wege zu Ankerplätzen östlich und westlich vom Riff).
Vor zwei Tagen setzte starker Südostwind ein, somit verzogen wir uns in die Südostecke der Lagune, wo wir jetzt hinter einem Motu sitzen, während es mit 25 Knoten (Böen bis 40) bläst. Timing ist alles in einem Atoll! Man muss immer ein Auge auf das Wetter haben und rechtzeitig die Seite wechseln (Strecken um die 5 – 15 Meilen). Natürlich helfen die vielen GPS Spuren, die wir mittlerweile haben, dass wir auch bei schlechter Sicht sicher unterwegs sind…
Wir nutzen das windige Wetter, um Nähjobs und Haushalt zu erledigen, also die Dinge, die das Leben auf Pitufa angenehm halten: wir haben Bier gebraut (schon das zweite Mal hier…), Joghurt gemacht (wie jede Woche), Brot gebacken (ohnehin jeden 2. Tag), haben Thunfisch eingekocht, etc. etc. Die gekauften Gemüsevorräte sind fast aufgebraucht, aber mit Hilfe des Gartens und vieler Sprossen essen wir noch so gut wie vor einem Monat, als wir von Tahiti los sind
2016
11
Nov
Wir ankern derzeit neben dem westlichen Pass von Tahanea und haben gestern und heute die Chance genutzt, um im Pass zu schnorcheln. Die Anzahl der Fischis dort ist einfach unglaublich. Im tiefen Wasser beobachteten wir Gruppen von Grauen Riffhaien und Weissspitzenriffhaien (die größten, die wir bisher gesehen haben) wie sie gemeinsam mit Thunfischen und Zackenbarschen, die fast so groß wie die Haie selbst sind, in einem riesigen Schwarm kleiner Fische jagen. Im seichteren Wasser sind die Farben und der Artenreichtum der Korallen mehr als das Auge erfassen kann und die kleinen bunten Rifffische (Papageien-, Drücker-, Doktor-, Falterfische, etc.) sind so dicht gepackt, dass Tierschützer protestieren würden, wenn’s ein Aquarium wär…
Auf dem Weg zurück zogen wir einen Köder hinter dem Dingi her. Auf den ersten Versuch ging uns ein Zackenbarsch an die Angel, den wir kaum ins Dingi hieven konnten. Wir wußten nicht recht, was wir mit dem Giganten (mehr als 1 m) anfangen sollten und ließen ihn wieder frei (wir verwendeten einen Einfach-Haken, der nicht viel Schaden anrichtet). Auf den zweiten Versuch biss etwas an, das so groß war, dass es das Dingi hinter sich durch den Pass zog – glücklicherweise gab der Haken nach und wir mussten uns mit diesem Monster nicht auseinander setzen. Wir bogen den Haken zurück in Form und auf den dritten Versuch fingen wir einen Zackenbarsch in vernünftiger Größe und daheim gab’s gleich Sashimi.
Wenn man am Ankerplatz Fische putzt, zieht das natürlich Haie an und jetzt haben wir etwa 10 Schwarzspitzenriffhaie um Pitufa kreisen. Sie flippen aus, sobald ein Fischstück ins Wasser fällt, aber die Doktorfische, die unter unserm Boot wohnen sind schneller und schnappen den Haien die Bissen vor der Nase weg
2016
04
Nov
Normalerweise nutzen wir windige Tage, wenn weder spritzige Dingifahrten, noch dümpfelnde Schnorcheleien wirklich Spass machen, um Bootsprojekte zu machen. Dieses Mal haben wir hinter der kleinen Insel so guten Schutz, dass wir trotz Wind gut schnorcheln können, aber wir haben trotzdem eine gute Balance zwischen Spass und Arbeit gefunden und jeden Tag ein paar Punkte von der To-Do Liste abgehakt.
Gestern haben wir Bier gebraut (23 Liter blubbern jetzt in 2 Kanistern und sind bald zur Flaschenabfüllung bereit) und heute haben wir ein neues Cover für die große Luke am Vordeck genäht. Die alte Abdeckung bestand schon aus mehr Flicken als Originalmaterial, aber wir haben dieses knifflige Projekt immer vor uns hergeschoben. Am Ende war’s halb so wild. Wir haben eine Ecke nach der anderen genäht (mit genauen Anproben dazwischen), dann die Kanten eingeklappt und umgenäht und am Ende mit einer Einziehspirale eine Leine zum Zusammenziehen durchgenudelt (das war der schwierigste Teil). Das neue Cover passt besser wie das alte und wir waren so stolz drauf, dass wir das Projekt mit einer Orangen-Bowle (sicher die beste auf dem Atoll) gefeiert haben.