deen

2014
08
Jul

Raiatea und Tahaa

Sonntag in der Frueh haben wir uns auf den Weg Richtung Raiatea gemacht, um sicherzustellen, dass wir die Insel nach einer naechtlichen Ueberfahrt waehrend Tageslicht erreichen wuerden (120 Seemeilen). Erst waren wir im Lee von Tahiti, ohne Wind aber mit konfusen Kreuzseen wie ueblich im Kanal zwischen Tahiti und Moorea. Nach einer Stunde setzte dann starker Wind ein und wir hatten eine schnelle, aber unangenehm rollige Ueberfahrt.
Wir passierten Huahine bei Sonnenaufgang und erreichten das Aussenriff von Raiatea um 10 Uhr.
Nachdem die Buckelwalsaison gerade beginnt, hofften wir auf eine Begegnung mit einem dieser Riesen, hatten aber kein Glueck.
Wir zogen wie ueblich eine Schleppleine nach, fuer die sich am fruehen Morgen ein Thunfisch interessierte. Wir sahen ihn zweimal hochspringen (ein dicker, durchaus schmackhaft aussehender Kerl), aber er riss sich los und Pitufa bleibt (vorerst) ein vegetarisches Boot.

Die Zwillingsinseln Raiatea und Tahaa liegen geschuetzt hinter einem gemeinsamen Aussenriff mit kleinen Sandmotus und einer tiefen, schiffbaren Lagune dahinter. Wir ankern jetzt hinter einem kleinen Motu mit einer huebschen Aussicht auf die zwei hohen Inseln. Sie sind dicht bewaldet, aber nicht so steil und spektakulaer wie andere Gesellschaftsinseln.

2014
06
Jul

Heiva in Tahiti

Letztes Jahr besuchten wir das polynesische zweiwoechige Kultur- und Tanzfestival auf den Gambier, wo nur zwei Tanzgruppen teilnahmen, aber es war jeden Tag etwas los, das ganze Dorf kam zu den Essensstadeln und alles war gratis. Natuerlich war alles in kleinem Massstab, aber das ist bei nur 1000 Einwohnern und einer Handvoll Touristen klar.

Heuer in Tahiti erwarteten wir ein Riesenspektakel, aber scheinbar ist abgesehen von den teuren Veranstaltungen im Stadion nicht viel los. Vielleicht haben wir auch einiges verpasst, weil beide Ankermoeglichkeiten um Papeete weit ausserhalb der Stadt liegen und man nicht unbedingt mitbekommt, was vor sich geht.

Gestern hatten wir dann Tickets fuer eine Abendshow: anfangs waren wir etwas enttaeuscht, weil die Zuschauer weit weg von den Taenzern auf Tribuenen sitzen und nicht herumwandern duerfen. Die erste Gruppe war auch nicht besser als jene auf den Gambier. Die zweite Gruppe bestand dann aber aus professionellen Taenzern, sie haben letztes Jahr gewonnen und werden wohl auch heuer gewinnen. Diese Show war wirklich beeindruckend und die 18 Euro pro Ticket wert!

2014
06
Jul

Erledigungen in Tahiti

… scheinen manchmal schier unmoeglich und sind meist extrem frustrierend. Jeder weiss, dass er ein Monopol auf was immer er macht hat und wir verbringen Tage damit, Leute nachzulaufen und ihnen unser Geld anzudrehen. Die letzte Werft in der wir waren, war extrem unfreundlich und dreckig (Technimarine in Papeete) also wollten wir fuer die nunmehr anstehenden weiteren Reparaturen nicht mehr dort kranen. Die andere Werft im Sueden Tahitis (TNC in Port Phaeton) war allerdings weder per E-Mail noch Telefon erreichbar, interessant, oder? Am Ende machten wir einen Krantermin in Raiatea auf der Nachbarinsel.

Ein anderes gutes Beispiel ist der Rigger (Api yachting): Pitufa braucht ein paar neue Riggteile und wir besuchten den Rigger in seinem Loft Anfang Juni. Er wies uns an ein E-Mail mit Details zu schreiben und versprach alles innerhalb von 3 Wochen zu organisieren. Es kam nie eine Antwort auf unser Mail, er hob sein Telefon nicht ab und kam uns schliesslich mit lahmen Ausreden (was, ihr habt mein email nicht bekommen??) Jetzt haben wir endlich ein Angebot bekommen, aber leider bestellt er nur nach der Zahlung von 60 % Kaution (mehr als 1000 Euro). Er hat allerdings nur ein polynesisches Bankkonto (unsere Bank hat nicht einmal ein Internetformular fuer so eine Transaktion) oder akzeptiert Cash. Natuerlich hat er das nicht erwaehnt, als wir letzte Woche fast taeglich in der Stadt waren, sondern rueckte mit der Info erst heute (Samstag) heraus. Dummerweise muessen wir morgen nach Raiatea, weil spaeter in der Woche der Wind dreht. Die einzige Moeglichkeit war somit noch schnell zu seinem Shop zu fahren – leicht gesagt, die Marina vor der wir ankern ist kilometerweit ausserhalb der Stadt, Busse fahren sporadisch, beim Autostoppen weiss man nie wie lange man steht. Am Ende dueste Christian die 5 Meilen entlang der Lagune in die Stadt, eine epische Reise in unserem kleinen Dingsi.
Jetzt ist die Anzahlung geleistet, bleibt abzuwarten wie lange die Bestellung dauert…

2014
02
Jul

Korrektur 2. Teil Gambier

Der zweite Teil unseres Artikels ueber die Gambier Inseln ist nicht in der Juli/August, sondern in der September/Oktober Ausgabe zu finden. Sorry, wir haben das durcheinander gebracht.

2014
28
Jun

Moorea photo gallery updated

We’ve just added a few more pics to the Moorea gallery.

2014
27
Jun

Zurueck nach Tahiti

Dieser Besuch in Moorea war weniger sportlich als geplant, weil es in der ersten Woche ausgiebig schuettete und wir auf Rutschpartien beim Wandern im roten Schlamm verzichten wollten. Nachdem die Sonne endlich wieder herauskam, nahmen wir uns den hoechsten Berg der Nordkueste, Mt. Rotui, vor. Der Anstieg stellte sich aber als zu steil, rutschig und schweisstreibend fuer unsere Verhaeltnisse heraus (auf dem Hang wachsen nur Buesche und Farne, die keinerlei Schatten bieten). Wir gaben nach etwa zwei Drittel der Wegstrecke auf, aber auf dieser Hoehe waren die Ausblicke nach allen Richtungen von dem prekaer schmalen Weg, der sich die ganze Strecke den Kamms entlangzieht, schon sehr spektakulaer.

Heute nutzten wir den Nordwind (eine echte Ausnahme hier), fuer einen schnellen Segeltrip retour nach Tahiti, wo wir jetzt im dichten, riesigen Ankerfeld vor der Marina Taina parken.

2014
22
Jun

Photos of Moorea

Moorea

Tahitis kleine Nachbarin bietet saftige Täler, schroffe Gipfel und türkis glitzernde Lagunen--ist aber für unseren Geschmack etwas zu touristisch. Juni 2014.

(35 Fotos)

2014
21
Jun

Wieder in Moorea

Vor ein paar Tagen segelten wir wieder nach Moorea. Wir ankern diesmal im tuerkisen Wasser hinterm Aussenriff westlich vom Opunohu-Pass. Heute sind wir mit Stachelrochen und Schwarzspitzen-Riffhaien schwimmen gewesen. Nicht weit vorm Hilton bei einer Sandbank werden diese durch Fuettern angelockt und wir schauten bei dem (etwas fragwuerdigen) Spektakel zu

2014
16
Jun

Second part of our Gambier article in Ocean7 magazine


Birgit Hackl, Christian Feldbauer: Iles Gambier — Südseeparadies am Rande der Tropen. Teil 2, OCEAN7 05 (September/October) 2014, p. 24–29. download PDF (in German only)

2014
11
Jun

3 Jahre als Cruiser

Die Zeit fliegt dahin und heute feiern wir schon wieder einen Jahrestag: wir sind schon drei Jahre auf unserem schwimmenden Heim unterwegs und haben immer noch Freude dran :-)
Die heurige Statistik sieht nicht so spektakulaer aus wie die letzten, weil wir ‘nur’ in Franzoesisch Polynesien unterwegs waren:

Besuchte Laender: 1
Inseln: 11
Seemeilen: etwa 3000
Tage auf Ueberfahrt: 30
Ausgaben: EUR 18.680, davon EUR 8.960 (48%) fuer Bootreparaturen und neue Ausruestung.

2014
06
Jun

Zurück in Tahiti

… heisst, zurück zur Arbeit. Zur Abwechslung arbeiteten wir gestern einmal auf einem anderen Boot. Ein Schweizer Paar, das zum Cruisen aufhört, fragte uns, ob wir ihnen beim Abmasten, Verpacken, Einwickeln, etc. helfen könnten. Jetzt wartet ihr Boot im Container-Terminal auf das Frachtschiff, und die beiden sitzen bereits im Flieger.

Uebers Wochenende nutzen wir die Gelegenheit, uns mit alten Bekannten hier im Ankerfeld zu treffen. Naechste Woche sind wieder ein paar Bootsprojekte angesagt und wir selber sind auch fuer ein grosses Service faellig (das medizinische Angebot hier in der Hauptstadt ist in etwa so gut wie daheim).

2014
01
Jun

Wandern mit Überraschungseffekt

Nachdem wir das Wassermacherprojekt abgeschlossen hatten (wir produzieren endlich wieder Trinkwasser!!) hatten wir wieder Zeit fuer Wanderungen. Es gibt eine Unzahl Wege auf der Insel, alle sind gut markiert und instand gehalten, aber allen fehlt etwas wichtiges: Schilder mit dem Ziel. Die Beschreibungen in der Touristenbroschuere sind auch vage und wir haben den Verdacht, dass Touristen so zum Anheuern von Fuehrern ermuntert werden sollen. Wir erkunden aber lieber ohne bezahlte Gesellschaft, auch wenn ein Restrisiko dabei bleibt.
Gestern wanderten wir wieder hinauf zum Belvedere Aussichtspunkt und folgten dann einem Pfad zur rechten. Er fuehrte uns in ein Tal und dann hinauf zum Bergkamm, Teil des riesigen Kraterrands, der sich ueber die ganze Insel spannt. Wir wurden mit einem tollen Blick ueber die Nord- und Suedkueste mit dem Aussenriff belohnt. Ein Schild informierte uns, dass wir den 3 Kokosnuss Pass erreicht hatten. Hmmm, ein Pass? Sollte das bedeuten, dass der weiterfuehrende Pfad, der auf der anderen Seite des Kamms runter fuehrte uns an die Suedkuste bringen wuerde? Wir wagten es und wanderten den steilen Weg hinab, mit ein wenig Bauchweh, denn was, wenn er bloss zum naechsten Anstieg fuehren wuerde? Wir hatten Glueck und erreichten durch ein ueppiges Tal mit mehreren Baechen und Wasserfaellen die Suedkueste.

Der Retourweg entlang der Strasse waere 22 km gewesen – zu weit um zu marschieren und es gibt anscheinend keine Busse um die Insel in dieser Richtung (nur zum Faehrterminal im Osten), also streckten wir die Daumen raus, denn Autostoppen hatte auf anderen, freundlichen polynesischen Inseln immer gut funktioniert. Doch trotz starken Verkehrs blieb niemand stehen. Weisse Gesichter, einheimische Gesichter, die meisten alleine im Auto, alle starrten uns an, keiner hielt. Erst nach etwa einer Stunde blieb ein kleines Auto stehen. Die pensionierte Lehrerin war traurig, von ihren unfreundlichen Landsleuten zu hoeren, erklaerte uns das Schulsystem (es gibt 7 Schulen, die aelteren Schueler muessen um 4 Uhr frueh zur Faehre und dann nach Tahiti in die Schule) und brachte uns dann bis zum Dinghi in Opunohu, obwohl sie selbst gar nicht so weit musste. Am Ende hatten wir also doch wieder Glueck :-)

2014
28
May

Zwischen wandern und werkeln

Nach unserer Ankunft in Opunohu Bay (einer riesigen Bucht auf der Nordseite von Moorea) warfen wir den Anker gleich hinterm Aussenriff, wo bereits etwa 15 Booten im tuerkisfarbenen Wasser schwojten. Nach einem Schnorchelausflug (suesse Adlerrochen, aber kaputte Korallen) beschlossen wir uns weg von brummenden Dinghies und laermenden Generatoren etwa 1,2 Meilen hinein in die Bucht zu verlegen.
Hier sind wir von atemberaubend steilen Bergen umgeben, das Meer ist so ruhig wie ein See, der Wald ueppig und tropisch und nur das Geraeusch von Autos und Buggies auf der Kuestenstrasse, die sich rund um die Bucht zieht, stoert die Ruhe. Es ist eine gute, ruhige Bucht um an Projekten zu arbeiten und ein perfekter Startpunkt fuer Wanderungen in die Berge. Im Moment versuchen wir einen Tag zu werkeln und am naechsten Tag zu wandern ;-)

Gestern haben wir das Dinghi am schwarzen Strand gelandet und sind die steile Strasse ins Opunohu Tal und dann hinauf zum Belvedere Aussichtspunkt gewandert, von wo aus man einen schoenen Blick auf die zwei groessten Buchten der Insel hat: Opunohu Bay, Cooks Bay und der schroffe Mount Rotui dawischen. Als wir die Strasse hinaufschnauften und -schwitzten wurden wir von jeder Menge Leihautos und Ausflugsbussen ueberholt – Moorea ist eine ziemlich touristische Insel. Als wir dann einen schmalen Weg weiterwanderten, hatten wir dann den naechsten Aussichtspunkt mit einem noch spektakulaereren Blick ganz fuer uns allein. Der Grund war, dass dorthin keine Strasse fuehrt und die sich die uebrigen Touristen scheinbar nicht so weit von ihren fahrbaren Untersaetzen wegwagen ;-)

Dieser Morgen begann mit einer Riesenladung Waesche und frisch gebackenen Brot und jetzt haben wir schon eine Oeffnung in ein Bodenbrett geschnitten, unter der bald eine Boosterpumpe fuer den Wassermacher einziehen wird. Diese muss dann noch angeschlossen und die Membranen des Wassermachers getauscht werden. Das wird sicher den Rest des heutigen Tags (und vielleicht auch noch den morgigen) in Anspruch nehmen. Aber wenn dieses Projekt fertig ist, koennen wir uns wieder einen Tag frei nehmen und die Insel erkunden!

2014
25
May

Boatyard photos

Reparaturen in Tahiti

Im April 2014 verfing sich in den Gambier eine Leine im Propeller und verursachte einen Schade am Wellenlager. Ohne verwendbaren Motor mussten wir direkt nach Tahiti segeln, ohne in den Tuamotus zu stoppen. Wir kranten Pitufa in Papeete und verbrachten 15 Tage in der Werft mit Reparaturen des Lagers, Aufschneiden und Reinigen des Dieseltanks und dem Erneuern des Antifouling.

(19 Fotos)

2014
25
May

Urlaub auf Moorea

Gestern sind wir die 15 Meilen vor dem Wind zu Tahitis kleiner Nachbarin Moorea gesegelt. Unglaublich, welchen Unterschied ein neues, glattes Antifouling macht – Pitufa flog mit 7 Knoten dahin…
Moorea ist eine schoene Insel mit steilen, gruenen Haengen und wir wollen sie erkunden, obwohl es noch etwas schwierig ist, sich Zeit fuer Spass zu nehmen, wenn immer noch Projekte ausstehen und obendrein die Wellendichtung leckt… Nichts dramatisches, aber ein wenig Wasser tropft herein, wenn der Propeller sich dreht und das macht doch Sorgen. Das Problem koennte von allein aufhoeren, wenn nicht, heisst es womoeglich, dass wir das Boot noch einmal aus dem Wasser heben muessen.

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