deen

2018
07
Nov

Auf den höchsten Berg von Tubuai

Gestern wars sonnig, somit überkamen wir den inneren Schweinehund und wurden aktiv, obwohl wir vom Törn noch müde waren – in den Austral muss man schönes Wetter nutzen, man weiß nie wie lange es anhält…

Wir gingen zum Gemeindeamt, bekamen keine Karte, aber vage Ratschläge für Wanderungen. Wir wollten per Autostopp ins Inselinnere und waren erstaunt, wie viele Autos vorbei zischten ohne stehen zu bleiben. Endlich blieb ein Auto mit drei Generationen Frauen stehen, die uns bis zum Beginn des Wanderwegs auf den Taitaa, den höchsten Berg, mitnahmen. Dem Weg zu folgen war viel einfacher als erwartet: in zwei Wochen steigt hier ein Sport-Event und wir mussten nur den roten Pfeilen für den Lychee-Lauf hinauf auf den Kamm folgen.
Irgendwann hörten wir ein lautes Motorengeräusch den Berg herauf kommen und bereiteten uns darauf vor, uns mit einem Grabensprung in Sicherheit zu bringen. Die Lärmquelle ließ aber auf sich warten und irgendwann kam ein Traktor der Gemeinde in Sicht, der den Weg noch glatter für die Läufer mähte. Der Fahrer winkte uns hinauf, wir kletterten neben ihm auf die Kotflügel und klammerten uns fest, während das Vehikel bergwärts rüttelte und schüttelte.

Der Fahrer setzte uns ab wo der Weg in einen Fußpfad übergeht und wir wanderten einen weiteren steilen Kamm hinauf zum höchsten Gipfel von Tubuai, auf dem riesige Felsen prekär über einander gestapelt liegen. Beim Blick zurück über den Kamm waren wir sehr dankbar für die unerwartete Mitfahrgelegenheit… Gemäß der Anweisung des Gemeindearbeiters kletterten wir auf der anderen Seite den Berg hinunter, wo der Weg fast vertikal nach unten geht – der Lychee-Lauf wird die armen Athleten ordentlich fordern…

Wir kamen nach mehr als 4 Stunden Wanderung zu Pitufa zurück. Heute morgen war’s bedeckt, der Gipfel von Wolken versteckt und wir waren froh, dass wir den blauen Himmel gestern genutzt haben. Carpe Diem!

2018
06
Nov

Photos of Rurutu

Rurutu, Australinseln

Spektakuläre Klippen und Tropfsteinhöhlen, Traumstrände, Bergwandern, Buckelwale und unglaublich freundliche Leute -- Rurutu hat all das und mehr! Wir verbrachten 3 tolle Wochen dort im Oktober 2018.

(72 Fotos)

2018
04
Nov

Nervige Ankunft in Tubuai

Wir sind heute Morgen nach einer unerwartet windigen Nacht (20 Knoten mit Böen bis 30 anstatt der vorhergesagten 12 Knoten) und probierten zwei Ankerplätze gleich gegenüber vom Pass aus. Die eine war unerträglich rollig, bei der zweiten blieben wir schon beim Ankern im Sand stecken… Wir gaben auf und motorten zum Dorf (die Lagune ist seicht, trüb und schwierig zum Navigieren. Jetzt ankern wir hinter dem Wellenbrecher und halten uns mit einer Heckleine zu einer Untiefenmarkierung in die Wellen – endlich ist es ruhig genug zum Schlafen.

2018
03
Nov

Noch ein paar Wandertage

Während der letzte drei Tage war es immer noch windig, somit blieben wir in der Bucht von Avera, wo wir ziemlich schaukelten, aber zumindest sicher waren. Die Sonne kam wieder heraus und wir erkundeten die letzten paar Ecken der Insel, die wir noch nicht kannten: wir machten eine Strandwanderung von Avera nordwärts, wo wir eine spektakuläre Grotte fanden, wanderten dem Kamm entlang südwärts und heute besuchten wir noch einmal das Hauptdort Moerai. Der Hafen sieht immer noch furchterregend aus und wir sind froh, dass wir es rechtzeitig hinaus geschafft haben…

Im Hafen sind immer zwei Hunde unterwegs, die uns oft begleiteten, als wir noch drüben vor Anker lagen. Heute haben sie sich gefreut, uns wieder zu sehen und sind gleich den ganzen Weg zu einem Ausblickspunkt nördlich von Moerai mit uns gewandert, wo wir ein Picknick machten. Glücklicherweise haben wir immer ein Sackerl mit Katzenfutter mit, das unsere verwöhnte Prinzessin verweigert hat und somit konnten wir auch für die Wuffsis ein Picknick bereit stellen ;-)

Morgen dreht der Wind laut Vorhersage erst nordöstlich und dann nördlich, für uns die Gelegenheit wieder einen Hoppser nach Osten zu machen. Das nächste Ziel ist die Nachbarinsel Tubuai.

2018
31
Oct

Schlechtwetter

Wir sind jetzt seit 5 Tagen wegen Schlechtwetter nicht vom Boot gekommen. Es hat geschüttet, der Wind hat mit 30 Knoten (54 km/h) geblasen und Böen bis 50 Knoten (90 km/h) haben am Boot gerüttelt. Wir haben uns ein bissl selber leid getan, bis wir jetzt gelesen haben, dass Europa von viel schlimmerem Wetter mit furchtbaren Überschwemmungen, Murenabgängen und Schneechaos in Österreich und Italien getroffen wurde…

2018
31
Oct

Photos of Maria (Austral Islands)

And here’s yet another one:

Maria, Australinseln

Die westlichste der Australinseln ist ein wahres Naturjuwel. Wir ankerten am Außenriff dieses winzigen Atolls, dessen Motus dicht mit endemischem Wald bewachsen und Refugium für viele Vogelarten sind.

(47 Fotos)

2018
30
Oct

Revierinfo zu Rurutu

Wir haben einen kleinen Cruising Guide zu Rurutu (Australinseln) geschrieben. Diesem Link folgen, um ihn zu lesen.

2018
29
Oct

Schlechtwetterprogramm

Im Moment zieht eine Front nördlich von uns vorbei und schickt uns graues, regnerisches und windiges Wetter. Der Wind heult über den Berg herunter und Böen bis zu 40 Knoten drücken Pitufa auf die Seite. Glücklicherweise ist das Meer (noch??) relativ ruhig, somit haben wir produktive Projekttage unter Deck.

Ich hab die Juwelierwerkstatt aufgebaut, Christian arbeitet am Computer und Leeloo konzentriert sich darauf, ein dickes Winterfell sprießen zu lassen. Man könnte glauben, dass eine europäische Katze ihr Fell nach europäischen Saisonen bekommt, aber wir sehen an Leeloo, dass sie ihre Felldicke spontan an Temperaturschwankungen angleichen kann. Im Moment ist sie so flauschig und aufgeplustert wie ein Schneehase ;-)

2018
28
Oct

Artikel über Pitufas Atlantiküberquerung

Ein neuer Artikel von uns ist in der aktuellen (Nov./Dez. 2018) Ausgabe von Ocean7 eschienen. Wir erzählen von unserer Atlantiküberquerung 2011/12 und was wir von der ARC halten.


Birgit Hackl, Christian Feldbauer: Gemeinsam — oder doch lieber einsam?, OCEAN7 6 (Nov./Dez.) 2018, p. 52–54

2018
27
Oct

Ankerplatz auf der Westseite von Rurutu

Gestern ist es im Hafen ziemlich zugegangen, weil das Versorgungsschiff gekommen ist. Es ankerte draußen und Lastkähne transportierten den ganzen Tag Container hin und her. Der Hafen ist recht neu, aber scheinbar wurde er fertig, bevor die Frachtkompanie ein neues Schiff für die Australinseln in Dienst stellte, das einen Tick zu groß ist für die Einfahrt… Gestern herrschte Ostwind und es wurde schon ziemlich schaukelig im Hafen. Nachdem der Wetterbericht für die nächsten Tage stärkeren Nordostwind vorhersagt (dann stehen die Wellen direkt in den Hafen), sind wir heute früh hinaus gefahren und sind um die Insel zur Bucht von Avera auf der Westseite gesegelt.

Wir haben einen Sandfleck in 14 m Tiefe direkt außerhalb vom Bootspass gefunden und liegen recht gut hier. Glücklicherweise ist die Dünung runter gegangen – letzte Woche schauten wir auf die Bucht hinunter und der Ankerplatz sah bei 3 m Dünung aus wie ein kochender Hexenkessel und wir konnten uns nicht vorstellen, dass irgendjemand hier ankern könnte…

2018
25
Oct

Pics from Rarotonga

And here’s the next delayed one:

Rarotonga 2018

Rarotonga war der letzte Stopp auf unserer Tour durch die Cook-Inseln. Wir nutzten die Zeit zum Einkaufen, Bunkern und Wandern und genossen 10 schöne Tage trotz des schaukeligen, dreckigen und teuren Hafens (Sep./Okt. 2018).

(20 Fotos)

2018
25
Oct

Wandern auf Rurutu

Je mehr wir von Rurutu sehen, desto besser gefällt es uns hier. Wir hatten Glück mit ein paar sonnigen Tagen und haben sie genutzt, um die ganze Insel zu erkunden. Überall finden sich weiße Sandstrände mit hohen Klippen dahinter. Es gibt jede Menge Tropfsteinhöhlen, aber keine Schilder und unsere Karte ist recht vage. Wir haben trotzdem die meisten gefunden und wenn man über so eine natürliche Kathedrale im dichten Wald oder zwischen den Klippen stolpert, fühlt man sich wie ein richtiger Entdecker ;-)

Das Landesinnere ist von Wegen und Forststraßen durchzogen und man kann Tage mit Wanderungen verbringen. Die drei höchsten Gipfel liegen entlang der gleichen Caldera und wir haben sie innerhalb von 2 Stunden ‘gestürmt’ (sie sind alle zwischen 360 und 390 m hoch), dafür sind wir dann talwärts drei Stunden auf Forstwegen herum geirrt, bevor wir die Küste gefunden haben – viele Kreuzungen, aber keine Markierungen sind ein sicheres Rezept für abenteuerliche Wanderungen ;-)

Ursprünglich wollten wir ein Auto mieten, aber Autostoppen ist so einfach hier, dass wir’s am Ende gelassen haben. Mittlerweile wissen alle auf der Insel, dass wir die ‘Segelbootleute’ sind und bringen uns ungefragt bis direkt zum Dock. Wir sind sogar schon mit dem Gendarmerie-Auto mitgefahren ;-)

2018
23
Oct

Fotos von Aitutaki

Im Moment kommen unsere Fotogalerien ein bissl verspätet auf den Blog, weil wir entweder an abgelegenen Orten ganz ohne Internet ankern, oder unterwegs sind und schon wieder eine Menge neue Fotos schießen ;-)
Hier einige Schnappschüsse von Aitutaki (südliche Cook Inseln)

Aitutaki

Im September 2018 verbrachten wir 10 schaukelige Tage vor Anker am Außenriff von Aitutaki (Südl. Cook-Inseln). Wir fanden viele Touristen aber kaum Sehenswürdigkeiten...

(24 Fotos)

2018
20
Oct

Wunderschönes Rurutu

Bevor wir hierher kamen, wussten wir kaum etwas über Rurutu, aber die Insel hat uns positiv überrascht. Im Reiseführer steht, es sei ein gehobenes Atoll, aber dann sollte die Insel ein flaches Plateau umgeben von Korallenklippen sein (wie Niue), stattdessen finden sich hier Klippen, dazwischen flache Küstengebiete und Berge im Landesinneren. Wir nehmen deshalb an, dass eine Lagune mit Außenriff und vulkanischen Inseln von tektonischen Bewegungen gehoben wurde.

Die Straße rund um die Insel ist 36 km lang und überall finden sich Ausblicke von steilen Klippen und Höhlen. Bisher haben wir drei dieser ehemaligen Korallenhöhlen, die jetzt mit Stalaktiten und Stalagmiten überzogen sind, besucht. Es gibt wenig Tourismus und somit auch keine Schilder hier, aber freundliche Einheimische haben uns in die richtige Richtung verwiesen. Wir sind erst das dritte Boot hier dieses Jahr, somit sind die Leute noch ehrlich interessiert und freundlich. Beim Autostoppen bleibt wirklich jedes Auto stehen und heute sind wir so zum südlichen Ende der Insel gefahren, wo wir einen endlosen weißen Sandstrand mit beeindruckenden Brechern (die Dünung ist gerade 3 m hoch) und Makatea Klippen gleich neben vulkanischen, schwarzen Felsbrocken fanden.

Rurutu hat eine erstaunlich gute Infrastuktur mit gutbestückten Supermärkten, einer Bank mit Bankomat(!), einer Tankstelle, einem Spital und einem täglichen Gemüsemarkt gleich neben dem Hafen. Der Hafen selbst ist gut geschützt (obwohl es seit unserer Ankunft aus Südosten bläst ist es ruhig hier) und wir teilen ihn nur mit ein paar kleinen, einheimischen Booten.

Wenn das Wetter nicht wäre, würden wir hier einziehen ;-) . Leider sind die Australinsel wettermäßig arm dran: im Winter ist es richtig kalt und den Rest des Jahres sitzt eine Konvergenzzone meist zwischen hier und Samoa und leitet Tiefs und Tröge hierher. Seitdem wir angekommen sind, hatten wir nur zwei Sonnentage, den Rest der Zeit war’s grau, regnerisch und kalt. In der Nacht gehen die Temperaturen auf 18 Grad und tagsüber kaum über 20.

2018
18
Oct

Durch die Australinseln

Nach unserer Exkursion durch die Cook-Inseln ist Pitufa zurück in Französisch Polynesien! Wir machen eine Tour durch die Australinseln von Maria im Nordwesten bis nach Rapa Iti im Südosten.

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