deen

2012
29
Jun

Pitufa ohne Motor

Wir sind immer noch in Spanish waters, jetzt aber ohne funktionierenden Motor (essentielle Teile sind grad in der Werkstatt und werden geputzt und gepflegt). Die kleine Bucht in die wir “umgezogen” sind ist vor dem Wind, der staendig ueber Curacao heult prinzipiell geschuetzt, aber es pfeifen trotzdem unberechenbare Boeen aus verschiedensten Richtungen herein, somit haben wir 3 Anker ausgebracht, um auf der sicheren Seite zu sein…

Ein weiterer Nachteil unserer Bucht ist, dass die Dinghi-Fahrt zum Steg jetzt noch weiter und nasser ausfaellt. Am Anfang sind wir voellig durchnaesst angekommen, die Einkaufssackerl randvoll mit Salzwasser, aber wir haben dazugelernt. Jetzt strippen wir vor jeder Dinghifahrt bis auf die Unterwaesche (andere gehen noch weiter: es wurden auch schon Flitzer gesichtet ;-) ) und saemtliches Zeug wandert in wasserdichte Taschen.

Waehrend wir auf die Mechaniker warten, nutzen wir die Zeit fuer eigene Wartungsarbeiten am Motor (neuer Impeller, Dieselfilter, etc.) und andere Arbeiten (Waesche waschen, Uebersetzungen, Bloggeintraege!!) – die Tage sind einfach nicht lang genug, um alles fertig zu bringen…

2012
23
Jun

Motorservice

Der Auspuff-Schwanenhals bei unserem Motor leckt seit einer Weile, also nutzten wir die Gelegenheit, hier in Spanish Waters einen neuen schweißen zu lassen. Außerdem organisierten wir gleich ein größeres Motorservice, da es sonst bei unseren zukünftigen Stopps wahrscheinlich immer schwieriger werden wird, etwas richten zu lassen. Leider haben die Mechaniker bis Mitte nächster Woche keine Zeit, somit müssen wir länger als geplant auf Curacao bleiben. Damit wir es aber ein bisschen gemütlicher haben, sind wir in eine weniger windige und ruhigere Ankerzone übersiedelt, wo nicht ständig Motorboote und Jet-Skis vorbei düsen und auch keine Windsurfer oder kleine Segelnussschalen Regatta mitten im Ankerfeld proben… Besonders Leeloo mag unseren neuen Ankerplatz.

2012
18
Jun

Review: WiFi antenna “BAD BOY Xtreme”

Long-range WiFi antenna “BAD BOY Xtreme” (bitstorm inc., www.bitstorm.com)

We bought a BAD BOY Xtreme three months ago and have had it in use almost permanently since then. We haven’t installed it permanently (yet), but only hoist it with a halyard about 10 m high and take it down for passages.

Short description

The BAD BOY Xtreme consists of a high-gain antenna directly attached to the transceiver unit. An Ethernet cable (which can be up to 90 m long, 23 m are included) connects to a 12 VDC-power injector and your computer’s LAN port. The BAD BOY Xtreme is meant for a permanent installation aboard (clamps for rail mount or flat-surface mount are included). In comparison to USB-powered alternatives, you need to supply the power injector of the BAD BOY Xtreme with 12 VDC. For more convenience, you could combine it with your own WiFi hotspot (the bad boy extreme has a built-in router, DHCP, etc.). Then, several laptops, smartphones etc. can share the internet connection without any annoying cables.

Our experiences, what we like and dislike

++ Its superb reception (-98 dBm) and high-power transmission (36 dBm, 4 W) give indeed long-range WiFi.

++ The web browser-based configuration, hot-spot selection, and monitoring does not require any drivers or extra software, so any operating system is supported. (– Even though for our version, a firmware update of the badboy was necessary to make it work with newer firefox or google chrome browsers.)

– Build quality could be better:

* After only a couple of weeks, the aluminium tube of the antenna showed already signs of corrosion even though we rigged the antenna only when in anchorages. I don’t want to imagine what it would look like after an ocean crossing…

* The housing of the transceiver unit is made of very thin and brittle plastic.

* The electronics of the badboy is very sensitive to DC power irregularities and bouncing. E.g., powering the unit via plugging into a cigarette lighter socket or using a cheap switch causes multiple short on-off instances which in turn cause the badboy to hang. A proper debouncing circuit may solve the problem. However, this is not an issue if you choose it for a permanent installation.

Our recommendation

Even though the material could be better and we had some initial problems, we are happy with its performance and can recommend it to other cruisers.

2012
15
Jun

Artikel ueber Kapverden im Ocean7 Mai/Juni

Wir haben grad die Bestaetigung bekommen, dass im neuen Ocean7 unser Artikel ueber die Kapverden veroeffentlicht wurde.
Wir sind immer noch in Curacao und fleissig (Reparaturen, Wartung, Uebersetzungen und mehr Artikel :-)

2012
11
Jun

Ein Jahr Cruisen in Zahlen

Heute, der 11. Juni ist ein Jubiläum für uns. Genau vor einem Jahr haben wir die Segel gesetzt und sind Richtung Horizont aufgebrochen. Beim Durchblättern unseres Logbuchs sind wir auf einige interessante Zahlen gekommen:

6746 nautische Meilen.
120 Tage auf See, davon
49 Tagesetappen.
9 Länder.
65 Ankerplätze.
36 Inseln.
15 Tage in einer Marina.
21 Tage in der Werft.
406 Motorstunden.
638 Liter Diesel.
23 Liter Kerosin.
18 Gläser Nutella.
15 Säcke Katzenstreu.
24000 Euro, davon
13000 Euro für Bootsreparaturen und neues Equipment.

2012
07
Jun

Buntes Curacao

Die gestrige Ueberfahrt nach Curacao war etwas rauh, dauerte dafuer nur 6 Stunden, weil Pitufa mit 7 Knoten dahinsauste (immer noch langsam fuer einen Radfahrer, aber wahnsinnig schnell fuer uns…) Die Wellen waren auch ganz schoen hoch und liefen Curacaos (eigentlich windabgewandter) Ostkueste hinauf. Unser Ziel war “Spanish Water”, eine extrem gut geschuetzte Ankerbucht und wir konnten sie auf dem Chartplotter genau sehen, nicht jedoch beim Blick aus dem Cockpit. Wir vertrauten also auf den Chartplotter und die Einfahrt war dann abenteuerlich: die Wellen hoben Pitufa hoch hinauf und wir fuehlten uns beim Hinuntersurfen auf die Schmale Einfahrt zu mit Felsen links und einer Sandbank rechts nicht sehr wohl… Der Kanal oeffnet sich dann in eine weite Bucht mit Inseln und verschiedenen Ankerplaetzen dazwischen. Es gibt mehr von diesen natuerlichen Haefen auf Bonaire und Curacao und sie scheinen ein geologisches Wunder: eine steile abfallende Kueste umgibt die niedrigen Inseln, doch dann hat das Ufer ploetzlich ein “Loch” und drinnen befindet sich eine kuenstlich anmutende Bucht…

Heute sind wir in die Hauptstadt Willemstad gefahren um einzuchecken und uns ein wenig umzuschauen. Das alte Stadtzentrum schaut erstaunlich nordeuropaeisch aus mit bunten Fassaden, Kanaelen wie in Stockholm und liebevoll renovierten Haeusern im Kolonialstil. Die Bevoelkerung ist auch eine bunte Mischung aus verschiedensten Kulturen. Uns war Willemstand auf Anhieb sympathisch und wir freuen uns schon darauf mehr von der Stadt und der Insel zu sehen.

2012
04
Jun

Der letzte Tag auf Bonaire

In den letzten Tagen hat sich eine nette Routine eingespielt: Ich hab am Vormittag an einer Uebersetzung gearbeitet, waehrend Christian Wartungsarbeiten an Pitufa gemacht hat. Am Nachmittag haben wir unser Tauchgzeug ins Dinghi gepackt und sind zu Tauchgebieten in der Umgebung geduest. Mit Wind zwischen 20 und 25 Knoten (Boen bis 30) wollten wir uns in unserer kleinen Schlauchmaus mit ihrem 3.5 PS Aussenborder nicht zu weit hinaus wagen ;-)
Heute werden wir ausklarieren, noch einmal tauchen gehen und Pitufa in “Ueberfahrtsmodus” bringen (alles sicher und klapperfrei verstauen). Morgen hopsen wir dann die 35 Seemeilen weiter zur naechsten ABC-Insel: Curacao.

2012
31
May

Endlich wieder tauchen!

Ich war letzte Woche nicht sehr schreibfreudig, weil ich beim zweiten Tauchgang meine Ohren beleidigt habe, vom Arzt ein “steck-den-Kopf-nicht-unter-Wasser” bekommen habe und von da an von der Oberflae=che aus zuschauen musste, wie alle anderen sich in Bonaire’s Unterwasserwunderland tummelten… Gestern habe ich es zum ersten Mal wieder probiert und alles ist glatt gegangen – ich bin so erleichtert… Wir sind direkt vom Boot aus abgetaucht und haben entdeckt, dass wir ein neues Haustier haben – eine riesige Muraene wohnt zwischen den Muringbloecken von Pitufa :-) Unsere Cruiser-Freunde sind heute Morgen Richtung Curacao gesegelt, wir bleiben aber noch ein paar Tage hier und machen ein paar weitere Tauchgaenge.

2012
29
May

Bonaire-Fotos!

Hier sind die versprochenen Fotos:

Bonaire

Wir blieben zwei Wochen lang vor der Uferpromenade von Kralendijk an einer Mooring. Entlang der Küste sind hervorragende Tauch- und Schnorchelgebiete und manche sind sogar direkt bei den Moorings. Der Washington-Slagbaai Nationalpark im Nordwesten von Bonaire ist ein Muß. Mai 2012.

(30 Fotos)

2012
26
May

Im Land der Kakteen

Gestern haben wir ein Auto (bzw. eher etwas zwischen Jeep und Lastwagen) gemietet und den Washington-Slagbaai Nationalpark im Nordwesten von Bonaire besucht. Wir hatten zunächst keine allzu großen Erwartungen, da die Insel eher trocken und unfruchtbar ist. Dafür wurden wir dann aber umso mehr überrascht wie atemberaubend, überwältigend und bizarr die Landschaft dieser Insel sein kann. Fotos werden bald folgen damit ihr euch selber ein Bild machen könnt. Wir begegneten bunten Eidechsen, großen Leguanen, Flamingos so rosarot wie nur irgendwie möglich, Papageien, Pelikanen, wilden Eseln und Ziegen, …

2012
19
May

Kristallklares Wasser

Kristallklares Wasser, gesunde Korallen und jede Menge Rifffische machen Bonaire zum Tauchparadies. Wir haben gestern und heute je einen Tauchgang gemacht, die Dinghifahrten hin und besonders retour sind allerdings eine spritzige Erfahrung ;-)

2012
17
May

Bonaire voraus!

Es ist immer magisch, wenn nach ein paar Tagen auf der blauen Scheibe eine Insel am Horizont auftaucht. Es sieht ganz danach aus, dass wir noch vor Sonnenuntergang ankommen.

2012
16
May

160 Seemeilen vor Bonaire

Wir segeln mit 6 Knoten auf einem jetzt relativ ruhigen Meer dahin und halten etwa 25 nm Sicherheitsabstand zu den Venezolanischen Antillen. Eigentlich wollten wir diese Inseln genauer erkunden, aber jede Menge Berichte + Gerüchte von Piratenüberfällen in der Gegend in der letzten Zeit haben uns abgeschreckt. Wir wollen kein Risiko eingehen. Nachdem bis Bonaire nur noch 160 nm von ca. 400 nm bleiben, hoffen wir morgen noch vor Einbruch der Nacht anzukommen (falls der Wind ein wenig auffrischt…).

2012
15
May

Wir segeln wieder westwärts

Wir verließen Grenada gestern abends mit dem Ziel Bonaire. Die ersten paar Meilen nicht viel Wind, aber jetzt geht’s schön dahin. Es ist eine ziemlich rollige Fahrt, da die Wellen von seitlich hinten kommen.

2012
10
May

Unser Werftaufenthalt

Nach einem Jahr im Wasser hatte Pitufa dringend einen neuen Anstrich Antifouling noetig, das Hempel Alusafe, das wir in Kroatien aufgebracht hatten, wurde mit dem Getier in karibischen Gewaessern absolut nicht fertig (obwohl wir woechentlich Muscheln und Algen manuell abschabten). Ausserdem wollten wir checken, warum unsere Lenkung immer steifer wurde. Auf der Atlantikueberfahrt quietschte sie schon so furchteinfloessend, dass wir uns nicht mehr viel weiter wagen wollten, ohne den Grund herauszufinden. Wir verglichen also Werftpreise in Grenada, den ABC Inseln und Kolumbien und entschieden uns schliesslichen zum Kranen in der Grenada Marine in St. David’s Harbour im Suedosten von Grenada. Diese bietet nicht nur vernuenftige Preise, sondern erlaubt Yachties auch, selbst am eigenen Boot zu arbeiten. Grenada Marine stellte sich als Gluecksgriff heraus, weil wir am Trockenen bald viele weitere Probleme entdeckten. Hier gibt es naemlich versierte Handwerker in verschiedensten Fachgebieten, die alle Arbeiten professionell erledigten.

Wir hoben Pitufa am 17. April 2012 aus dem Wasser und begannen sofort die Arbeiten an unseren beiden Hauptprojekten: Ruder und Antifouling. Um das Ruder abnehmen zu koennen, musste Christian erst den Skeg abmontieren – keine leichte Aufgabe, wenn die Bolzen hinter einer dicken Schicht Filler versteckt sind.

Nachdem er die Bolzen mit der Flex ausgegraben hatte, ging der Skeg relativ leicht runter, doch der Ruderschaft steckte so fest im Lager, dass schwerwiegende Massnahmen noetig waren. Nach einem halben Tag Haemmern, Schieben und Ziehen war es endlich herunten und das Problem wurde sichtbar: ein aufwaendiges, doppeltes, selbstausrichtendes Rollenlager. Der Chef der Mechaniker fand schnell eine einfachere, stabiliere Loesung: Delrin Lagerbuechsen. Das Heraushebeln des alten Lagers erforderte aber noch einmal einiges an Brutalitaet…

Einem der Mechaniker fiel auf, dass das Gummilager an der Welle zu viel Spiel hatte, wir wechselten also auch dieses.

Waehrend Christian mit dem Ruder beschaeftigt war, ging ich mit einem Exzenterschleifer den Muschelresten und dem losen Antifouling auf Pitufas Rumpf an den Kragen. Es ist nicht so leicht ein effektives Antifouling fuer ein Aluminiumboot zu finden und letztendlich entschieden wir uns fuer Seahawk Biotin Plus und hoffen, dass das ein paar Jahre Schutz bietet. Immerhin trugen wir 7 Gallonen (= 26.5 Liter) von diesem Zeug auf! Nachdem Antifouling recht giftig ist, verbesserte ich mein Outfit mit jedem Tag.

Wir erledigten nebenbei noch mehr kleinere Reparaturen und besserten den Lack aus.

Eines der Klemmen der Oberwanten hatte einen Riss, wir liessen deshalb beide tauschen. Wir nutzten die Gelegenheit so viele Bootsexperten auf allen Fachgebieten versammelt zu haben und liessen den Rigger unser stehendes Rigg pruefen. Die neuen Wanten waren gleich am naechsten Tag fertig (Freitag), wir sahen uns schon wieder im Wasser und freuten uns gleich nach dem Wochenende die Arbeit abschliessen zu koennen. Doch als der Rigger vom Mast herunterkletterte, brachte er niederschmetternde Neuigkeiten mit: er hatte einen etwa 30 cm langen, vertikalten Riss fast oben an der Mastspitze entdeckt. So loszusegeln stand ausser Frage. Wir mussten das Kranen absagen und stattdessen den Mast am Montag ziehen lassen. Die Ungewissheit das ganze Wochenende ueber war nicht gut fuer unsere Nerven. Wuerden sie es schaffen, den Mast zu reparieren?

Am Montag war der Kran gleich fruehmorgens bei uns. Wir machten uns ordentlich Sorgen, aber das Riggingteam hatte den Mast im Handumdrehen herunten und wir bekamen zur Abwechslung einmal gute Neuigkeiten: das Alu rund um den Riss schaute gesund aus und der Schweisser wuerde den Riss ausbessern koennen.

Nun, da wir den Mast schon am Boden hatten, nutzten wir gleich die Chance die alte, broeckelnde Farbe abzuschleifen (das hatten wir uns schon seit Ewigkeiten vorgenommen). Ausserdem wollten wir Maststufen montieren, die wir schon seit Kroatien herumschipperten. Wir entschieden uns dagegen, den Mast neu zu lackieren, weil wir dazu alle Beschlaege abmontieren haetten muessen und Lack auf Alu ohnehin eine aesthetische Massnahme ist. Wir lassen den Mast blank, er wird mit der Zeit unansehnlich grau und fleckig werden, aber das finden wir halb so wild. Es kostete uns trotzdem eine Woche harter Arbeit in der prallen Sonne (ueber 30 Grad, 97 % Luftfeuchtigkeit) den Mast fertig zu machen. Zusaetzlich liessen wir das Vorstag und das innere Vorstag tauschen, weil wir nicht wussten wie alt diese waren und wir haetten sie vor dem Pazifik sowieso tauschen muessen. Warum also nicht gleich jetzt.

Nach drei Wochen (anstatt der erwarteten 10 Tage) war Pitufa bereit, wieder ins Wasser zu huepfen – jetzt in viel schlumpfigerem, blauen Outfit. Die Crew erschoepft, aber gluecklich und bereit wieder Richtung Horizont weiterzusegeln!

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