Tonga ist ein Entwicklungsland, aber das Spital ist überraschend gut ausgestattet, das Personal freundlich, alle Services sind für Einheimische gratis und Touristen sehr billig, aber sie haben einfach nicht genug Ärzte und vor allem kaum Spezialisten (ein paar Allgemeinärzte, ein HNO, ein Kinderarzt, eine Radiologin, ein Chirurg, der für alles andere Spezialist spielen muss und zwei Teilzeit-Chirurgen), somit sind die Wartehallen voll – wir verbrachten im Juli 30 Stunden nur beim Warten auf Termine. Dr. Kolini (der Chirurg) war gewillt, die Gründe für Christians unspezifische Symptome zu finden und versuchte eine Blutanalyse, Ultraschall, eine Computertomografie (ja, so was haben sie) und sogar zwei Endoskopien, aber vergeblich. Alle Ergebnisse sind normal, aber Christian gehts nicht besser. In Tahiti sind die medizinischen Einrichtungen auf europäischem Standard, es ist aber billiger und die Wartezeiten für Termine sind viel kürzer als z.B. in Österreich. In der Zwischenzeit
versuchen wir Rückenübungen (naja, nicht grad jetzt auf dieser rauen Passage) und eine glutenfreie Diät (ich hab heute ein Tapioka-Reismehl-Fladenbrot fabriziert, während Pitufa 40 Grad am Wind bei 20 Knoten in die Wellen stampft und ganz schön krängt).
2016
12
Aug
Tongas Gesundheitssystem
2016
11
Aug
Wir segeln in die falsche Richtung
Hunderte Boote segeln jedes Jahr westwärts über den Pazifik mit den Ostpassatwinden, aber nur eine Handvoll segelt nach Osten – zumindest im Passatwindgürtel. Boote aus Neuseeland, die nach Franz. Polyn. wollen, reiten die ‘brüllenden 40er’ und ‘heulenden 50er’ weit unten im Süden – ihre Namen sprechen für sich… Als ich heute Morgen im Funknetz für Boote unterwegs eincheckte, musste ich unseren Kurs zwei Mal wiederholen, bis der Moderator mir endlich glaubte und erstaunt meinte ‘oh, ihr fahrt in die falsche Richtung’.
Wir haben uns diese Entscheidung nicht leicht gemacht, aber Pitufa segelt gut am Wind und wir sind auch schon früher ostwärts gesegelt, z.B. von Tahiti zu den Gambier und von Tahiti zu den Marquesas. Gestern sind wir in vollem Schlechtwetterzeug in 20 Knoten kalten Wind aus Süden gesegelt, mit Regen und nur etwa 18 Grad Celsius wenig Spass, aber wir wollten am Ende eines Trogs einen guten Start mit viel Wind bekommen. Wir wurden alle so seekrank wie noch nie zuvor – die arme Leeloo war aber die einzige, die auch erbrechen musste (gleich 3 Mal, also quasi für uns mit). Heute ist es viel netter, mit Sonne und leichtem Wind (Leeloo mampft schon wieder), aber während das Grib 15 Knoten aus Süd behauptet, haben wir 10 Knoten aus Ost-Südost, somit drückt es uns viel zu weit nördlich. Egal, Wayne Vaney unser Windpilot ist auf 50 Grad am Wind gestellt und wir werden sehen, wohin er uns bringt. Die Cook Inseln erstrecken sich als Kette von Süden nach Norden, eine davon werden wir scho
n erwischen.
2016
10
Aug
Deutscher Titel
Cruisen macht keinen Spass, wenn man nicht fit ist und Christian fühlt sich seit Mai nicht wohl. Wir haben alles ausprobiert, was das Tonganesische Gesundheitssystem zu bieten hatte, haben aber keine Diagnose. Nach langem Überlegen, haben wir uns entschlossen, nach Tahiti zurück zu segeln. Neuseeland wäre auch eine Option, aber dort ist es Winter und wir hätten mit der Katze Probleme. Nach Fidschi segeln und von dort nach Ö fliegen haben wir auch diskutiert, aber wer weiß, wie lange das gedauert hätte.
Tahiti ist die einzige Option, die wir zusammen erreichen können, aber es wird nicht leicht, 1500 Seemeilen gegen die vorherrschende Windrichtung zu segeln.
2016
23
Jul
Photos of Tongatapu
Tongatapu, Tonga
Tongatapu ist die Hauptinsel des Königreichs Tonga. Die Hauptstadt Nuku'alofa ist eine quirlige Stadt mit vielen Märkten und billigen Essensstandeln. Wir verbrachten einen kühlen Wintermonat auf der Insel und ihren vorgelagerten Motus (Juli 2016).
(50 Fotos)
2016
23
Jul
Ruhige Motus
Gleich nördlich von Tongas dicht besiedelter Hauptinsel Tongatapu erstreckt sich etwa 5 Seemeilen nach Osten und weitere 5 Meilen Richtung Norden ein Barriereriff mit ein paar winzigen Motus drauf. Gestern sind wir zur Südostecke dieses Riffs gesegelt – nur 8 Meilen wie die Seeschwalbe fliegt, aber wir brauchten für die 12 Meilen ums Riff herum wegen der schwierigen Navigation trotzdem 4 Stunden. Die Motus hier sind hübsch, mit feinem, goldenem Sand und einem dichten Bewuchs, aber es scheint, dass fast niemand es hierher schafft. Die Ankerplätze sind in den Segelführern nicht erwähnt und nur auf dem der Stadt nächsten gelegenen Motu findet sich ein Touristenresort, somit teilen wir diese ruhige Ecke nur mit ein paar Vögeln.
Heute sind wir rund um das Motu gleich neben unserem Ankerplatz spaziert und es hat uns sehr an die Motus bei den Gambier und Tuamotus erinnert. Leider endet die Ähnlichkeit, wenn man ins Wasser schaut: statt Korallen sieht man nur, grobe, braune Algenbüschel, die die toten Korallen überwuchern (oder sie ersticken, wenn sie schwächeln?), die also leider nicht nur in den Gesellschaftsinsel Franz. Polynesiens, sondern auch hier die Unterwasserwelt beherrschen. Fische sieht man ebenfalls kaum mehr – die Fischer, die auf dem Markt säckeweise bunte Korallenfische verkaufen (es gibt kein Ciguatera hier), müssen schon immer weiter fahren, um noch genug zu finden. Die sonst auf Fischmärkten gängigen großen Spezies wie Thunfisch, Mahi-Mahi, etc. sieht man dort gar nicht (völlig überfischt?). In der Stadt stehen bei vielen Bauwerken (z.B. beim Krankenhaus und bei den Hafenanlagen) Tafeln, die Japan als Geldgeber für das Projekt loben – wahrscheinlich im Gegenzug für Fischereirechte und
Unterstützung bei den Abstimmungen über Walfangquoten. Wir hoffen, dass die Riffe bei den anderen Archipelen Tongas in besserem Zustand sind.
Der Wind hat nach einer südlichen Phase auf Ost gedreht und es ist wieder spürbar wärmer, somit sitzen wir endlich wieder ohne Kapuzenjacke und Socken im Cockpit
Das Wasser bei unserem nur 2.5 m tiefen Ankerplatz hat wieder 26°C erreicht (nach den frischen 24°C letzte Woche).
2016
20
Jul
Rund um Tongatapu
Während der letzten zwei Wochen haben wir an kleinen Projekten an Pitufa gearbeitet und haben zwischendurch Ausflüge um Tongatapu herum gemacht. Statt ein Auto zu mieten, haben wir das praktische Bussystem genutzt und sind per Bus (es gibt keine Fahrpläne, aber man kann Minibusse, die ihre Destination vorn angeschrieben haben überall entlang der Straße anhalten) und Autostopp (wir warten nie lang, bis freundliche Einheimische uns mitnehmen und oft noch einen großen Umweg für uns machen) herumgedüst.
Am Ostkap findet sich Ha’amonga’a Maui, laut Reiseführer das ‘Stonehenge des Pazifik’, das sich als weniger monumental als erwartet herausstellte. Am Rückweg blieben wir in Lapaha stehen, wo Pyramiden die Grabstätten von frühen Königen markieren – heute befinden sich darauf und dazwischen die typischen, bunt dekorierten heutige Gräber.
Ein weiterer Ausflug führte uns zum Westkap, wo zwei Tafeln die ‘Ankunft des Christentums’ und den ‘Landeplatz Abel Tasmans’ markieren. Fischer nahmen uns auf ihrem Pickup-Truck mit und ließen uns ein paar Dörfer weiter aussteigen, wo sich laut Führer ein ‘Flughund-Schutzgebiet’ befindet. Das Schutzgebiet fanden wir nicht, dafür stellt sich bei näherem Hinsehen heraus, dass die Bäume im örtlichen Friedhof voller Flughunde sind – die süßen, flauschigen Fledermausverwandten sehen wie zusammengeklappte Regenschirm aus, wenn sie kopfüber an einem Ast hängen
Die letzte und beeindruckendste Sehenswürdigkeit, die wir besuchten, befindet sich an der Südwestküste, wo die Dünung an den terassenartigen Korallenplatten der Küste in riesigen Brechern an die Klippen donnert und unzählige ‘Blowholes’ Wasserfontänen bis zu dreißig Meter hoch schießen.
2016
13
Jul
Ende der Funkstille
Wir können immer noch nicht ganz glauben, dass der neue Antennentuner, den wir erst letzte Woche bestellt haben, bereits gestern ganz ohne Komplikationen, Verzögerungen und Papierkram angekommen ist. Wir hatten den neuen CG-3000 (EUR 200) direkt bei CG Antenna (Mr. Wang war sehr hilfreich) bestellt, er wurde von Shanghai mit TNT (EUR 100) verschickt, und der örtliche TNT-Agent lieferte ihn uns direkt ans Dock in Nuku’alofa. Tolles Service, aber fügte weitere EUR 45 auf die Rechnung (die Lieferung war somit fast so teuer wie das Gerät…).
Ich habe den neuen Tuner gleich installiert und der erste Funktest war erfolgreich. Somit ist Pitufas unfreiwillige Funkstille wieder aufgehoben.
2016
10
Jul
Sonntagsruhe
Gestern drehte der Wind auf West und wird eine Weile so bleiben, somit sind wir 6 Meilen zu einem Motu mit einer aus dieser Richtung geschützten Ankerbucht gesegelt. Die Einfahrt durchs Riff vor dem Motu Atata ist etwas schwierig, aber wir planten sie mit Hilfe von SAS planet (Satellitenbilder) und fanden einen guten, sandigen Platz.
Atata ist ein hübsches, palmbewachsenes Motu vor der Küste von Tongatapu mit einem kleinen Ressort im Süden wo wir ankern, und einem Dorf im Norden. Heute ist Sonntag und wir hörten schon am Morgen Gesänge von der Kirche herüber, aber wir sind weit genug weg vom Motu vor Anker, um vor neugierigen Blicken geschützt zu sein, somit haben wir uns getraut, trotz der strengen Sonntagsruhe Wäsche zu waschen
Der Westwind brachte angenehme Temperaturen und endlich ist es wieder einmal warm genug, um auf Deck sonnenzubaden und ohne Gänsehaut baden zu gehen. Gemäß Tongas offizieller Internetseite sollen Männer zum Baden lange Shorts und Frauen lange Shorts und Blusen tragen, aber hier draußen können wir nur mit Badehose ins Meer hüpfen.
2016
10
Jul
Einfaches Rezept für Pfannenbrot
Noch ein vereinfachtes Rezept ist unser Pfannenbrot a la Pitufa:
2 Becher Weizenmehl
1 Becher Roggenmehl
1,5 Becher warmes Wasser
1 Teelöffel Trockengerm
1 Teelöffel Salz
Brotgewürz (gemahlener Koriander, gemahlener Kümmel, Fenchel)
Alle trockenen Zutaten in einer Teigschüssel gut vermischen, das Wasser hinzufügen und mit einem Löffel gut durchrühren (kein Kneten notwendig). Den Teig in eine gefettete Pfanne (mit Deckel) gießen, 1 Stunde aufgehen lassen, 20 Minuten auf kleinster Flamme auf dem Herd mit geschlossenem Deckel ‘backen’, umdrehen, mit einem Spalt zwischen Pfanne und Deckel weitere 15 Minuten backen. Fertig!
2016
09
Jul
Joghurt
Befreundete Cruiser haben uns schon oft Rezepte für Joghurt und Joghurt Starterkulturen angeboten, aber wir haben immer höflich abgelehnt, weil das Prozedere immer zu kompliziert klang und entweder Joghurtmaschinen, oder zumindest langwierige Zubereitung mit stundenlangem Beobachten der genauen Temperatur mittels Thermometer erforderte. Es schien so viel einfacher, von Zeit zu Zeit Joghurtbecher im Supermarkt zu kaufen.
In Tonga sind Milchprodukte ein Luxus, es gibt Milch und Butter bei den (meist chinesischen) Supermärkten, aber weder Joghurt, noch Käse und nicht einmal die Happy Cow artigen Käseecken, die wir sonst auf der ganzen Welt in Minimärkten gefunden haben. Beim 4. Supermarkt fanden wir stattdessen ein Sackerl mit Joghurtstarter Pulver und griffen zu.
Ich hasse komplizierte Rezepte, vereinfache sie immer ziemlich russisch und meist funktioniert das auch. Ich hab das gleiche mit Joghurt gemacht und hier ist das watscheneinfache Rezept für Joghurt a la Pitufa:
3 Becher Milch mischen (oder aus dem Packerl leeren, wenn man kein Milchpulver verwendet) und bis kurz vorm Kochpunkt erhitzen. Bis auf etwas wärmer als handwarm abkühlen lassen und zwei Löffel Joghurtstarter (oder Joghurt, wenn man’s hat) darunter rühren. Die Mischung in eine Plastikbox mit Deckel leeren und gemeinsam mit einer Wärmflasche in Handtücher wickeln und in eine isolierte Box/Tasche stellen. 12 Stunden warten – voila das Joghurt ist fertig zum Einkühlen!
Kein Aufwand, kein technischer Klimbim notwendig. Ich kann nicht glauben, dass ich bisher die blöden Plastikbecher ums teure Geld gekauft hab (allein der Gedanke an den sinnlosen Müll…).
2016
08
Jul
Nuku Alofa
Tonga kann sich als unabhängiger Staat nicht auf Fördermittel von einem europäischen Mutterland verlassen und wenn man durch die Straßen der Hauptstadt wandert, merkt man gleich, dass das Land ärmer und weniger entwickelt als z. B. Französisch Polynesien ist. Der angenehme Nebeneffekt für uns als Cruiser: es gibt überall Standeln mit lokal angebauten Produkten (2 Euro für einen Sack Früchte/Gemüse), unglaublich billiges Essen (2 Euro für Fish und Chips oder ein Curry) und alle paar Minuten fahren Minibusse vorbei (die habe noch genug Passagiere, weil nicht jeder ein Auto hat). Das Zentrum ist hübsch hergerichtet und die Stadt mit kleinen Häusern und Gärten dazwischen erstreckt sich über die halbe Breite der niedrigen Insel Tongatapu.
Die Polynesier hier sprechen Tongan (Malo e lelei heißt Hallo), sie sind freundlich und hilfsbereit und Autostoppen ist kein Problem (z.B. an Abenden oder Sonntagen, wenn keine Busse fahren). Sie kleiden sich in dunklen Farben (sehr überraschend für uns nach den bunten, blumengeschmückten Tahitianern), viele Frauen tragen schwarze Kleider mit geflochtenen Gürteln als Schmuck und die traditionelle Tracht der Männer ist ein dunkles Hemd mit einem dunklen, langen Rock und einer Pandanusmatte um die Hüften gewickelt. Am Sonntag sind außer einem Kirchenbesuch (oder zwei) alle Aktivitäten verboten – die verschiedenen christlichen Religionen hier regieren mit strenger Hand.
Diese Woche findet das Heilala Festival statt. Am Montag gabs eine Militärparade zur Feier des Geburtstags des Königs (eine gute Chance um Würdenträger in ihren Uniformen zu sehen) und an den Abenden geht die Wahl zur Miss Tonga in mehreren Bewerben vonstatten. Wir hatten Tanz, Singen und Feiern in der Stadt erwartet, aber abgesehen von den Darbietungen der Miss-Anwärterinnen, die mit eleganten Handbewegungen langsam tanzten, haben wir noch nichts gesehen.
2016
03
Jul
Pitufa in Tonga
Wir kamen bald in der Saison (Anfang Juli) in Tonga an und möchten uns Zeit nehmen, um die 4 Archipele (Tongatapu, Haapai, Vavau und die Niuas) ausgiebig zu erkunden.
2016
03
Jul
Photos of Niue
Niue
Im Juni 2016 verbrachten wir eine Woche in Niue. Der 'Fels von Polynesien' ist ein gehobenes Atoll und die kleinste unabhängige Nation der Welt, obwohl sie stark mit Neuseeland verbunden ist. Nach 3 Jahren in Französisch Polynesien war's für uns schräg mit englischsprachigen Polynesiern zu plaudern.
(40 Fotos)
2016
02
Jul
In Tonga angekommen!
Gestern sind wir nach einer angenehm ereignislosen Ueberfahrt in Nuku Alofa, der Hauptstadt Tongas angekommen. Wir mussten in der letzten Nacht ordentlich bremsen, um nicht vor Tagesanbruch die Riffpassage in die Bucht zu erreichen, erst das Gross ins 2. Reff, dann die Genua weg, dann das Gross weg und wir waren ganz ohne Segel vor dem Wind bei 25 Knoten immer noch zu schnell… Nach einer Ueberfahrt sind wir meist ziemlich fertig und wollen eigentlich nur das Boot klarieren, das Deck salzfrei fuer Leeloo’s Pfoten machen, eine Flasche Sekt zischen und ins Bett fallen. Dieses Mal war alles anders: wir sind am Freitag angekommen und mussten gleich einklarieren oder bis zum naechsten Werktag am Dienstag warten. Wir sind also vom Ankerplatz eine Meile mit dem Dingi in den Stadthafen geduest und haben uns dann zu den Behoerden durchgefragt. Die Formulare durften wir im Buero ausfuellen, doch dann wurde uns mitgeteilt, dass wir das Boot fuer eine Inspektion ans Quarantaenepier brin
gen muessten. Als die Lady von der Quarantaenebehoerde hoerte, dass wir eine Katze haetten, meinte sie gleich, ob wir einen Kaefig fuer ‘es’ haetten, in dem wir ‘es’ waehrend unseres Aufenthalts aufbewahren koennten. Ein Vet wuerde dann jeden Tag zur Inspektion aufs Boot kommen. Unsere Einwaende, dass wir die Katze nicht importieren wollten und laut unserer Info fuer Tonga nur galt, dass das Tier an Bord bleiben muesste wurden ignoriert. Na toll, was tun? Gleich nach Fidschi weiterfahren?
Wir fuhren mit dem Dingi gegen eine mittlerweile betraechtliche Windsee zurueck zu Pitufa, kamen klatschnass an und fuhren im Anschluss mit Pitufa in den Hafen zum Quarantaenedock, wo sich die ‘officials’ dann bald einfanden. Der Mann vom Gesundheitsministerium fuellte im Cockpit ein Formular aus (ohne auch nur nach unserem Gesundheitszustand zu fragen), die Quarantaenelady verzichtete ebenfalls auf eine Inspektion des Boots, mampfte nur Schokokekse und fragte nach einem Sackerl, um auch die restlichen Kekse mitnehmen zu koennen und der junge Mann, den sie zur Katzeninspektion mitgebracht hatte, antwortete nur mit einem verlegenen Laecheln auf meine Frage, ob er Tierarzt sei und wollte die Katze nicht einmal ansehen… Natuerlich kassierte jeder der wichtigen Buerokraten eine Gebuehr, warum man die Formulare nicht bei ihnen im Buero ausfuellen kann und mit dem Boot uebermuedet riskante Manoever auf kleinstem Raum fahren muss, um Inspektoren an Bord zu holen, die dann ohnehin nix inspizieren bleibt ungeklaert.
Egal, jetzt sind wir legal hier, mittlerweile auch ausgeschlafen und bereit fuer Tonga!
2016
02
Jul
Wir haben einen Tag verloren
Am letzten Tag unseres Toerns nach Tonga haben wir die Datumsgrenze uebersegelt, somit fehlt ein ganzer Tag in unserem Logbuch und unserem Leben. Das traegt zu der Verwirrung bei, an die wir uns auf der suedlichen Hemisphaere mittlerweile gewohnt haben: Sommer ist Winter, der Sueden kalt und der Norden warm und jetzt ist halt auch noch heute gestern… Wenn es hier Freitag Morgen ist, ist es in Europa Donnerstag Abend (ich hoffe das stimmt, korrigiert mich, wenn ihr mit diesem hirnwitzigen Konzept besser zurecht kommt
)




